seo für autoren

SEO für Autoren – zeige Suchmaschinen, wie sexy du bist!

Kinnings, mir ist mal wieder was passiert. Ihr kennt das. Ewig schiebt man mit seiner 60-Stunden-Woche alles mögliche vor sich her und irgendwas fällt dabei immer runter. Bei mir war das mein eigener Blog. Um Septa Unella zu zitieren: »Schande! Schande!«. Tja. Es geht nämlich um SEO für Autoren, damit der eigene Blog gefunden wird.

In den letzten Wochen war ich zufällig auf drei anderen Blogs unterwegs, wo immer wieder gemoppert wurde: »Es gibt irgendwie keine Romane über Polyamorie!«. Das ist der Beweis: Meine Suchmaschinenoptimierung war scheiße! Und das, obwohl ich jeden Tag SEO schreibe – für andere Webseiten. Selten dämlich, oder? Das ist so, wie wenn man den Kindern einen tollen Salat macht und dann selber Butterkekse frisst, weil man zum Salat essen keine Zeit hat. Deswegen machen wir jetzt ernst! Wir frickeln jetzt mal alle möglichen SEO Maßnahmen für Autoren auseinander, damit ihr euch nicht so doof anstellt wie ich!

Woran ich gemerkt habe, dass mit meinem SEO was nicht stimmt

An den Besucherzahlen, klar. Aber auch an der »Google Search Console« (wenn ihr da drauf klickt, kommt ihr zur Seite, um die Linkfarbe zu ändern, muss ich ins CSS, mach ich morgen, haha, aber über OnPage-Optimierung reden wir später). Wenn man seine Webseite mit der Google Search Console verbindet, kann man sehen, für was die eigene Seite angezeigt wurde, wenn Leute einen bestimmten Begriff gesucht haben.

Ich hab da immer wieder »Nackte Männer« (für eure User Experience setzte ich jetzt Links in Gänsefüßchen, cool, nä?), Kreuzworträtselfragen, zum Glück immer wieder Sookie Hell und so Suchanfragen wie: »Katze als Trennungsgrund«.

 

Suchmaschinenoptimierung für autoren
Cat-Content geht ja immer!

 

Also, nicht, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, aber dafür ist mein Blog ja gar nicht gedacht! Aktuell die Anfrage: »Ick bin lit das noch nix«. Hä? Ich stelle also fest: Google schickt einfach mal alle Leute, die total verwirrt sind, auf meine Seite. Weil Google von meiner Seite auch total verwirrt ist. Wahrscheinlich denkt die Mutter aller Suchmaschinen: Passt dann schon.

Das hat aber jetzt folgenden Effekt für mein SEO: Leute kommen auf meine Seite, weil sie nackte Männer sehen wollen oder weil ihre intrigante Katze immer wieder gegen den Partner schießt. Diese Menschen suchen Rat, ja? Die haben ein Bedürfnis! Und dann komme ich! »Tach auch, ich bin die Sookie! Ich schreib übrigens Romane, die dir jetzt auch nicht weiterhelfen, aber wo du einmal da bist …« – Klick. Die klicken dann auf das rote X.

Weil meine Seite ihnen gar nicht helfen kann. Und dann sind wir alle traurig. Google auch. Google denkt dann nämlich: Hm, von der Seite springen alle sofort wieder ab, die ist bestimmt scheiße. Besser, ich zeig die nicht mehr an. Jetzt bin ich ja aber mit dem Ding nun mal online, um als Autorin gefunden zu werden. Und das klappt nur, wenn Leute mich schon kennen und dann googeln, aber nicht, wenn sie Romane über Polyamorie suchen. Deswegen: Ab jetzt wird optimiert! Vorher machen wir aber noch kurz eine kleine Psychoanalyse, damit das auch funzt!

Wieso SEO für Autoren manchmal schwierig ist!

Wir Autoren sind ja ganz zarte Pflänzchen, oder? Also, wenn ihr Herzblut-Autoren seid, die schreiben, weil sie mit Sendung beladen sind und Leser ganz tief berühren wollen, nickt ihr jetzt. Die hochsensiblen Autoren kriegen vielleicht sogar feuchte Augen. Ja, genau so isses! Und jetzt kommen die Suchmaschinenoptimierung, das Suchmaschinenmarketing, das Suchmaschinenwasauchimmer! Und SEO ist toll, hat aber kein Verständnis für Leute wie uns. Also müssen wir Verständnis für SEO haben. Das fällt uns bestimmt nicht schwer, wir nehmen ja ständig Perspektivwechsel vor und versetzen uns in viele Charaktere, oder?

Leider ist es aber so, dass man als Autor für SEO verkehrt rum denken muss. Denn während es beim Schreiben von Romanen darum geht, Ideen eine Form und Ausdruck zu verleihen, geht es bei SEO darum, eine Form mit Ideen zu füllen. Und diese im Idealfall auch noch so auszudrücken, dass der Leser gar nicht merkt, dass er einen optimierten Text liest. