Wieso mir von durchtrainierten, nackten Männern auf Buchcovern nur noch schlecht wird

Wieso mir von durchtrainierten, nackten Männern auf Buchcovern nur noch schlecht wird

Body

Heute in der Reihe „Sookie riskiert ein paar auf die Fresse“: Warum reduzieren wir am Buchmarkt eigentlich Männer auf stets verfügbare, willige Fleischklumpen?

Ja, ich bin es wieder, eure Sookie, der Scout für Trends, die keinen interessieren! Und heute regt mich was auf. Aber so richtig. Exemplarisch für den Grund meiner neusten verbalen Explosion habe ich euch wieder ein schönes Foto gebastelt und mache jetzt mit euch einen Test. Also, wir gucken jetzt alle auf das Foto des leicht bekleideten Herren und merken uns dann, was wir dabei gedacht haben.

Denkst du a)

„Boar, hat der einen geilen Body! *sabber* Und guck dir die fette Uhr an, das ist bestimmt eine Rolex, der hat Kohle! Und hat der da eine Krawatte um? Der ist bestimmt voll der Business-Hai, schade, dass der Hubschrauber nicht im Bild ist! Ich wünschte, mich würde so einer mal auspeitschen! Ist das eigentlich ein Buchcover? Wo krieg ich das denn?“

Wenn das Foto diese Assoziationskette bei dir freigesetzt hat, gehe zu Facebook und such dir ein einschlägiges Buch aus. Eine Assoziationskette ist übrigens, wenn man mehrere Gedanken nacheinander denkt.

Denkst du b)

„Hat der arme Kerl das nötig, für solche Bilder zu posieren? Wie viel Zeit verbringt der wohl in der Muckibude, anstatt Wale zu retten, Omas über die Straße zu helfen oder Bücher zu lesen? Und die dicke Klunkeruhr ist wahrscheinlich aus dem 1-Euro-Shop oder vom Laster gefallen, aber Hauptsache, einen auf dicke Hose machen …“

Herzlichen Glückwunsch, du bist auf dem richtigen Weg und könntest an diesem Artikel Spaß haben. Hol dir aber vorher noch einen Schokoriegel. Kohlenhydrate helfen dir, die kommenden Informationen zu verarbeiten!

Denkst du c)

„Wenn ich noch ein Buchcover mit Sixpack sehe, schreie ich! Sind die Sufragetten auf die Straße gegangen, damit wir jetzt den Spieß umdrehen und Männer zu Lustobjekten reduzieren? Wie primitiv kann die Menschheit eigentlich noch werden?“

Mach dir einen schönen Kräutertee, bevor du den Artikel liest und bring dir gleich Taschentücher mit, denn du wirst Tränen lachen und Tränen weinen!

Das ist so bescheuert, dass mir gerade gar keine Zwischenüberschrift einfällt, SO bescheuert ist das!

Also. Heute scrollte ich so über meine Facebook-Startseite und da passierte mir folgendes. Mein Auge blieb hängen an einem dieser ewigen „Ich wünsche euch allen einen wunderschönen guten Morgen, guden Middach, Kaffee mit Kuchen, Feierabend, gute Nacht, ich bin ja nicht so oft auf Facebook, aber ich schicke euch zu jeder Tages- und Nachtzeit Grüße, lasst mir ein Like da“-Posts hängen. Ihr kennt das, diese Leute, bei denen man sich fragt, ob die eigentlich Studenten dafür einstellen, dass sie rund um die Uhr das Profil bespielen. Autorenmarketing halt. Und normalerweise sind auf diesen Posts Bildchen von Cappuchino-Tassen mit draufgepuderten Kakaoherzchen, ganz zauberhaft arrangierte Kalorienbomben oder Glitzerkätzchen, die sich mit regenbogenfarbigen Einhörnern Zuckerwattebällchen zuwerfen. Aber jetzt geht der Trend zum … ich muss weiter ausholen.

Da werden Weiber zu Hyänen

Wie kritisch ich Facebook und dem dort praktizierten Autorenmarketing gegenüberstehe, wisst ihr. Ich investiere lieber Zeit und Energie in diesen Blog als „Marketinginstrument“, um vielleicht die Leser zu erreichen, die denken: „Endlich mal eine Gegenstimme!“. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich mit dem Gefühl, eine Gegenstimme sein zu wollen, nicht allein bin, wie eure vielen klugen Kommentare in diesem Blog immer wieder beweisen. Und gegen eine Sache muss ich jetzt mal richtig wettern!

Liebe Frauen!

Ich habe nun mal Social Media Profile, weil ich darüber auch seltene und total inspirierende Kontakte zu Autorinnen finde, die nicht den Mainstream bedienen (Mädels, ich liebe euch und bin froh, dass ihr da seid!). Aber ich sehe auch die andere Gruppe, die große Gruppe. Und wisst ihr, was da passiert? Da werden zum „Guten Morgen“, zum „Kaffee“ und zum „Gute Nacht!“ vollkommen sexistische, plakative Bildchen von nackten Männern gepostet, die nur noch aus Steroiden, Tattoos, Oberarmen wie LKW-Reifen und akribisch enthaarten Körpern bestehen. Diese Männer wälzen sich entweder mit „sinnlichem“ Gesichtsausdruck jederzeit verfügbar auf Betten oder die Köpfe sind einfach gleich abgeschnitten. Wer interessiert sich schon für das Gesicht! In dem könnte man ja vielleicht Gefühle oder Gedanken lesen, oder er könnte sogar was sagen, wenn er einen Kopf hat!

Und ganz ehrlich? Wenn ich sowas sehe, könnte ich kotzen. Vor gut hundert Jahren sind Frauen im Knast mit Schläuchen im Hals zwangsernährt worden, weil sie als letzten Ausweg in den Hungerstreik getreten sind, um das Wahlrecht zu erkämpfen. Wir haben gegen Diskriminierung, gegen Sexualisierung, gegen das Vorurteil gekämpft, dass Bildung an Frauen verschwendet ist, weil sie ja sowieso nur als Gebärmaschine und kostenlose Haushaltskraft zu gebrauchen sind. Wir wissen, wie beschissen sich das anfühlt, reduziert und sexualisiert zu werden. Und viele von uns haben Kopf und Kragen riskiert, um es für die kommenden Generationen besser zu machen. Auch für Männer!

Wir wollten Respekt und Gleichberechtigung. Und jede Wette: Jede der Autorinnen, die solche Bilder posten und jede der Leserinnen, die sabbernd darunter kommentieren „Oh, was für eine heiße Sahneschnitte, ich wünsch dir auch ganz süße Träumchen!“ („Wichsfantasien“ wäre in dem Zusammenhang wenigstens noch ehrlich!), würde sofort unterschreiben, dass Emanzipation ja „irgendwie“ auch wichtig ist. Sind ja alles selbstbewusste, emanzipierte Frauen, die Gleichberechtigung einfordern.

Frauen, die Männer reduzieren, reduzieren sich selbst

Und auch, wenn die Frauen, die solche Bilder kursieren lassen und solche Sprüche darunter setzen, diesen Artikel wohl nie lesen werden, es muss einfach mal raus: Auch, wenn sie ein bisschen anders aussehen und nicht ganz so viel reden, Männer gehören zur selben Spezies wie wir. Sie haben Gefühle, Gedanken, Ängste, Wünsche, Ziele, Visionen und wünschen sich genau so viel Respekt und Anerkennung wie jeder andere Mensch auch.

Männer und wir sind die Seiten derselben Münze. Glaubt ihr ERNSTHAFT, dass ihr emanzipiert seid, wenn ihr jetzt die armen Kerle auf ach so sexy definierte Bodys, aber leider ohne Kopf, reduziert? Wenn wir Frauen Männer zu ewig verfügbaren, immer willigen Fleischbrocken herabwürdigen? Wir sind alle Menschen, und dadurch, dass wir Männer auf hirnlose Sexmaschinen reduzieren, machen wir ein paar tausend Jahre Unterdrückung nicht ungeschehen, wir reduzieren nur uns selbst.

Ich will euch mal sehen, wenn Facebook nur noch von Bildern mit nackten, weiblichen Körperteilen überschwemmt wird und darunter haufenweise Männer kommentieren: „Geile Wichsvorlage! Die Sahneschnitte würde ich auch sofort knallen!“ Ohne jeden Gedanken daran, ob die „geile Wichsvorlage“ das vielleicht auch möchte. Denkt vielleicht einfach mal darüber nach, bevor ihr euch das nächste mal selbst feiert, weil ihr so „emanzipiert“ seid, Männer als wandelnde Dildos zu betrachten und demonstrativ öffentlich zu sabbern. Ein MANN dürfte sich das mit euch nicht erlauben! Und Gleichberechtigung kann nur für alle gelten, sonst ist sie keine.

Gleichberechtigung ist nicht Gleichmachung

Karl Kraus hat gesagt: „Die Erotik des Mannes ist die Sexualität des Weibes.“ Über Karl Kraus kann man sagen, was man will, er war halt ein zynischer harter Knochen und man kann ihn für frauenfeindlich halten, wenn man noch nicht genug von ihm gelesen hat, um zu merken, dass er menschenfeindlich war, um das noch näher einzugrenzen: Er ertrug keine dummen Menschen. Es gibt Tage, da kann ich das nachvollziehen.

Aber mit obigem Zitat hat Karl, auch wenn ich mich bemühen würde, das differenzierter auszudrücken, Recht. Gleichberechtigung muss heißen, dass wir alle die gleichen Rechte haben. Jeder darf so sein, wie er möchte, solange er keinem anderen schadet. Schwule müssen schwul sein dürfen, asexuelle Menschen müssen glücklich damit sein dürfen, dass sie lieber Briefmarken sammeln oder Blumen pflanzen, als Paarungsritualen nachzujagen, ich bin sogar der Meinung, dass gläubige Menschen ihre Religion ausüben dürfen müssen, solange sie ihre Dogmen für sich behalten, auch wenn ich persönlich da ein echtes Problem mit habe. Aber Gleichberechtigung gilt wie gesagt für alle oder keinen. Und deswegen müssen Männer auch Männer sein dürfen und Frauen Frauen. Und wir sind nun mal verschieden.

Zurück zu Karl, der arme Kerl hängt da die ganze Zeit in der Warteschleife, weil ich hier wieder nicht zu Potte komme. Was Karl da etwas platt sagen wollte: An dem Punkt, wo (viele, nicht alle) Männer denken „Uh, jetzt wird das aber langsam kribbelig!“, denken (viele, nicht alle) Frauen: „Huch, das ist ja Sex!“ Und das ist völlig okay und hat einen ganz einfachen Grund. Frauen nehmen Sex anders wahr als Männer.

Egal, wie emanzipiert wir sind, was für große Trucks wir fahren, wie viel Kohle wir scheffeln oder ob wir Soldatinnen werden und unschuldige Zivilisten umnieten, beim Sex sind wir Frauen – rein biologisch betrachtet, ich rede jetzt vom körperlichen Aspekt! – der passive Part. Wir müssen uns öffnen und jemanden in uns eindringen lassen. Und das ist einfach was anderes, als selber einzudringen, das macht was mit uns.

Jemanden in seinen Körper zu lassen kann man ganz schwer davon trennen, jemanden in seine Seele zu lassen, und das ist ja auch gut so. Aber wenn wir das doch wissen, wenn wir wissen, dass die Männer, mit denen wir schlafen, auch in unseren Seelen Spuren hinterlassen, dann ist es doch gut, sich die Kerle vorher genauer anzusehen. Wenn wir dagegen versuchen, genau so – sorry, liebe Männer, ich meine das jetzt tatsächlich ironisch bis rhetorisch – sexbesessen und notgeil zu werden wie Männer, tun wir uns da selber keinen Gefallen mit.

Meine Damen, wo ist eure Wertschätzung für euch selbst?

Wir alle finden Kerle, die nur auf „Arsch & Titten“ gucken doof. Was muss das für ein primitiver Flachschädel sein! Oder? Da sind wir uns doch einig. Und dann gackern und sabbern wir los, wenn ein nackter Muskelprotz sich auf einem Foto wälzt. Ich gebe zu: Als ich das Foto gesehen habe, war mein erster Gedanke, wenn ich den in meinem Bett gefunden hätte, ich hätte als erste Reaktion so gelacht, dass ich quieke wie ein Meerschweinchen und Schnappatmung kriege.

Denn ganz abgesehen davon, dass ich diesem allzeit willigen und verfügbaren Alphamännchen nicht unterstellen würde, dass er Interesse daran hätte, eine intellektuelle olle Schrulle wie mich zu „beglücken“, wäre das für mich auch gar keine Beglückung! Ey, hallo? Ein Mann muss Grips haben, Witz haben, menschliche Wärme, Intellekt, wenn die Intelligenz aus seinen Augen sprüht, wird der von ganz alleine schön, aber das? Ich bin echt kein Moralapostel, nonono, tobt euch aus und genießt eure Sinnlichkeit in vollen Zügen, aber in Sinnlichkeit steckt die Silbe „Sinn“! Aber wenn ich den „Sinn“ eines Mannes darauf reduziere, dass er dekorativ ist, wenn er nackt auf dem Rücken liegt, dann kann ich auch gleich so konsequent sein zu sagen: „Ich nehm den Neger, der passt besser zur Bettwäsche!“

Und nur so als kleiner Einschub: Klar bedienen Bücher Träume. Aber jede Frau weiß, wie es ist, mit dem Schönheitswahn leben zu müssen. Jetzt überlegt mal, wie ganz normale, liebenswerte, echte Männer sich fühlen, wenn wir sie zuballern mit omnipräsenten Fotos von den Zuchtbullen, von denen wir ja wohl alle angeblich träumen? Was soll das werden: Wie du mir, so ich dir?

Und muss ich als Frau mich so abwerten, dass ich, vorsicht, unverblümt, sofort feucht werde, weil sich der heißeste Quaterback der Schule vor mir räkelt und meint, das reicht, um mich rumzukriegen? Sorry, aber da hab ich einfach andere Präferenzen! Jeder darf natürlich die Präferenzen haben, die er haben will, aber … Oh, Gott! Wisst ihr, was mir gerade auffällt? Gibt es wirklich Frauen die so primitiv, zynisch und gefühllos sind, dass sie sagen: „Scheiß drauf was der Kerl fühlt und denkt, ich nehm den eh ja nur zum Ficken!“?

Wird der Buchmarkt deshalb überschwemmt mit Covern, auf denen groteske Sixpacks ohne Köpfe zu sehen sind? Frauen sind es, die Bücher schreiben über die Gefangene des „fesselnden“ Millardärs, der sie so lange vergewaltigt und ankettet, bis sie ein Stockholm-Syndrom entwickelt und sich eingesteht, dass sie diesen faszinierenden Schuft ja doch liebt. Das wird dann öffentlich als „Happy End“ wahrgenommen. Frauen schreiben Bücher über andere Frauen, die entführt und von Sklavenhändlern zur Sexsklavin abgerichtet werden, damit sie auf dem Sklavenmarkt mehr Geld bringen. Aber solange das vor der wilden Kulisse Tortugas spielt und die Vergewaltiger muskulös und tätowiert sind, ist das ja traumhaft schön! Und solche Bücher entdecke ich nicht etwa, weil ich im Sexshop frage, was die denn Pikantes unterm Ladentisch haben, sondern weil das auf Facebook ganz stolz offen gepostet und bejubelt wird, oder weil ich auf Amazon unter MEINEN Büchern anklicke: „Kunden, die dieses Buch kauften, kauften auch …“

Da wird das gewaltsame Brechen von Opfern romantisch verklärt. Und, sorry, Mädels, diese Bücher werden nicht geschrieben von Triebtätern, die während ihrer Haft den Schriftsteller in sich entdecken. Diese frauen- UND männerverachtende Scheiße wird von Frauen auf den Markt geworfen. Und das haufenweise. Oh, jetzt hab ich wieder was gegen andere Autorinnen gesagt, ich Nestbeschmutzerin. Da spricht wieder der Futterneid aus mir. Ganz ehrlich? Jetzt gerade würde ich wer weiß was drum geben, einfach nur primitiven Futterneid zu haben, anstatt das gesamtgesellschaftliche Problem zu sehen. Das Problem einer Gesellschaft, in der meine Töchter aufwachsen.

Eigentlich wollte ich mit diesem Artikel nur eine lustige und vielleicht etwas bissige Satire darüber schreiben, wie absurd ich es finde, wenn Frauen versuchen, die schlimmeren Männer zu sein und Männer auf das Prädikat „willige Sahneschnitte“ reduzieren. Aber manchmal bleibt selbst mir das Lachen im Hals stecken. Jetzt gerade steckt mein Tunnelblick ziemlich fest und mir wird ein bisschen schlecht. Wenn ihr eine Chance seht, mir zu sagen, dass es noch andere Menschen gibt als schreibende Triebtäterinnen, dann tut das bitte, Männer wie Frauen. Jetzt gerade könnte ich ein bisschen Seelennahrung wirklich brauchen.

Eure Sookie, die wohl mal wieder polarisiert, weil sie gar nicht anders kann

19 thoughts on “Wieso mir von durchtrainierten, nackten Männern auf Buchcovern nur noch schlecht wird

    1. Das ist wirklich eine wichtige Frage, die aber wohl leider leicht zu beantworten ist. Da die meisten dieser Bücher im Selfpublisherbereich erscheinen, liegt die Entscheidung bei den betreffenden Autorinnen. Sex sells, so bitter das auch ist.

  1. Gestern und bis jetzt hatte ich zwei echte Scheißtage. Und dann schmeißt du da diesen grandios ehrlichen Artikel ins Netz!
    Ich stimme dir bei wirklich jedem einzelnen Punkt zu. Ich muss gestehen, ich weiß nicht einmal, wo ich genau anfangen soll.

    „Ich nehm den Neger, der passt besser zur Bettwäsche!“ Das hat mich echt zum Lachen gebracht! Geniale Aussage! Super!
    Dann bin ich darüber gestolpert: „Scheiß drauf was der Kerl fühlt und denkt, ich nehm den eh ja nur zum Ficken!“?
    Und leider kann ich dir da deine Seelennahung nicht geben, denn die ungeschminkte Wahrheit ist: So läuft das heutzutage.
    Ich war hautnah dabei: bei einer Onlinedating-Agentur. Den Namen nenne ich jetzt nicht, auf alle Fälle wirbt er mit niveauvollen Singles … Das sollte eh schon reichen.
    Ich sage dir, achtzig Prozent der Leute (und damit meine ich Frauen wie Männer) suchen da nur einen Fick. Auf den Profilen liest du immer: ich bin witzig, charismatisch, ein toller Schwiegersohn und suche eine Frau, die morgens mit mir Sex hat, dann mit mir ein Museum besucht, Sport macht, in der Sahara auf Entdeckungsreise geht, am Abend natürllich wieder Sex mit mir hat und in den nächsten fünf Jahren mir am besten einen Sohn und eine Tochter schenkt. (das sind Zitate! Das sauge ich mir jetzt nicht aus den Fingern – wortwörtlich so gelesen). Das einmal zu den männlichen Profilen.
    Lustig wurde es jedoch, als ich von einigen Männern angeschrieben worden bin. (da waren Rechtsanwälte, Doktoren ebenso dabei, wie ganz normale Realschulabsolventen). Bei diesen kurzen „Gesprächen“ ist mir aufgefallen, dass diese Macker entweder psychologische Fragen stellen, um wohl ehestmöglich herauszufinden, ob ich leicht zu führen bin und mich wohl unterordne. Oder aber mir in gespielter Freundlichkeit Komplimente zu machen, um mich letztlich ins Bett zu bringen. Dann gab es da noch einen ganz witzigen Part: in meinem Profil habe ich zweimal angegeben, niemals KInder haben zu wollen. Und welche Männer haben mich angeschrieben? Meistens die, die unbedingt Kinder wollen, oder sich nicht sicher sind.

    Jetzt seien wir uns mal ehrlich: wenn Männer nicht einmal mit 40 darüber Bescheid wissen, ob sie nun tatsächlich Kinder wollen oder nicht, dann frage ich mich schon, wie weit die Gesellschaft gekommen ist und wie viel Intellekt das Tier Mensch da noch vorzuweisen hat …

    Jetzt zu den Frauen, damit ich das Ganze verbinden kann.
    Natürlich habe ich mir nicht tausende Profile von Frauen angesehen, jedoch über einige bin ich doch im Forum gestolpert. Und als ich da herausfand, wozu so ein Profil verwendet wird, kam mir das Grausen: (aber eigentlich gilt das, was ich jetzt schreibe wieder für beide Geschlechter). Das Profil wird bloß dazu benutzt, einfach dennoch intelligent, amüssant, fröhlich, sexy und schlagfertig zu wirken. Ungefähr so, wie ein Werbeslogan. Willst du viel … dann fick mich …
    Ebenso wenig habe ich mit Frauen geflirtet, aber die These, die ich im Anschluss aufstellen werde, ist leider durch einige mir bekannte Personen (also Frauen) entstanden:
    Es geht nicht darum, einen Parnter für eine „echte“ Beziehung zu finden. Es geht nicht darum, sein Leben mit einem Partner zu bereichern. Es geht nicht darum, jemand zu finden, der zu einem „passt.“ Es geht nicht darum, Liebe zu empfinden. Es geht bloß darum, sich eine rosarote Brille aufzusetzen, sich einzubilden, dass der Typ da ja mein „Traumprinz“ ist. Egal, wie blöd oder unfreundlich der letztlich zu mir ist.
    Aber um was geht es denn dann?
    Ganz einfach: nicht alleine sein.
    Wenn solche Weiber oder Macker drei Monate single sind, dann ist das ja schon ein Weltuntergang!
    Und man denke mal weiter nach: wie sieht das auch aus, wenn ich vor meinen Freunden stehe und sagen muss: ich habe keinen Partner?
    In Gottes Willen, da wäre ich ja total uncool … Meine Fresse, da setzt meine Pussy ja schon Spinnweben an … Bei allen Raumgeistern, da bin ich ja abnormal …
    *Sarkasmus off*
    Nun, dieses Ergebnis wird noch von einer weiteren erlebten Sache gestüzt: Mein Profil, welches ich nämlich im Onlinedating-Forum habe durchchecken lassen.
    Da habe ich erfahren müssen, dass ehrliche, lange und durchdachte Profile nämlich nichts Wert sind und ich damit niemals einen Mann abekommen werde (Einschätzung der Frauen). Und weil ich belesen bin, jedoch keine Tageszeitung angebe (sorry, ich lese keine Tageszeitungen), bin ich schon ein absolutes No-Go. usw. usw.
    Himmel! Ich habe echt gedacht, ich bin ein Alien oder Behindert oder nicht ganz richtig im Kopf …
    Bloß ein Mann hat mir da richtigen Zuspruch gegeben. Ein Mediator. Sagt ja schon alles. Einer, der zu sich selbst steht.

