Anna – die rotzfreche Elfe

Woher sie den Spitznamen „die wilde Annika“ hat, ist Anna selbst nicht ganz klar. Sie lebt gern zurückgezogen und verbringt den Tag mit ihrem Brotjob – sie schreibt unter dem Pseudonym „Viktoria Nisch“ mittelalterliche Erotikschnulzen über schottische „Hochlandrammler“ nach Schema F. Starker Nackenbeißer erhebt unerfahrene Jungfrau durch seine Liebe und rettet sie vor was auch immer, Hauptsache, am Ende wird geheiratet. Annas Leserinnen lieben das. Annas eigenes Leben verläuft aber so gar nicht nach Schema F …

Denn Anna ist polyamor – sie kann zwei Männer lieben. Sie kann nicht nur, sie will sogar, und das am liebsten für immer und natürlich ganz offen. Denn so funktioniert Polyamorie eben. Transparent, dauerhaft und einvernehmlich. Am glücklichsten ist Anna, wenn ihre Männer sich mögen. Und wenn sie deren Frauen auch mag. Aber so ein Liebesclan ist eine verdammt komplizierte Angelegenheit und an manchen Tagen hat Anna das Gefühl, mehr in die Kissen zu heulen, als einfach zu leben.

Als Annas Beziehung zu ihrem lebenslangen Gefährten Sven dringend eine Pause braucht, flüchtet sie nach Ostfriesland in die Künstler-WG und verliebt sich unsterblich in John. Sie spürt, dass der liebeshungrige, sinnliche Maler ein Seelenverwandter ist, der ihre geheimsten Sehnsüchte teilt. Johns ungestüme Liebesüberfälle wecken in Anna den Wunsch, sich einfach nur fallenzulassen und sich seiner leidenschaftlichen Strenge zu unterwerfen.

Nur eine Sehnsucht scheint John absolut nicht verstehen zu können – die nach einer polyamoren Beziehung zu zwei Männern, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Anna wird verdammt viele Taschentücher brauchen, bis John den Schock überwunden hat, dass eine Beziehung mit ihr nicht so funktioniert, wie er sich das vorstellt …

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