BS 1, Kapitel 10: Steffi findet ein Nest

Polyamorie, Roman

Steffi hatte sich dreimal verfahren, als sie den Gulfhof endlich erreichte. Sie war sich noch nicht einmal sicher, ob sie diesmal richtig war, denn ein Straßenschild konnte sie weit und breit nicht finden. Und der Hof sah zwar genau so aus, wie auf dem Foto, das Eugen im Internet gepostet hatte, aber Steffi war auf ihrer Irrfahrt durch Ostfriesland schon an so vielen Gulfhöfen vorbeigekommen, dass einer aussah wie der andere.

Bevor sie in die lange, von Bäumen gesäumte Auffahrt einbog, hielt sie den Wagen an und warf einen kurzen Blick auf ihr Handy. Siebzehn neue Nachrichten von Peter. Steffis Daumen zuckte kurz. Sie fühlte sich wie eine trockene Alkoholikerin, der jemand einen Drink anbot. Jahrelang hatte sie sich Tag und Nacht um ihre Eheprobleme gedreht und die ganze Zeit gedacht, was für ein glücklicher und entspannter Mensch sie wäre, wenn Peter sich anders verhalten würde. Jahrelang hatte sie versucht, ihn zu ändern.

Und jetzt prallte sie auf die brutale Wahrheit. Sie musste nicht ihn ändern, sondern sich. Aber hinter dieser Ehe lauerte eine unerträgliche Leere, ein tiefes schwarzes Loch, das sie mit Sinn füllen musste. Und diesmal würde sie niemanden haben, auf den sie es schieben könnte, wenn sie versagte.

Steffi schob sich nervös ein Stück Schokolade in den Mund und kaute so hektisch, als würde sie sonst verhungern. Sie hatte sich noch nie selbst um eine Wohnung kümmern müssen. Solche Sachen hatte immer Peter geregelt. Peter war ein Mann, hatte einen Beruf, ein festes Einkommen und einen Bausparvertrag. Sie war Hausfrau, hatte seit ihrer Lehre nie »richtig« gearbeitet und malte schrecklich schlechte Bilder.

Steffi zerknüllte verzweifelt das Schokoladenpapier und atmete tief durch. Wenn das mit diesem WG-Zimmer nicht klappte, wusste sie einfach nicht, wohin. Sie hatte sich ja nur mit dem Mut der Verzweiflung bei Eugen gemeldet. Hotelzimmer konnte sie sich nicht länger leisten, aber eine ganz normale Wohnung würde sie sowieso nie bekommen, sie verdiente ja kein Geld.

Steffi ordnete sich die kurzen blonden Löckchen und sagte noch einmal ihren Text auf. »Bisher war ich nur als Hobbykünstlerin aktiv, aber ich habe bereits an einigen Gruppenausstellungen teilgenommen und möchte nun einen Online-Shop eröffnen!«

Steffi seufzte tief. Bei ihrer künstlerischen Vita handelte es sich um Ausstellungen im Foyer der Volkshochschule. Und die Resonanz war sehr positiv gewesen! Steffis Mutter war begeistert gewesen, ihre Oma und ein paar Schulfreundinnen auch. Und im Lokalteil des kostenlosen Anzeigenblättchens war sie sehr lobend erwähnt worden.

Steffi gab ein hilfloses Wimmern von sich und ließ den Kopf aufs Lenkrad fallen. Was hatte sie bloß geritten, sich in einer richtigen Künstler-WG vorzustellen! Die würden doch spätestens nach drei Minuten merken, dass sie eine pinselnde Bastelmutti mit zu viel Tagesfreizeit war!

Ihr Handy riss sie aus ihren Gedanken. Liebeserklärung oder Beschimpfung? Die Versuchung, nachzusehen und sich mit Peter auf den nächsten Streit einzulassen, war fast übermächtig. Das gewohnte Terrain erschien ihr so viel sicherer als ein Vorstellungsgespräch in einer WG. Plötzlich griff Steffi ihr Handy und fummelte hektisch die SIM-Karte heraus. Einen Moment zögerte sie noch, dann stieß sie die Tür auf und warf die glitzernde kleine Karte im hohen Bogen in den tiefen, ostfriesischen Graben neben der Straße.

