BS 2, Kapitel 2: Ein Ire in New York

Polyamorie Roman
Dietmar fickt den Kapitalismus

Sookie says: Ich weiß nicht warum, aber ich liebe dieses Kapitel. Der Gedanke, wie unser Smalltalk-Legastheniker John da allein durch NY taumelt und versucht, Kontakte zu pflegen, bricht mir das Herz. 😀

John schob das Fenster hoch, um frische Luft hereinzulassen und beobachtete, wie ein Obdachloser einen Einkaufswagen durch die enge Gasse schob und die Mülltonnen durchsuchte. Der Straßenlärm und das ewige Jaulen der New Yorker Polizeisirenen klangen hier etwas gedämpfter, gingen ihm aber immer noch unfassbar auf die Nerven.

Dietmar tauchte neben ihm mit einem Flachmann auf und hielt die halb volle Flasche einladend hoch, aber John winkte ab. »Lass mal.«

Dietmar legte ihm traulich den Arm um die Schultern und grinste ihn selbstgefällig an. »Der kleine Johnny Handsome! Ist ja ein Ding, dass du dich mal wieder an deine alten Freunde erinnerst!«

John trat einen halben Schritt zur Seite und sah Dietmar viel abfälliger an, als geplant, aber er hatte den Geruch von Menschen, die mehr Alkohol als Blut in den Adern haben, noch nie gut ertragen. »Keine Spitznamen, keine Berührungen, und wir kommen klar, okay?«

Dietmar zog den Arm zurück und hob dann übertrieben entschuldigend die Hand. »Uhuhuhu, ich hatte ganz vergessen, wie empfindsam unsere kleine Diva immer war!«

John wandte den Kopf ab. Er hätte gern tief durchgeatmet, aber nicht, solange Dietmar neben ihm stand. Er hatte Dietmar nie ausstehen können, schon auf der Akademie nicht. Dietmar war einer von diesen Typen, die sich »Künstler« nannten, um zu saufen und sich interessant zu machen, aber keinen Kreis aus der freien Hand zeichnen konnten.

Aber Dietmar war Johns letzte Hoffnung, Sonja zu finden. Dietmar und Sonja hatten sich immer wunderbar verstanden, wahrscheinlich, weil sie die Leidenschaft teilten, nichts zu leisten, aber dafür Lorbeeren zu erwarten. Wenn John eins nicht ausstehen konnte, dann waren das Maulhelden und Schaumschläger, aber er musste da jetzt durch. »Darf ich mich ein bisschen umsehen?«

Dietmar breitete einladend die Arme aus. »Nur zu! Aber nicht meine Ideen klauen! Man hört ja, unser Wunderkind wäre ziemlich ausgebrannt!«

John scannte aus dem Augenwinkel Dietmars höhnisches Grinsen und fragte mit mildem Desinteresse: »Welches Wunderkind?«

Dietmar trank noch einen Schluck aus dem Flachmann. Für einen Moment fragte John sich, wieso Dietmar nicht auch in seinem Atelier die Flasche in eine braune Papiertüte steckte, für das klischeehafte New York Feeling. Hey, Leute, ich hab’s in den Staaten geschafft, ich bin am Kunstmarkt ganz oben und saufe aus einer Tüte wie die Statisten in einem Rocky-Film! Dietmar gab ein rotzendes Geräusch von sich, wischte sich über sein mickriges Künstlerbärtchen und lachte versonnen. »Ja, welches Wunderkind. Stimmt, du hast auch schon mal besser ausgesehen. Läuft wohl nicht mehr so gut mit den Weibern, jetzt, wo der zarte Schmelz dahin ist, was?«

John streifte Dietmar wieder mit einem kurzen Blick. Der Speckring um die Hüften war zumindest authentisch amerikanisch, die schlaff herunter hängenden Wangen und den zu einer Kinderportion Spagetti ausgedünnten Pferdeschwanz sah man aber auch bei selbsternannten »interessanten Typen« in jeder deutschen Kleinstadt. Dietmar war einfach so furchtbar deutsch.

