Sookie beantwortet Leserpost!

Sookie beantwortet Leserpost!

Ihr Lieben, heute ist mir wieder was passiert. Ich bekam per PN Leserpost, die mich so geflasht hat, dass ich sie mit einem Blogartikel beantworten muss, weil meine Gedanken dazu nicht in eine schnöde PN passen. Und wenn das für mich so interessant war, über die Fragen des Lesers nachzudenken, ist das für euch vielleicht auch interessant. Also, meine Antworten. Der Leser ist natürlich voll anonymisiääääät, wie der Ostfriese sagt. Äh, die Fragen, die ich jetzt in einem offenen Brief beantworte, müsst ihr euch dann einfach denken, aber ihr schafft das, ich glaub an euch! 😀

Lieber voll anonymisierter Leser, deine Leserpost hat mir Brause ins Gehirn geschüttet! 😀

Boar, jetzt hast du mich echt zum Rappeln gebracht, erst mal Danke dafür, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast. In eine Rezi musst du natürlich schreiben, was du für richtig hältst, ich bin absolut kein Fan von »manipulierten« Rezensionen und betreibe ganz bewusst kein Rezensionsmarketing. Aus Gründen! Deswegen kann ich dir jetzt leider keinen Rat geben, wie du fünf Sterne genau begründen solltest, ich wäre auch mit vier zufrieden! 😀 Aber als Leserfeedback finde ich deine Nachricht wahnsinnig spannend und wertvoll. Man kann echt nicht behaupten, dass ihr, meine Leser, eine homogene Masse seid. In den Büchern liest wirklich jeder was anderes. Und das ist einfach nur geil, wenn Bücher sich mit Menschen verbinden. Und als Autorin ist es mir natürlich eine Pflicht und Freude, dir deine Fragen zu beantworten, für xxx (Menschen aus einer Region, die für ihre Sparsamkeit bekannt ist, Anm. d. R.) auch kostenlos! 😉

Anna – Chaos und Hochbegabung

Tja, wo fangen wir jetzt an. Am besten bei Anna, die dir ja als zentrale Figur im Kopf rumspukt. Als hochbegabte Frau leidet sie an dem, an was hochbegabte Frauen so leiden: an einem analytischen Verstand und zufällig angehäufter Crossover-Bildung (die Dritte erschlagen kann) und an Selbstzweifeln, die mit der Höhe des IQs leider ansteigen. Hyperintelligente Menschen sind wahrlich nicht selbstbewusst, gerade bei Frauen ist das »klassische Underachievement«, also der Schutzmechanismus, sich blöd zu stellen, um nicht unangenehm aufzufallen, weit verbreitet.

Das beeinflusst natürlich auch massiv ihr Beziehungsleben. Zum einen neigt sie dazu, sich immer wieder auf das sichere Terrain der Verstandesebene zu flüchten – das ist ihr Spielfeld, da kennt sie sich aus. Zum anderen würde sie emotional am liebsten klammern wie ein ängstliches kleines Mädchen, das nicht allein gelassen werden will. Um sich dieser Angst vorm Verlassenwerden zu stellen, lebt sie – nicht bewusst – in einer offenen Beziehung. Sie sucht den Kick, sich immer wieder zu beweisen, dass sie es aushalten kann.

Um ihre Angst händeln zu können, baut sie ihr Leben fest um die Regeln der klassischen Polyamorie: Einvernehmlichkeit, Transparenz, Langfristigkeit. Anna ist der Typ für das »Turbospießermodell der freien Liebe«, am liebsten hätte sie Polyfidelity, also ein geschlossenes Polykül mit gleichberechtigten Partnern. Weil Sven aber ganz anders tickt, kann sie das eben nicht haben und lebt das so selbstbestimmt wie möglich einseitig.

Welches Beziehungsmodell funtioniert denn nu‘?

So, das Modell, das die drei ausprobieren. Hat ja keiner gesagt, dass offene Beziehungen einfach sind, nä? Monogamie klappt zwar auch nicht, ist aber wenigstens überschaubar und jeder weiß, was im gesellschaftlichen Kontext von ihm erwartet wird, da muss man nicht groß reden. Da ist es eher schwierig, Dinge anzusprechen, die von der Norm abweichen. Hinter dem Gartenzaun der Monogamie herrscht aber immer noch Wildnis.