Mit einem befriedigten Grunzen schlug sie die Tür wieder zu, dann bog sie in die kahle, ehrwürdige Allee ein. Während das Auto durch die Schlaglöcher rumpelte, kam der mächtige alte Gulfhof unaufhaltsam näher. Steffi beschrieb einen kleinen Bogen auf dem Hof und parkte neben zwei unter Schneehauben schlummernden Autos. Offenbar war keins dieser Autos gebraucht worden, seit der Norden in der letzten Nacht eingeschneit war, aber auf dem Hof waren Fußspuren, ein Weg war freigeschaufelt und die große Treppe vor der imposanten alten Eingangstür war gestreut.

Bevor der Mut sie verlassen konnte, sprang Steffi aus dem Wagen, griff ihre Tasche und lief los. Sie hastete in ihrer dünnen Jacke über den Hof, drückte auf die Messingklingel und wartete. Nichts passierte. Steffi trat einen Schritt zurück und sah unschlüssig an der roten Fassade hoch. Gerade, als sie noch einmal klingeln wollte, wurde die schwere Haustür aufgerissen.

Steffi schluckte, dann blinzelte sie verwirrt. Vor ihr stand ein riesiger Elvis in vollem Ornat, mit Schlaghose und goldener Gürtelschnalle. »Sie wünschen?«

»Äh …«, Steffi suchte stotternd nach Worten, dann platze sie heraus: »Ich habe schon im Foyer der Volkshochschule ausgestellt und jetzt möchte ich einen Online-Shop eröffnen!«

Der Elvis sah noch verwirrter aus, als sie sich fühlte. Nach einer viel zu langen, nachdenklichen Sekunde stellte er fest: »Wir kaufen nichts.«

Steffi lachte verkrampft. »Oh, nein, ich will nichts verkaufen, ich will mich für das Zimmer bewerben! Bin ich denn hier richtig?«

»Ach so!« Der Elvis schlug sich vor die Stirn, dann lachte er dröhnend und trat zur Seite. »Du bist bestimmt die Malerin! Ich dachte, da kommt jetzt so eine Frida Kahlo, mit einer swatten Monobraue!«

Steffi räusperte sich. »Mit einer was?«

»Immer rein! Ich bin Keno! Geboren in Aurich! In Aurich is’ traurich, aber in Leer noch mehr!«, strahlte der Elvis und deutete einladend in den Flur. »Hier zieht’s, aber in der Küche ist es schön warm. Der Master bereitete gerade den Tee zu!«

Steffi trat vorsichtig in den kleinen Vorraum und sah sich schüchtern um. »Ist Eugen denn gar nicht da? Wir hatten einen Termin.«

Keno nickte verstehend. »Ah, einen Termin! Deswegen hat der Master sich gerade noch ein frisches Hemd angezogen! Dabei war das gar nicht nötig!«

Steffi war sich nicht sicher, ob Keno sich über sie lustig machte. Aber falls die Geschichte stimmte, war sie vielleicht nicht die Einzige, die nervös war und einen guten Eindruck machen wollte. Das klang ja irgendwie beruhigend. Oder dieser Eugen war so ein überkorrekter Vermieter, der alles ganz genau nahm. Aber hätte er dann einen zu groß geratenen Elvis als Türsteher?

Steffi folgte Keno ins Haus. Sie hörte ein heiseres Frauenlachen und das Brodeln eines Wasserkochers, dann betrat sie hinter Keno eine urgemütliche riesige Bauernküche. Eine Frau jauchzte selig und kam um den großen Holztisch herum, der mitten in der Küche stand. »Du musst Steffi sein! Ich bin Anna!«

Steffi musterte dieses Wunder scheu. Die Frau war so zart und mädchenhaft, dass Steffi im ersten Moment nicht wusste, ob sie vierzehn oder vierundzwanzig war, aber die klugen grünen Augen strahlten eine zeitlose Weisheit aus und die Stimme war die einer heiseren Souldiva. Diese Anna war ein wandelnder Gegensatz, auf jeden Fall war sie so schön, dass jede normalsterbliche Frau nur ihr Make-up verbrennen konnte. Alles andere hatte neben diese Naturschönheit sowieso keinen Sinn.