John verkniff sich ein Grinsen und gönnte sich kurz den Luxus, nonverbal zu kommunizieren. Er wischte sich unter dem Vorwand, die Bilder anfassen zu wollen, die Hände an seinem flachen Bauch ab und fuhr sich dann lässig durch die dichten, schwarzbraun schimmernden Haare. Der frisch ausrasierte Nacken fühlte sich immer noch ungewohnt an, aber wenn er schon in Brooklyn rumhängen musste, hatte er sich auch gleich beim Hinterhof-Friseur seines Vertrauens den jährlichen Undercut abgeholt.

John unterdrückte ein Seufzen, dann zog er die Atelier-Show ab, die nun einmal von Kollege zu Kollege von ihm erwartet wurde. Er suchte sich eines der zu Recht erfolglosen Bilder aus, stellte es auf die Staffelei und trat dann zurück, um sich nachdenklich nickend das Kinn zu reiben. Das taten die Geldsäcke, die zu seinen eigenen Vernissagen strömten, auch immer, wenn sie sich den Anschein geben wollten, als wären sie an der Kunst interessiert, nicht an der Geldanlage, solange ein echter O’Molloy noch halbwegs bezahlbar war, aber weiter im Preis stieg.

John hätte fast gegrinst, als er sich fragte, was Anna wohl zu Dietmars Bild gesagt hätte. Wahrscheinlich sollte die zerhackte Schweinehälfte mit dem riesigen Geschlechtsorgan ein weiblicher Akt sein. John riss sich zusammen und schwafelte vollkommen sinnfrei drauflos. »Also, hier fasziniert mich wirklich die informelle Verneinung des Ideals, auch, wie du mit der strengen Stilisierung und der verhaltenen Farbgebung den Kontrast zu der überzüchteten Eleganz der Bildbühne setzt, das ist wirklich innovativ. In Europa tut sich im Moment längst nicht so viel.«

Dietmar trat neben ihn und sah die für Johns Empfinden vollkommen ruinierte Leinwand mit ganz neuen Augen. John sah Dietmars fiebrig glasigen Blick und stöhnte innerlich. Er hatte es übertrieben, Dietmar wollte jetzt über sein Bild reden. Dietmar kniff die Augen zusammen und flüsterte dann verschwörerisch: »Weißt du, was ich mir dabei gedacht habe?«

John zog fragend die Augenbrauen hoch und Dietmar vertraute ihm unter Malern an: »Ich wollte den Kapitalismus mal so richtig ficken!«

John nickte ernst und sah wieder auf die grobschlächtige Schmiererei. »Das ist dir auf jeden Fall gelungen!« Um vom Thema abzulenken, fügte er noch hinzu: »Wo stellst du dieses Jahr aus?«

Dietmar wanzte sich wieder an ihn heran und legte ihm den Arm um die Schulter. »Weißt du, im Moment ist das ein bisschen schwierig, ich würde gerne die Agentur wechseln.«

John wandte den Blick ab. Wieso fragte er auch so blöd? Dietmar hatte gar keine Agentur, die er wechseln könnte. Jeder Agent, der Dietmar unter Vertrag nehmen würde, wäre ein finanzieller Selbstmörder. Ein Galerist, der versuchen würde, dieses Geschmiere zu verkaufen, würde mit Sicherheit den Kapitalismus ficken, aber seinen eigenen. Um sich eine Ausrede für die kommende Frage auszudenken, beugte John sich näher über das Bild. Ja, die »verhaltene Farbgebung« kam definitiv daher, dass Dietmar mit minderwertigsten Farben aus dem Bastelladen arbeitete. Hochwertige Pigmente mit Leuchtkraft konnte man in den auch noch völlig dilettantisch gemischten Farben vergebens suchen.