    Zusammengefasst sieht mein Eindruck folgendermaßen aus:
    Es geht wirklich nur darum, jemand zu finden, der hübsch aussieht, der Dauerfeucht ist und der deinen Haushalt schmeißt (das gilt jetzt für die Macker) oder jemand, der gut aussieht, der den Mund haltet und es dir so richtig besorgt, den du ein Kind andrehen kannst, damit das arme Schwein dann für dich sorgen kann und du nie mehr arbeiten gehen musst und du nicht alleine bist. (das ist jetzt für die Weiber).

    Und jetzt noch zu einer weiteren Kleinigkeit, die mich nach wie vor schockt:
    Es geschah, als ich meinen vierten Roman geschrieben und dafür recherchiert habe. Da bin ich nämlich über einen Artikel gestoßen:
    Männer nehmen Viagra!
    Aber halt … jetzt kommts: mit 30!
    ?!
    Und warum?
    Weil sie Angst haben, im Bett zu versagen, wenn ihre Traumfrau unter oder auf ihnen liegt …
    Ich meine, das sagt doch schon aus, wie weit wir als Gesellschaft gekommen sind, oder?
    Wenn ein Mann einmal keinen hochkriegt, fühlt er sich als Totalversager, oder wird er als solcher hingestellt… Von woher kommt so ein krankes Denken? Natürllich wieder von der Gesellschaft … Und da spielen Filme und Bücher eben auch so eine Rolle …
    Und das bringt mich letztendlich wieder zu diesen elendigen Liebesschnulzen mit Deckhengsten und Weibern mit Doppel-D. Ebenso zur Werbung.
    Die Leute werden systematisch fertiggemacht. Es wird uns hingestellt, wie wir zu sein haben haben, wie wir aussehen sollen, wie wir sprechen sollen, was wir essen und wie wir leben sollen. So in die Richtung: wenn du als Frau blond bist, dann bekommst einen Mann. Wenn du als Mann der italienische Hengst bist (mit mindestens 20cm Penislänge), dann bekommst du eine Frau.

    Ja, was soll ich dazu noch großartig sagen? Ist es da verwunderlich, dass ich Hühneraugen bekomme, wenn ich von „gutbesückten“ Männern lese? Dass mir übel wird, wenn ich von drallen Oberweiten und Wesprntaillen lese?
    Klar, gegen hübsche Körper hat keiner etwas einzuwenden. Aber irgendwann geht dieser Perfektionismus einfach zu weit.
    Ganz ehrlich?
    Für mich ist diese Gesellschaft bloß noch ein verrottetes Stück Fleisch, das ehestens entsorgt gehört. Die paar wenigen gesunden Stellen, die da noch übrig sind, werden vom Rest auch noch verdorben. (sorry wegen dieser Metapher, aber manchmal kann man sich echt nur noch an den Kopf greifen und schreiend über den Dorfplatz rennen).

    Zum Schluss dann doch noch etwas Positives: Unter der Flut an rammelnden Idioten, die ich da auf der Online-Dating-Plattform angetroffen habe, habe ich wenigstens drei ganz normale Männer kennengelernt. Zwar absolut nicht meine Typen, jedoch anständige, vernünftige, ehrliche und treue Männer, die wahrhaftig bloß einen netten Partner suchen, mit dem sie am liebsten ein Leben lang zusammenbleiben wollen. Und jeden einzelnen von denen wünsche ich, dass sie bald füdig werden.

    Und dir wünsche ich ob meiner Worte dennoch einen schönen Tag, sookie.

    1. Liebe Isabella,

      dein Kommentar wirft wieder so viele Aspekte auf, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll! Mein Kerngedanke gerade ist: Durch die Gewichtung der Äußerlichkeiten haben viele Menschen so ihr Zentrum verloren, dass sie nur noch von außen nach innen denken, nicht umgekehrt. Stichwort Singleprofil.
      Wenn Frauen sich schon gegenseitig raten, wie sie ihr „Marketing“ aufbauen müssen (Männer können ja keine langen Profile lesen), dann dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn sie genau diese Männer anziehen. Da geht es nicht mehr um zwischenmenschliche Nähe oder Wärme oder gegenseitiges Interesse füreinander, sonderm um zielgruppenorientierte Positionierung am Singlemarkt, und damit machen Menschen sich selbst zur Ware. Nur machen sie sich vorher nicht klar, wer überhaupt ihre Zielgruppe sein soll.
      Sie bewerten sich selbst an der Zahl der Klicks, die sie bekommen und verlieren dabei völlig aus den Augen, worum es eigentlich geht. Wir berauben uns unserer eigenen Individualität, um uns für die breite Masse kompatibel zu machen und wundern uns dann, wenn selbst unsere intimsten Beziehungen in Austauschbarkeit und Beliebigkeit versinken. Hauptsache, man hat jemanden, wenn man keinen „abkriegt“ ist man nichts wert und Sex ist Leistungssport, wenn du da nicht fit und jederzeit willig verfügbar bist, bist du Ausschussware.
      Dabei ist es doch wie mit dem Schreiben unserer Bücher oder unseren Marketingstrategien auch. Wenn wir authentisch bleiben und uns zeigen, wie wir sind, ziehen wir auch Menschen an, die ähnlich denken und fühlen. Wenn man sich jetzt schon an solchen Oberflächlichkeiten aufhängen muss, eine Tageszeitung anzugeben, um einen Mann zu finden, dem man dann beim Frühstück den gewohnten Sportteil rüber reichen kann, bleib ich aber morgens liegen! 😀
      Dass jetzt schon dreißigjährige Männer sich mit Pillen aufputschen müssen, um ihren „einzigen Wert als Mensch“ nicht zu verlieren, verursacht mir gerade richtige Übelkeit. Wie stellen Frauen, die Männer so bewerten, ihren neuen Partner ihren Freundinnen vor? „Das ist Mister Dauerständer, der kann immer!“?
      Wenn ich ein Mann wäre, da würde mir keine Pille mehr helfen, sondern nur noch eine Trennung!
      Und trotz des verstörenden Themas sind mir die Reaktionen von euch allen hier in unserem kleinen Netzwerk Seelennahrung genug, es tut einfach gut, von Menschen wie euch zu wissen, dass sie da sind.