Steffi ließ zu, dass Anna ihr stürmisch die Hand schüttelte, dann spürte sie, wie diese Frau den eisernen Ring, den Steffi in jahrelanger Arbeit um ihr Herz geschmiedet hatte, einfach sprengte. Peter hätte vor dieser Beute endlose Balztänze aufgeführt, aber Peter war nicht hier. Anna war keine Bedrohung. Und Anna flüsterte ihr grinsend zu: »Ich bin so froh, dass du da bist! Ich brauch ganz dringend Verstärkung!«

Steffi lächelte unsicher, dann kam ein schmächtiger junger Mann auf sie zu, dessen rotblondes Haar schon schütter wurde. »Wie schön, dass du da bist. Pünktlich zum Tee! Ich bin Eugen!«

Eugen schüttelte ihr so förmlich die Hand, dass sie fast einen Knicks gemacht hätte wie als kleines Mädchen, aber Keno polterte dazwischen. »Jetzt lasst unsere Malerin doch erst mal an den Tisch!«

Steffi sank auf den Stuhl, den Eugen ihr galant anbot und merkte, dass sie vor Freude ganz rote Wangen bekam. »Das nennt ihr Tee?«

Für Steffi sah das, was Eugen da aufgebaut hatte, aus wie die erste richtige Mahlzeit seit Tagen. Teller mit liebevoll garnierten Schnittchen, Kuchenplatten, bunt angerichtete Salate und Kekse tummelten sich mit Kuchentellern, Teetassen und Besteck auf dem Tisch. Steffi hauchte: »Oh, mein Gott! Ich wusste, dass Tee in Ostfriesland eine wichtige Sache ist, aber das hatte ich nicht erwartet!«

Eugen warf ihr einen klingelnden Kandisbrocken in die kleine Tasse an ihrem Platz und lächelte stolz. »Bei der Kälte muss man doch etwas Richtiges essen!«

Keno griff zu und stellte fest: »Weil wir bei der Kälte auch den ganzen Tag draußen Torf stechen und mit dem Kutter rausfahren!«

Anna lachte unbeschwert. »Wenn du Krabben fängst, puhl ich die!«

Keno lachte gutmütig. »Eine Krabbe wie du kann Krabben puhlen?«

Anna nickte. »Ja, klar!«

Keno schüttelte seufzend den Kopf. »Gleich erzählst du mir noch, dass du boßeln kannst!«

Anna stopfte sich Kuchen in den Mund und nuschelte: »What the hell is boßeln?«

Eugen schenkte Steffi Tee ein und flüsterte ihr zu: »Die beiden sind wie eine Fernsehshow, man kann ihnen stundenlang zusehen!«

Steffi musste lachen. Sie fühlte sich gar nicht mehr wie bei einem Bewerbungsgespräch, dafür waren diese Verrückten viel zu zwanglos, obwohl sie so verschieden waren. Anna schlug Keno gerade auf die Hand und zischte streng: »Du musst warten, bis alle Tee haben, bevor du zulangst!«

Keno griff sich direkt das nächste Schnittchen und maulte: »Ich probier doch nur!«

Eugen hatte allen eingeschenkt, stellte die Kanne auf das Stövchen und setzte sich bedächtig. »Lasst es euch schmecken, Kinder!«

Anna und Keno grinsten Steffi verstohlen an, dann bedienten sie sich offiziell an den Leckereien. Keno probierte den noch viel zu heißen Tee und stellte die Tasse mit einem lauten Klirren wieder ab. »Jetzt erzähl mal, Steffi! Was bringt eine so niedliche kleine Frau wie dich dazu, zu so verzweifelten Gestalten wie uns ins Haus zu ziehen?«