John richtete sich wieder auf und nickte, diesmal aber, weil ihm einfiel, dass er schon an der Akademie für Dietmar die Farbverläufe verblendet hatte, wenn keiner guckte. Eigentlich hatte er es nicht für Dietmar getan, sondern weil er süchtig danach war, mit Pinseln auf Leinwand zu arbeiten und ihm egal war, wessen Leinwand das war, solange er nur dieses unglaublich gute Gefühl in der Hand hatte. Ihm war auch immer egal gewesen, dass Dietmar selbstgefällig grinsend das Lob für seine Arbeit einheimste.

Dietmar war jetzt so weit. Ganz beiläufig fragte er: »Du bist doch mit deinem Agenten ganz zufrieden, oder? Könntest du mir da nicht mal einen Kontakt machen?«

John rieb sich wieder betont nachdenklich das Kinn. »Ich kann es natürlich versuchen, aber du weißt, wie Agenten sind. Keinen Sinn für innovative Talente. Die setzen immer lieber auf die sichere Bank.«

Dietmar grunzte trübsinnig. »Ja, wenn man so kommerziell malt wie du, hat man da natürlich keine Probleme.«

John klopfte Dietmar anerkennend die Schulter und konnte den Impuls, sich danach die Hand an der Hose abzuwischen, nicht unterdrücken. »Ja, du verstehst, wie der Hase läuft. Typen wie ich bedienen nur den Markt, aber echte Künstler haben es schwer!«

Dietmar bekam tiefe Falten um den Mund und ließ aus unbekannten Gründen seine Lippen verschwinden. John stutzte für einen Moment, dann fiel ihm ein, an wen Dietmar ihn erinnerte. Gollum, mein Schatz! Gollum seufzte jetzt frustriert. »Ja, Typen wie dir wird immer alles in den Arsch geblasen.«

John setzte ein trübsinniges Gesicht auf und nickte schuldbewusst. Deswegen hingen seine Arbeiten auch im Museum of Modern Art, Dietmars auf dem Gästeklo von dessen Mutter. John seufzte abgrundtief. »Didi, du glaubst gar nicht, wie mir das manchmal fehlt, als wir noch unverheizte Talente waren und die Kunst revolutionieren wollten. Du bist dir treu geblieben, aber ich hab mich vom Hype um meinen Namen auffressen lassen, ich bin eine leere Kunsthure. Ich hab meine Pinsel und meine Seele verkauft und wofür? Die letzte Ausstellung hat mir gerade mal 300.000 netto eingebracht und das bei dem Dollarkurs! Aber dir muss ich das nicht erzählen.«

John hatte keine Ahnung vom Dollarkurs und es ging ihm auch am Arsch vorbei, solange seine Bankfuzzis ihn in Ruhe ließen und sich still darum kümmerten, neue Konten zu eröffnen, wenn die alten voll waren. Aber das Jammern auf für Dietmar demütigend hohem Niveau machte irgendwie Spaß. Das war die Rache für Dietmars Grabbelfinger an seiner Schulter. Fast hätte er gelacht, als er sich fragte, was Anna wohl dazu gesagt hätte, wenn er so auf den Putz haute. »Geht dir gerade einer ab, O’Molloy, oder was?«

Aber dann war der Gedanke an ihre freche Klappe einfach zu schmerzhaft. Denn hinter der frechen Klappe verbarg sich so eine sensible, verletzbare Frau, wie er noch keine getroffen hatte, und er hatte sich im Streit von ihr verabschiedet, als er Ostfriesland verlassen hatte. Er war sich noch nicht einmal mehr sicher, ob er sich überhaupt verabschiedet hatte, oder ob es ein Streit gewesen war. Er wusste nur, dass es weh tat, an sie zu denken und er dachte ständig an sie. Aber er wollte nicht an sie denken, am besten nie wieder. Sie war mit Sven zusammen und Punkt. Heute war einer dieser Tage, wo er fest entschlossen war, sie zu vergessen.