      Liebe Grüße, Sookie

    2. Die Leute werden systematisch fertiggemacht. Es wird uns hingestellt, wie wir zu sein haben haben, wie wir aussehen sollen, wie wir sprechen sollen, was wir essen und wie wir leben sollen.

      Vor allem: Wie wir denken sollen.
      Wie wir über welche Dinge zu reden haben.

      Da kommt mir dann persönlich immer die Galle hoch. Mit Schaum! Da kotz ich im Strahl, um mal die Formulierung einer Bekannten aufzugreifen. Da rufe ich mit Freuden der Gesellschaft zu: F! Dich. Tief und hart!
      Diese Dinge entscheide immer noch ich und ansonsten fahrt zur Hölle!

      Ich habe festgestellt, daß die Leute, sie sich von meiner…ähmmm…Driektheit manchnal angepißt fühlen, auch exakt diejenigen sind, bei denen es mir nicht eine Milisekunde leid tut. Die ich auch anpissen will, weil genau sie mit meinen Formulierungen gemeint sind. Aber auf die Idee kommen die meistens gar nicht. Nein, da wird Twitter-Empöria losgetreten und auf FB geshitstormt.

      Wie die Besitzerin des Blogs hier das so schön formuliert hat: Rrrraaaaaa!

      1. Wartet, ich mach’s euch eben vor! Also! Falls ihr das heute noch nicht getan habt, zerwühlt ihr euch die Haare, bis ihr ausseht wie die Irre, die in Schauernovellen aus dem neunzehnten Jahrhundert im Ostflügel des Stammsitzes von einer Wärterin aufbewahrt wird. Es kann hilfreich sein, wenn man dazu „Sabotage“ von den Beastie Boys aufdreht, muss aber nicht.
        Dann schlittert ihr auf viel zu großen Norwegersocken übers Laminat ins Zimmer, in so einer ganz leichten Bruce Lee Ästhetik (hier sollte man auf keinen Fall übertreiben). Wenn ihr euch eingependelt habt, hebt ihr langsam und dramatisch die Hände, als würdet ihr einen Fußball umfassen, oder eine Wassermelone, ihr versteht schon, irgendwas rundes, als hättet ihr vor, die Welt zu würgen, und dann kommt das Rrrrrrraaaaa!
        Erst so ganz hinten in der Kehle, voll raubtiermäßig, fangt ihr mit einem tiefen, bedrohlichen Rrrrrrr an, nehmt Fahrt auf und dann lasst ihr das Rrraaaa so richtig mit Schmackes über den Gaumen abrollen. Das zweite und dritte A hebt ihr mit einem leicht hysterischen Tremolo an, dann senkt ihr die Stimme wieder ab. Ernsthaft, keine Hemmungen, ihr habt einen Körper, nutzt eure Resonanzräume! Zugegeben, das hingebungsvolle Ganzkörper-Rrrrrrraaaaa erfordert etwas Übung, aber es kommt der Tag, da spürt ihr, wie euer Rrrrraaaa eine Hand breit unterm Bauchnabel losvibriert und bis zum Zwerchfell raufflimmert, grandioses Gefühl.
        Wenn ihr das geschafft habt, rollt ihr kurz, aber dramatisch mit den Augen und wenn ihr richtig gut drauf seid, legt ihr noch mit einem „IHR NARREN!“ nach und geht dann mit einem diabolischen Lachen ab.
        Unglaublich befreiend. 😀
        Äh, Publikum ist übrigens nicht nötig, die Versingelung der Gesellschaft ist in diesem Fall überhaupt kein Problem, ihr rrrrrraaaaat für euch. Man gönnt sich ja sonst nichts.

  2. Hm, Sookie,

    allmählich glaube ich ja ein bisschen, du bist ein Fake-Account von der NSA, die mich einlullen wollen, damit ich glaube, da gibt es jemanden, die so ganz ähnlich tickt wie ich. Nur, damit ich ein bisschen mehr aus dem Nähkästchen plaudere … Aber nicht mit mir Freunde!