Steffi zuckte für einen Moment beleidigt zusammen, aber dieses »niedlich und klein« hatte kein bisschen abwertend oder überheblich geklungen. Wahrscheinlich war aus Kenos Sicht tatsächlich einfach jede Frau niedlich und klein. Und wenn Steffi ganz ehrlich zu sich selbst war, fühlte sich diese Anrede für sie sogar liebevoll an. Sie wurde mutiger und stellte die Gegenfrage. »Wieso seid ihr verzweifelte Gestalten?«

Eugen flüsterte ihr verschwörerisch zu: »Sie sind Künstler!«

Steffi musste lachen. »Und das reicht, um verzweifelt zu sein?«

Keno rollte dramatisch mit den Augen, Anna nickte heftig. »Auf jeden Fall!«

Keno schaufelte sich Kuchen auf den Teller. »Immer dieses Nagen am Hungertuch!«

Anna bestätigte: »Und später keinen Cent Rente!«

Jetzt war es Keno, der heftig nickte. »Und dann der ganze Undank! Ich bin Rockstar geworden, um Mädels abzuschleppen, aber meine Fans kommen ohne Rollator gar nicht mehr hinter die Bühne!«

Anna prustete. »Vielleicht hast du einfach die falsche Zielgruppe!«

Keno seufzte dramatisch. »Für Bruno Mars hab ich die falsche Figur!«

Anna flüsterte: »Und die falsche Farbe! Oder ist das rassistisch? Darf man das gar nicht sagen?«

Steffi kicherte mit gesenktem Kopf in ihre Teetasse. Sie fühlte sich plötzlich so wohl wie seit Jahren nicht. Sie wollte hier nie wieder weg. Aber sie wollte plötzlich keinen guten Eindruck mehr machen, sie wollte ehrlich sein und es richtig machen. Sie wartete eine Gesprächspause ab, dann holte sie tapfer tief Luft. »Wenn ich das ganz offen sagen darf: Ich würde wahnsinnig gern bei euch einziehen, aber ich hab nicht viel Geld. Gibt es hier in der Gegend Nebenjobs?«

Eugen winkte ab. »Papperlapapp! Nebenjobs! In der Saison kriegst du hier an jeder Ecke was, aber das brauchst du doch gar nicht!«

Steffi grinste zerknirscht. »Um ganz ehrlich zu sein, ich hab noch nicht viele Bilder verkauft. Und meine Ersparnisse sind auch nicht besonders.«

Eugen strahlte sie stolz an. »Du brauchst hier nicht viel! Die Speisekammer ist immer gut gefüllt! Und mit der Miete können wir bestimmt was machen! John will unbedingt den doppelten Preis zahlen, dabei zieht er noch nicht mal ins Haus! Er stellt doch nur zwei Bauwagen in den Garten und versorgt sich sogar selbst mit Strom!«

Steffi sah sich verwirrt um. »Wer ist John?«

Keno hob naseweis den Zeigefinger. »Ein berühmter Pinselfuzzi mit ostfriesischen Wurzeln!«

Eugen verbesserte: »Halbostfriesisch! Die andere Hälfte ist irisch. Und wenn John mehr zahlt, können wir uns bestimmt eine junge Malerin leisten, die weniger zahlt, oder?«

Obwohl es sein Haus war, sah Eugen Anna und Keno fragend an. Anna nickte auf ihre typische, heftige Art. »Ja, können wir! Jeder freie Kreative braucht ein bisschen Starthilfe! Wenn ich nicht am Hedlund-Fond genuckelt hätte, wäre aus mir auch nie was geworden! Ich leg hier auch gerne noch ein bisschen drauf, mein Leben in Berlin war sowieso viel teurer als das Leben hier!«

Steffi wurde rot. »Das kann ich doch gar nicht annehmen!«, aber Keno überging sie einfach. »Was zur Hölle ist der Hedlund-Fond? Kann man an diesen irren Trommlern Aktienanteile erwerben?«