Dietmar machte auf sich aufmerksam, indem er laut rülpste, oder er röhrte eher wie ein liebeskranker Elch. John seufzte ergeben, dann kam er so beiläufig wie möglich zur Sache. »Sag mal, Didi, hast du mal was von Sonja gehört?«

Dietmar rülpste wieder und grinste gleichzeitig, eine üble Mischung. »Ach, nee! Sag bloß, dem schönen Johnny ist die Frau weggelaufen?«

John nickte trübsinnig. »Kennst das ja. Weiber.«

Dietmar grunzte fast mitfühlend. »Alles Schlampen. Hör bloß auf.«

John schnalzte abfällig mit der Zunge. »Tja. Sie müsste mir mal ein paar Papiere unterschreiben.« Scheidungspapiere um genau zu sein, aber das musste er Dietmar nicht auf die Nase binden. Und irgendwie hatte er auch das Gefühl, dass er seine Ehe persönlich beenden sollte, mit einem Gespräch, mit Anstand. Mit Händeschütteln und einem »Alles Gute für den Rest deines Lebens!«. Schluss machen im Gruppenchat war nicht das, was seine Mama ihm beigebracht hatte.

Dietmar war einem ganz anderen Gedankengang gefolgt. »Scharfes Gerät, deine Alte. Ich hab mich immer gefragt, wie ein Jüngelchen wie du an so ein Rasseweib gekommen ist.«

John konzentrierte sich darauf, ein extrem betrübtes Gesicht zu machen. »Weißt du, ich komm nicht klar darauf, dass Sonja weg ist. Sie war meine Muse. Wäre schön, wenn sie sich bei mir melden würde.« Die kleine Notlüge erhöhte seine Chancen.

Dietmar nuckelte noch ein bisschen an seiner Flasche und versuchte, nicht allzu schadenfroh auszusehen, immerhin war er scharf auf Johns Kontakte. »Ich kann mich ja mal umhören.«

John nickte traurig und wandte sich ab, um vor dem nächsten Rülpser in Deckung zu gehen. »Ich wäre dir wirklich dankbar.«

Dietmar interpretierte den ihm zugekehrten Rücken eher in seinem Sinne, in dem der Schadenfreude. Er versuchte, sich einen mitfühlenden Anstrich zu geben. »Alter, du musst ja nicht gleich heulen! Andere Söhne haben auch schöne Mütter oder wie das heißt!«

John legte den Kopf in den Nacken, schniefte demonstrativ und versuchte, nicht zu lachen.

Während Dietmar glaubte, John sein bisschen Restwürde zu lassen und diskret weiter an seiner Flasche nuckelte, fummelte John eine seiner privaten Visitenkarten aus der Tasche. »Ich lass dir mal meine Karte da. Falls Sonja sich mal bei dir meldet, kannst du ihr ja sagen, dass ich sie suche. Und hier, das ist meine private Handynummer, die haben nur ein ganz paar Leute, geh nicht hausieren mit dem Ding, sonst brauche ich schon wieder eine neue. Und das da ist meine neue Privatadresse in Deutschland, die geht keinen was an, klar?«

Dietmar hörte ihm gar nicht zu und sinnierte. »Die Alte war so scharf, die ist doch bestimmt längst in Hollywood. Ich glaub, die siehst du eher auf der Kinoleinwand wieder als in echt.«

John ließ den Blick über die Decke wandern. »Nicht mit dem Akzent.« Die einzige winzige Sprechrolle, die der Agent, dem John das Geld in den Arsch geblasen hatte, um Sonja wenigstens irgendwo unterzubringen, auftreiben konnte, war die einer Lagerkommandantin in einem KZ-Film gewesen. Da wurden Frauen mit hartem, deutschem Akzent gesucht. Aus irgendwelchen Gründen wollte Sonja die Rolle aber nicht annehmen. Sie wollte lieber Liebeskomödien mit Leonardo diCaprio drehen oder mit Brad Pitt. Dummerweise hatten die noch nie von ihr gehört.