    😉

    Im Ernst, genau solche Gedanken schießen mir bei solchen Bilden durch den Kopf. Schön wäre doch, wenn Männer und Frauen einander respektieren und wertschätzen könnten, ohne Hintergedanken, ohne Abstriche. Gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Beste Sabine,

      you made my day! Fake-Account der NSA, sowas schönes hat mir keiner mehr gesagt, seit mein zehnter Exfreund mich als „Auslöserin komplexer Katastrophen“ bezeichnet hat! 😀

      Fake-Account … ich glaub, das rahme ich mir ein! Um dir ein Lachen zurück zu geben: Eine sehr geschätzte Kollegin von uns spielt jetzt mit dem Gedanken, eine Gegenaktion zu starten und einen „Postet eure Wampen-Tag“ für echte Männer auf Facebook zu veranstalten, unser „Gorilla-Marketing“ zieht also langsam Kreise. Ich bange und zittere, dass sie das durchzieht, dann haben wir aber was zu teilen! 😀

      Liebe Grüße, Sookie

  3. Wenn bodygestylte Männer nicht so die Anmache sind und Lesen sexy macht, wie es im Seitenbereich steht, dann sollten wir uns treffen. Wählen Sie 1-800-EINHORN 😀

    Aber…ernsthaft…

    Ich wünschte, mich würde so einer mal auspeitschen!

    …es gibt Frauen, die exakt so ticken. Ehrlich!
    Das macht die Sache insgesamt nicht besser, aber Sex sells. Und männlicher Sex ebenso.

    Und was ist eigentich mit den scharfen Homos, die bei diesem männlich-digitalisierten Oberkörper ebenfalls sabbern? Ich vermisse diesen Aspekt etwas im Text 😉

    Jetzt aber wirklich ernsthaft…

    Sind die Sufragetten auf die Straße gegangen, damit wir jetzt den Spieß umdrehen und Männer zu Lustobjekten reduzieren? Wie primitiv kann die Menschheit eigentlich noch werden?“

    An meine spärlich behaarte Männerbrust, oh Schreiberin!
    Eine Frau, die meine Gedanken diesbezüglich teilt. Es gibt sie noch, die denkenden Exemplare des Homo Sapiens. Mein Tag ist gerettet.

    Kann mir mal jemand sagen, wann genau sich eigentlich fortschreitende Männerdiskriminierung in Gleichberechtigung verwandelt hat? Ich muß den Moment verpaßt haben. Oder werde einfach langsam richtig alt. Was weiß ich schon?

    Also, kurz gesagt, für die tl;dr-Generation: Geiler Text! Paßt aber nicht in Twitter.

    1. Liebes Einhorn!

      Vorsicht, ich bin gerade durch die Ereignisse des Tages ein bisschen lachlustig, aber ich fühle mich einfach schon mal im Voraus von dir verstanden, wir kriegen das schon hin!
      Erstens hoffe ich für dich, um mich auf vorangehende Kommentare zu beziehen, dass du keine blauen Pillen schluckst, um dein Horn in Form zu halten, wir mögen dich auch so! WIR sind hier nicht so! 😀
      Zweitens habe ich versucht, mir zwei verschiedene Buchcover vorzustellen. Eines mit einem durchtrainierten, tätowierten, akribisch enthaarten Einhorn (sah scheiße aus) und eines mit einem Einhorn, das sich gedankenverloren beim Lesen an den spärlichen Brusthaaren zupft. Das zweite Cover schien mir auf einen interessanteren Inhalt hinzuweisen! 😀
      Zu dem Aspekt, den du vermisst: „Gay-Romance“ wird eins meiner nächsten Themen sein, und dann mache ich wieder mit Anlauf eine Arschbombe in die Nesseln!
      Demnächst auf diesem Bildschirm.

      Liebe Grüße, Sookie

      1. Arschbombe in die Nesseln klingt sowas von rundheraus sympathisch – bin dabei 😀
        Und keine blauen Pillen. Denn dazu ermangelt es dem Einhorn am geeigneten und natürlich paarungswilligen Gegenstück. Sogar schon sehr lange. Schließlich wollen Männer immer nur das eine – weiß ja jeder.

        Das Einhorn läßt übrigens beim Lesen seine eher lange Mähne elegant über die Schulter hängen, statt spärliches Brusthaar zu zupfen. Falls das bei einem dritten Buchcover weiterhelfen kann 😀

        42!
        Einhorn (irrsinnig)

        1. Liebes Einhorn!

          42. Einer von denen bist du also, aber wenn du mich fragst, ist die Antwort auf alles: „Bananen mit Energydrink schmecken scheiße!“ Ich räume allerdings ein, dass mein Eindruck subjektiv getrübt sein kann.
          Oder wolltest du mit der 42 auf etwas anderes hinweisen? Körpergröße? IQ? Die Anzahl deiner Metallica-Alben?
          Äh, off topic: Ich musste gerade kurz unterbrechen. Ich sagte zu meinem Kater: „Öhtrplözlörööö!“ und fragte mich spornstreichs erschrocken, ob ich in Zungen rede. Wenn ja, in welchen? Daraufhin warf mich ein mir selbst unerklärlicher Lachflash quer über den Schreibtisch und ich wüsste jetzt zu gern, was mein Gehirn eigentlich so witzig fand. Ich fühle mich ausgeschlossen. Naja.
          Aber wo wir gerade dabei sind! Vielleicht fehlt dir das Gegenstück, weil es keine weiblichen Einhörner gibt? Ich zumindest habe das Wort „Einhornin“ (oder Hörnin?) noch nie gehört, und ich hab laut einem dämlichen Ankreuztest auf Facebook Goethes Wortschatz. Deswegen hat der jetzt keinen mehr, weil – den hab ich ja jetzt. Aber wenn du nicht weißt, wie Einhörninnen heißen, kannst du sie natürlich auch schlecht googeln, um eine zu finden.
          Ich würde dir empfehlen, dich in einer Online-Bastelgruppe sehen zu lassen. Ich war zwar noch nie da, habe aber gehört, dass Einhörner dort sehr begehrt sind. (Bitte Yogamatte und Glitzer selber mitbringen!)
          Und vielen Dank für den Tipp mit dem Cover. Ich werde die elegant geschwungene lange Mähne natürlich berücksichtigen!