Da kann jeder nur machen, was seine ureigene Natur ihm sagt, aber im Gegensatz zum bürgerlichen Lager versuchen die Beziehungsanarchisten eben, die Moralkeule nicht zu benutzen und Verletzungen durch Offenheit zu vermeiden. Lügen gilt nicht. Jeder, der schon mal selbst belogen wurde, weiß genau, wie sehr ein Partner, der sich mit einem Nebel aus Geheimnissen und Halbwahrheiten umhüllt, die Eifersucht schürt. Diese Geheimnistuerei wollen Sven und Anna auf jeden Fall vermeiden. John ja weniger. 😉

Für monogame Menschen klingt es natürlich extrem paradox und angstauslösend, nicht zu lügen und einfach offen zu sein. Weil sie Liebe und Exklusivität gleichsetzen. Nicht exklusiv zu lieben, heißt für sie eben, gar nicht zu lieben. Und trotzdem sind andere Beziehungskonstellationen so alt wie die Menschheit. Ob das Modell, das man sich baut, funktionieren kann, kann nur jeder der Beteiligten für sich entscheiden und da ist ja auch immer noch das wahre Leben. Menschen verändern sich, wenn sie neue Erfahrungen machen. Ständig.

Praktisch wäre es ja, aber Liebe ist einfach nicht statisch!

Und mit jedem Partner, der neu in ein Polykül kommt, verändert sich auch die Dynamik, die auch wieder neue Ereignisse hervorruft. Das passiert eben auch bei Anna, Sven und John, John verändert die Dynamik zwischen Sven und Anna. Das letzte große Puzzleteil, Band 4, ist ja gerade in Arbeit! 😀 Was natürlich die Frage aufwirft, die bei dir (offenbar einem begeisterten Poly-Leser) durchschimmert: Welches Modell ist denn jetzt das richtige? In jedem Poly-Buch gibt es offenbar ein anderes! Und das ist gut so! 😀 Du spiegelst mir Annas Beziehungsform als Poly auf Distanz wider, quasi eine Beziehung mit zwei verschiedenen Monos. Ich finde das hochgradig spannend, dass du das so empfindest, da du vorher andere Bücher gelesen hast, in denen es eher eine Beziehung mit mehreren Partnern gab. Andere Leser, die noch nie Berührung mit dem Thema hatten, wundern sich, wie eine Frau sich das überhaupt wünschen kann, dieses »einen Mann hier, einen da«.

Aber welche Beziehungsform ist denn jetzt praktikabel? Oder Heidi Kabel? Kennt noch irgendwer Heidi Kabel? Mein Gott, bin ich alt … äh, wo war ich? Da kommen wir jetzt in die tiefere Materie, für die wir Deutschen natürlich jede Menge tolle Fachwörter ersinnen. Ich zum Beispiel platzte neulich in eine Diskussion über das Konzept »Monopoly«. Als Sookie vom Dienst hab ich natürlich sofort gesagt: »Ich kauf die Schlossallee!« Da haben mich ein paar angeguckt, als hätte ich gesagt »Heil Hitler!«. Egal. Was Monopoly jetzt genau ist, hab ich leider schon wieder verschusselt, aber Anna lebt es nicht. Ich glaube, John ist eher der, der sich damit arrangieren will, ein Monopoly zu sein, nur leider ignoriert er dabei die Tatsache, dass er dem Ruf der Wildnis noch nie widerstehen konnte. Im Grunde seines Herzens ist er ein sinnlicher Lustmensch, der sich gern treiben lässt, aber sein Selbstbild lässt das nicht zu. Aber wie stehen Annas Männer jetzt in der derzeitigen Konstellation zueinander?

Wo liegen die Grenzen der Polyamorie?

Die Kernfrage ist doch wohl: Wie weit intensiviert sich die Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich einen Partner teilen? Mit jemandem Kaffee zu trinken, der weiß, wie der geliebte Mensch riecht, schmeckt, sich anfühlt, anhört, wenn er sich gehen lässt, ist definitiv anders als ein Kaffeenachmittag unter Mono-Paaren, wo alle Grenzen klar sind. Flügelpartner haben einfach eine intimere Beziehung als »nur« Freunde. Inwieweit diese intime Beziehung über Bande gespielt wird oder zu einer Triade führt, muss jedes Polykül selbst rausfinden.

Polyamorie ist aber eben nicht automatisch gleichzusetzen mit Sex zu dritt. Es kann passieren, muss aber nicht. Trotzdem handelt es sich bei Annas Beziehung zu ihren Männern nicht um »zwei parallele Monos«, da sitzen wir einem Paradoxon auf. Das Konzept zwei Monos parallel setzt ja voraus, dass die Monos auch Monos sind, also eine offene Beziehung niemals dulden würden und daher auch nicht voneinander wissen dürfen. Das treibt natürlich Menschen, die sich parallel verlieben, in den Untergrund und zwingt sie zu lügen. In dem Moment, wo der »untreue« Partner aber anfängt zu reden, geht die Mono-Beziehung entweder auseinander oder sie wird zu etwas anderem, einer Polybeziehung, einer offenen Beziehung, zu gelebter Beziehungsanarchie oder sonst was, das Spektrum ist ja zum Glück groß. Was das Team »Svannajo« daraus macht, bleibt leider abzuwarten! 😀