Dietmar grunzte jetzt: »Den Akzent hört man doch gar nicht!«

John sah ihn nachdenklich an. Dietmar schlug sich selbst in New York mit abgehackten Dreiwortsätzen mit germanischer Grammatik durch, kein Wunder, dass er Sonjas Akzent nicht hörte. Und Dank der Sprechausbildung, die John bezahlt hatte, hatte Sonja ja auch die Angewohnheit überwunden, das »Th« im Englischen auszusprechen wie ein Hamburger das »St« in Sss-turmflut. Dafür hatte sie jeden einzelnen Konsonanten dann doppelt hart ausgesprochen. Das klang in ihren Ohren nach näselndem, kultiviertem Ostküstenakzent. Besonders dann, wenn sie John mal wieder pikiert darauf hinwies, dass er sprach wie ein Arbeiter aus Dublin.

Alle seine Versuche, Sonja zu erklären, dass sein Akzent Teil der Corporate Identity der Marke John O’Molloy auf dem amerikanischen Markt war, scheiterten daran, dass Sonja sich ganz furchtbar dafür schämte, einen Mann geheiratet zu haben, der kein altes Geld hatte, sondern bei einer alleinerziehenden Mutter in einer Zwei-Zimmer-Wohnung aufgewachsen war.

Sonja verstand auch nie, wieso es John so diebischen Spaß machte, mit dem Klischee zu spielen. Wenn irgendein Harvardmann III. mit »altem« Geld zögerte, ob er seine Kohle in einen O’Molloy anlegen sollte, nannte John ihn einfach kurzerhand »M’lord« und verkaufte das Bild per Handschlag wie einen Gaul auf einem ostfriesischen Pferdemarkt. Das war zwar strenggenommen gemogelt, aber wenn ein amerikanischer Geldsack bei John »das alte Europa« kaufen wollte, dann bekam er das alte Europa, wer achtete da schon auf Feinheiten.

Sonja waren die Pferdehändler-Allüren ihres Mannes immer hochgradig peinlich gewesen. Sonjas Eltern betrieben eine Fischbude auf den Hamburger Wochenmärkten, also wäre ein Adelstitel schon schön gewesen, um den Fischgeruch endlich loszuwerden. John fragte sich, wie Anna Sonjas Wunschträume als Buchtitel verbraten hätte. »Die heiße Gier der Lady O’Molloy«?

Dietmar riss ihn aus seinen Gedanken. »Du hast natürlich auch doppelt Schwein, kein Wunder, dass du verkaufst.«

John rieb sich verwirrt die Stirn. »Äh, was?«

Dietmar zuckte deprimiert die Schultern. »New York ist die größte irische Stadt der Welt. Zehn Prozent der New Yorker sind deutscher Abstammung, aber über 11 Prozent sind Iren. Und du sahnst natürlich doppelt ab, klar, dass du die richtigen Leute kennst.«

John merkte, dass er seine steile Falte über der Stirn bekam. Was sollte man zu so viel Schwachsinn sagen? Er nickte also. »Ja, hier leben mehr Iren als in Dublin. Ich kenne die natürlich alle persönlich, du weißt ja, wie wir Iren sind. Wir steppen und fiedeln den ganzen Tag, gießen uns Guinness auf die Glocke und dann prügeln wir uns. Da ergibt sich natürlich der eine oder andere Verkauf.«

Dietmar nickte deprimiert und nuckelte wieder an seinem Flachmann. »Wenn du mal was hörst … also, ich hab noch einiges zu verkaufen.«

John ahmte das deprimierte Nicken nach wie ein Schimpanse, der sich vor dem Spiegel amüsiert, um Forscher in die Irre zu führen, dann tippte er sich an die unsichtbare Mütze des irischen Bengels. »Ja, ich muss dann wieder. War nett, dich zu sehen.«

Bevor Dietmar ihn noch einmal auf seinen Agenten ansprechen konnte, floh John aus dem dreckigen Atelier und nahm die Treppen nach unten. Als er auf die mit Graffiti besprühte Seitengasse trat, steckte er sich mit einem erleichterten Seufzen eine Zigarette an und grinste dann. Er hatte am Kunstmarkt tatsächlich verdammt viel Schwein gehabt. Und Haare hatte er auch noch.

Und was ist deine Meinung?