          Liebe Grüße, Sookie

          1. Daraufhin warf mich ein mir selbst unerklärlicher Lachflash quer über den Schreibtisch und ich wüsste jetzt zu gern, was mein Gehirn eigentlich so witzig fand. Ich fühle mich ausgeschlossen.

            Vom eigenen Gehirn?
            Das Einhorn fragt gerade, woraus du deinen Tee so aufbrühst. Oder hab ich das gerade gefragt?

            Goethes Wortschatz habe ich übrigens auch laut dem dämlichen Ankreuztest. Und ich gestehe jetzt endlich und erstmnals öffentlich: Ich hab den Scheiß-Goethe nie gelesen. Es ist mir auch schnurzegal! Dafür hab ich Bachmann gelesen. Oder Arthur C. Clarke. Oder Fried. Oder Asimov. Oder Mumford.
            Nix davon gab’s in der Schule. Fuck U, Goethe!

            Aber ich schweife ab, scheint mir. Mythenmetz wäre stolz auf mich. Was wollte ich eigentlich sagen?

            Ach ja – Sookie, Du bist ein Knaller!* Ernsthaft! 😀

            *wahlweise auch eine Knalleuse, Knallerin, KnallXe oder wasauchimmer. Im Sinne von „Großartig!“

            1. Lieber Irrrrsinniger!

              Erklär dem Einhorn, dass ich ganz einfachen Ostfriesentee aufbrühe, der wirkt bombe! Der Rest ist so eine HSP-Sache, da du da selber drüber bloggst, hat es da bestimmt schon von gehört. Wenn zu viel Sinn und Unsinn ins Gehirn hageln, vermischt es alles zu smartiesfarbenem Quantenschaum und läuft einfach los, da KANN man sich doch schon mal ausgeschlossen fühlen, oder? Na, also.

              Ähm, Knalleuse gefällt mir persönlich jetzt nicht so gut, das klingt irgendwie unseriös, oder? Nächster Punkt! Hast du mit diesem scheiß Goethe-Test auch diskutiert? Ich fand gerade die Antonyme wenig stilsicher bis einfach nicht wahr! Aber ich bin auch eine Sprachneurotikerin, die in IQ-Tests die unpräzisen Fragen verbessert.

              Zum geheimen Rat selbst! Stell ihn nicht vorschnell in die Ecke, in die Geheimratsecke quasi. Erstens kann nicht jeder seine wallende Mähne elegant über die Schulter fallen lassen, zweitens: Wie oft hättest du Gelegenheit, Menschen anzusehen und zu sagen: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nie erjagen!“ Also, öh, wenn du denn Goethe zitieren würdest. Über Schullektüre kann man sagen, was man will, aber Jo-Wo Gö war ein Knaller. Oder ein Knalleur, wie du sagen würdest.

              Mit freundlichen Grüßen und baumelnden Füßen, Sookie „fucking“ Hell

              1. Hast du mit diesem scheiß Goethe-Test auch diskutiert? Ich fand gerade die Antonyme wenig stilsicher bis einfach nicht wahr!

                Aber selbstverfreilich! Wie meine spitzohrige Seite sagen würde: Die Exaktheit der Semantik ließ gerade bei den Antonymen doch einen gewissen Diskussionsbedarf unvermeidlich erscheinen.

                Das mit dem Verbessern der unpräzisen Fragen in IQ-Tests geht klar. Man lasse niemals zu, daß der Sinn für Moral einen daran hindert, das richtige zu tun.
                Um mal nicht Goethe zu zitieren, die alte Drecksau, sondern Asimov, den alten Biochemiker (und Schreiber).

                Schullektüre? Pffüüü!
                Den schwachmatischen Fänger im Roggen mußte man lesen, statt sich 1984 reinzuhauen, wie man das besser getan hätte.
                Wenn man nicht alles selber liest…

  4. Sookie … JAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!! 😉 Äh… DANKE du hast da in Worte gefasst, was mich seit recht langer Zeit bereits nervt! Yay!
    Ähm… den Rest haben andere schon geschrieben 🙂 Das war so ein Artikel, wo ich sogar die Kommentare gelesen habe, so gut war der 🙂 Nicht sehr qualifiziert dieses Feedback? Kann sein, ich bin auch Müde und will lesen. Da verschwinden schon mal Satzzeichen zugunsten von Smileys. Nimms mir nicht übel aber ich musste wenigstens kurz ein Feedback geben!

    1. Wie könnte ich so ein wundervolles Feedback übel nehmen! Und ich finde auch, dass die Kommentare an diesem Blog mit das beste sind, die Artikel kenne ich ja schon, deswegen lese ich die Kommentare sogar lieber! 😀

      Liebe Grüße und schlaf dich mal aus, Sookie

      1. Ich hätte jetzt nicht gesagt, die Kommentare seien das Beste… Aber sie waren durchaus lesenswert 🙂 Dass Bananen mit Energydrinks scheiße schmecken wusste ich bisher noch nicht, werde also besser die Finger von Bananen lassen? 🙂
        Nachmal herzlichen Dank für diesen wundervollen Lacher gestern Abend!

        1. 😀 Auf jeden Fall! Ich hab mich auch gegen die Bananen entschieden. Die sind gut fürs Gehirn, gesund, natürlich … Aber Energy schmeckt geil!
          Und wo wir gerade davon reden, ich hab noch eine Dose im Kühlschrank, ich bin dann mal weg! 😀

Und was ist deine Meinung?