Fazit: Leserpost ist saucool! 😀

So, jetzt hab ich mich mal wieder verquatscht, der Tee ist alle und wo das Heinzelmännchen bleibt, dass ich für den Brot&Butter-Scheiß angefordert hatte, ist mir auch ein Rätsel. Aber das hier hat viel mehr Spaß gemacht! 😀 Leserpost zu kriegen, die mich mit vielschichtigen Fragen auf eine Meta-Ebene schubst, auf der ich gar nicht mehr aufhören kann zu blubbern, ist ein tolles Gefühl. Lebendig und inspirierend für Band 4, denn da werden Anna, Sven und John ihre Nische finden und ankommen. Danach gibt es dann erst mal wieder weitere Flüsternächte! 😀

Ein „sexy Milliardär“ macht mich ratlos. Euch auch?

Ein „sexy Milliardär“ macht mich ratlos. Euch auch?

Nein, heute geht es nicht um Trumbo, deswegen steht da auch „sexy“, dass hier bloß keine Missverständnisse aufkommen! 😀 Ich knabbere gerade an einem anderen Milliardär, womit ich nicht gesagt haben will, dass ich Milliardäre zum Anknabbern finde, aber ich hab da bei Amazon einen „sexy Milliardär“ getroffen, der mich mit den Ohren schlackern lässt.

Denn dieser sexy Milliardär hat Rezensionen, bei denen sich die meisten Autoren für immer einen Sack über den Kopf ziehen und nie wieder hervorkommen würden und erfreut sich trotzdem bester Gesundheit – jedenfalls, was seine Verkaufsränge betrifft. Und da frag ich mich – und euch – hä?

Der sexy Milliardär lag da einfach rum

Also, bevor ihr jetzt denkt, dass ich heimlich unter der Bettdecke Milliardärs-Romane verschlinge: Ich bin dem Herren begegnet, weil er unter einem meiner Bücher bei »Kunden kauften auch« rumlag, und das finde ich ja immer hochgradig spannend. Weil ich darüber tatsächlich oft Bücher entdecke, die ich sonst nie gefunden hätte, die aber »themenrelevant« sind, also mich auch brennend interessieren, weil sie von meinem Lieblingsthema unlimitierte Liebe erzählen. Und natürlich fiel mein Blick zuerst auf die grottenschlechten Sterne. Da bin ich ja bekennende Gafferin.

Nichts macht mich so neugierig wie auffallend schlechte Bewertungen in Verbindung mit einem »Bestseller«-Schildchen, hehe. Und dann noch in Verbindung mit einem sexy Milliardär! Ich leide zwar immer ganz furchtbar mit, wenn KollegInnen verrissen werden, aber ich bin doch auch zu sehr Leserin, um da nicht zu spickern. Leider muss ich auch sagen, dass ich dabei schon Bücher entdeckt habe, die es einfach verdient hatten. Und Bücher, die einen Platz in den Charts verdient hätten, aber aufgrund von Trollrezis einfach nicht gelesen wurden, hab ich auch schon gesehen. Aber das jetzt?

Kommen nackte Millardäre automatisch in die Top 100?

Wenn man sich das Cover ansieht, wurde da natürlich alles richtig gemacht. Ein nackter Eiweißpräparatjunkie und dann diese verspielt fliegenden roten Dinger, was sind das überhaupt. Schlüppis? Blinzel, ich glaub, das sollen Rosenblätter sein, oder? Auf jeden Fall romantisch! Und dann dieses Sixpack, ja, was mich persönlich speziell bei diesem Herren von der Form her an diese Gardinen erinnert, die Ommas manchmal noch haben. Affenschaukeln habe wir die früher genannt, ich weiß aber jetzt nicht, wie der Fachhandel die nennt. Mir persönlich würde die Erotik ein bisschen flöten gehen, wenn so ein Herr sich entblättert und ich prusten würde: »Solche Gardinen hatte meine Omma auch!«, aber ich bin ja auch eine sapiosexuelle Randgruppe, jedenfalls nicht Zielgruppe für diese Art von Cover.

Ich komme auch nicht ganz klar auf den Kopf des Herren, gehört der zum Rest oder ist der gephotoshopt? Vielleicht liegt es auch nur an dieser klassischen Milliardärskopfhaltung, die stehen immer ein bisschen so rum, als hätten sie sich ducken müssen, damit die Omme noch ins Bild passt. Vielleicht ist das aber auch, weil sie versuchen, mit dieser leichten Demutshaltung ihren Kontostand auszugleichen.

