John – der schüchterne Bad Boy

John – der schüchterne Bad Boy

John O’Molloy, „das Malerchen“. John ist einer dieser auffallend hübschen Kerle, von denen weder Männer noch Frauen die Augen wirklich abwenden können, aber es bedeutet ihm nichts. Er hasst Friseure und zieht seinen Maßanzug nur an, wenn er auf seinen Vernissagen mit Kunstsammlern Champagner schlürfen muss. Gruselig. Er hasst es, über seine Bilder zu reden. Die Leute sollen gefälligst selber gucken und ihn in Ruhe lassen. Er hasst es, wenn Menschen es interessant finden, mit einem Künstler gesehen zu werden. Denn John fühlt sich nicht interessant, er fühlt sich einsam.

John ist ein wurzelloser Streuner und hat seinen Weg am internationalen Kunstmarkt gemacht. Der hochbegabte Träumer ist aufgewachsen zwischen Dublin und Ostfriesland, fühlt sich in mehreren Sprachen zu Hause und auch in mehreren Betten. Seine Schüchternheit hat John längst perfektioniert – er ist der geborene passive Aufreißer und weiß genau, wie er Frauen um den Finger wickeln kann.

Aber was nützt das alles? John fühlt sich wie ein Außerirdischer, der seinen Heimatplaneten nicht findet. Er ist ein Gefangener seines skurrilen Humors, seiner absurden Gedankensprünge und des sinnlichen Hungers, der sein Bedürfnis nach Liebe nie stillt. Enttäuscht von der Welt zieht John sich zurück nach Ostfriesland, um in einem ausgebauten Bauwagen zu wohnen und wenigstens das einfache Leben zu suchen. Aber er findet Anna.

John kennt sich selbst nicht mehr wieder. Die gläsernde Wand, die ihn sonst von anderen Menschen trennt, scheint bei Anna einfach nicht da zu sein. Sie versteht ihn intuitiv. Aber sie weckt auch eine wilde Leidenschaft in ihm, die ihm Angst macht. Er will sie auf Händen tragen, unterwerfen, ihre ganze Lust beherrschen und ihre Hingabe wecken. John besteht nur noch aus wilden, pulsierenden Gefühlen. Aber Leidenschaft ist kein guter Berater, wenn Mann sich damit anfreunden muss, dass er die Frau seiner Träume nicht für sich haben kann …

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