Anna schlug Keno auf den Arm. »Du Blödmann! Der Hedlund-Fond ist die private Familienkasse der Hedlunds! Wer was hat, zahlt was ein und wer was braucht, bekommt was!«

Keno zerwühlte sich stöhnend die Tolle. »Ich wurde in der falschen Familie geboren! Aber wieso darfst du diesen Fond anzapfen? Wenn du eine von denen wärst, wärst du eine drei Meter große Walküre und hättest Zöpfe wie Schiffstaue!«

Anna lächelte charmant. »Weil ich den Ehrentitel ›1. Schwiegertochter‹ trage!«

Keno prustete los. »Ach, nee! Und wie alt warst du, als du geheiratet hast?«

Vollkommen ernst sagte Anna: »Sechs!«

Keno machte große Augen. »Und wann hast du dich scheiden lassen? Mit zwölf?«

Anna grinste stolz. »Gar nicht!«

Steffi rutschte gespannt auf ihrem Platz hin und her. »Und was machst du? Bist du auch Musikerin?«

Anna schüttelte wild den Kopf. »Bist du irre? Dann müsste ich ja vor fremden Leuten singen!«

Eugen erklärte stolz: »Anna schreibt historische Romane!«

Anna wurde tatsächlich rot. »Na ja, eher so erotische Schnulzen mit Muskelprotzen in historischen Kostümen.«

Steffi fühlte sich ganz warm und kribbelig. Kein Malkurs dieser Welt hatte ihr jemals das Gefühl vermittelt, bei Künstlern dazuzugehören. Und diese Leute taten es einfach. »Und wie heißt du? Vielleicht hab ich ja schon mal was von dir gelesen!«

Anna rollte mit den Augen. »Ich hoffe nicht, dann müsste ich mit einer Tüte über dem Kopf rumlaufen! Aber mein Pseudonym ist Viktoria Nisch.«

Keno prustete. »Wie viktorianisch!«

Anna seufzte selig und legte Keno einen Keks auf den Teller. »Es gibt nicht viele, die dieses bescheuerte Wortspiel bemerken!«

Steffi lachte vollkommen unbeschwert, dann platzte sie heraus: »Wann könnte ich denn einziehen?«

Eugen schenkte Tee nach. »Das Zimmer ist frei, es ist gerade nur nicht geheizt! Und natürlich solltest du es dir zuerst einmal ansehen, vielleicht gefällt es dir ja gar nicht.«

»Darf ich es ihr zeigen?« Anna sprang so stürmisch auf, dass Keno nach ihrem Stuhl griff, bevor er umfiel.

Eugen lächelte gerührt. Bevor Steffi richtig begriffen hatte, was passiert war, hatte Anna sie am Handgelenk gepackt und aus der Küche gezogen. Sie stürmten in Annas Tempo durch einen langen Flur, bogen um eine Ecke, dann um die nächste und von da durch eine Tür, die auf den nächsten Flur führte. Anna verkündete stolz: »Willkommen im Frauenknast! Das da ist mein Zimmer und hier«, sie öffnete die nächste Tür, »wäre dein Reich!«

Steffi betrat zögerlich das Zimmer. Trotz der einsetzenden Dämmerung wirkte der Raum hell und freundlich. Die Möbel waren aus verschiedenen Jahrzehnten zusammengewürfelt, aber alle in einem matten Kreidelack weiß gestrichen. Beherrscht wurde der große Raum von einem riesigen Doppelbett und einer Fensterfront mit Blick auf den verschneiten Garten. Anna tippte mit dem Finger in die Luft. »Da ist deine Küche, da ist dein Bad und da ist deine Terrasse! Alles genau wie bei mir, nur seitenverkehrt!«

Steffi drehte sich einmal um sich selbst, dann ließ sie sich aufs Bett fallen und schlug die Hände vors Gesicht. »Ich glaub, ich bin im Himmel!«

Und was ist deine Meinung?