Also, nicht, weil sie die Massen ausbeuten und Kinder vor Hunger sterben, während die in ihrem Geldspeicher Skifahren, sondern um anzudeuten: Guck mal, Möhre, äh, Hase, ich bin doch auch nur ein ganz normaler Mann auf der Suche nach Liebe! Sympathisch ist der Herr mir auf jeden Fall nicht. Also, das harte Gesicht und die kalten Augen. Wenn ich eine Casting-Agentur hätte und gerade Lagerkommandanten für einen KZ-Film suchen würde, würde ich den Herren wahrscheinlich vorsprechen lassen. Sookie? Ja? Halt die Klappe, das geht zu weit.

Äh … Tja. Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Ach so! Ja! Wie schafft ein Buch mit derartig schlechten Rezensionen es zum Bestseller?

Sind verrissene Milliardäre noch heißer als welche mit Peitsche?

Milliardär Rezensionen

Wieso zur Hölle wird dieses Buch wie verrückt gekauft? Ich versteeeh das nicht! Derzeit sind 78 % der Leser der Meinung, dass das Buch einen Stern verdient. Und viele schreiben noch dazu, dass sie den Stern nur gegeben haben, weil sie sonst keine Rezension verfassen können. Das wollte ich natürlich genauer wissen und hab mich mit dem Blick ins Buch befasst, der ja mehr sagt als tausend Rezensionen. Und, öhm, ich war auf alles gefasst. Sowohl darauf, dass es tatsächlich gut ist und Opfer eines Troll-Flashmobs wurde, als auch darauf, dass es einfach grottig ist. Und ich fand es dann, öh, ja.

Kennt ihr das Gefühl, ein Buch zu überfliegen, bei dem ihr euch fragt, ob es von einem Bot geschrieben wurde? Das ist auch der einzige Grund, warum ich mich traue, öffentlich über dieses Werk zu lästern. Hätte ich das Gefühl, dass da eine Herzblut-Autorin hinter steht, hätte ich das unter Ausschluss der Öffentlichkeit beim Mittagessen erzählt, aber nicht im Blog. Aber bei Ebay gibt es auch diese eBooks mit Reseller-Lizenzen zum Schleuderpreis. Und bei manchen Büchern hat man das Gefühl, dass die aus so was zusammengestoppelt sind. Und dann sind die auch noch nicht wirklich einfühlsam übersetzt, sodass zum Beispiel manche Metaphern, die im amerikanischen Englisch funktionieren, deutsche Leser nur mir einem ratlosen »Hä?« zurücklassen.

Na ja, und so fühlten sich die ersten zehn Seiten, die ich gelesen habe, auch an. Also, nicht dass das nicht seine Berechtigung hätte. Selbstcoachingratgeber, Cocktailrezepte, Erotik, gemeinfreie Bücher oder Computerhandbücher kann man ja genau so kaufen und verkaufen wie Schuhe oder Handys auch. Weil ich aber immer so neugierig bin, hab ich mir die Facebookseite von dieser/diesem R.R. Banks gesucht und hm. Tja. Das ist eine reine Marketingmaschine. Schräg, oder?

Als lebende Autorin fühlt man sich da ganz komisch. So ähnlich, als würde man bei der Sternenflotte arbeiten und der neue Kollege wäre eben ein Android. So, wie wenn Commander Data sich ein kreatives Hobby sucht und alles perfekter macht als ein Mensch. Oder wie wenn der Doktor auf der Voyager anfängt, zu komponieren. Einfach, weil er so programmiert ist, dass er alle Zutaten eines Hits kennt, den auch Mozart hätte komponieren können. Aber der Funke fehlt dann doch irgendwie.

Ich bin jetzt deprimiert …

Funke hin oder her – irgendwie frage ich mich gerade schon, wieso wir lebenden Autoren so viel Lebenserfahrung und Persönlichkeit in unsere Bücher werfen, wenn es auch ohne geht. Wieso schreiben wir ganze Kapitel zehnmal um, schmeißen sie raus, stellen um, streichen, konzipieren neu, verbringen Monate damit, wie Freud hinter der Couch zu sitzen, uns hüstelnd Notizen zu machen, während wir unsere Romanfiguren einfach nur reden, reden, reden lassen, bis sie logisch und klar werden, wenn dann Commander Data einfach Archetypen mixt und einen Ebay-Plot verstrickt? Und das Schlimmste ist: Commander Data bricht noch nicht mal in Tränen aus, wenn er verrissen wird! Ich glaub nämlich nicht, dass ein amerikanischer Lizenzen-Aufkäufer, der auf Übersetzungsportalen deutsche Ausgaben zusammenfrickeln lässt und dann noch ein Fertigcover für 5 Dollar kauft, mit Spannung Lesermeinungen verfolgt …

Seufz. Ich denke, ich werde heute noch irgendwas deprimierendes schreiben. Oder Schokolade essen. Oder beides. Oder ich guck mir einen Film an, in dem garantiert kein sexy Milliardär mitspielt.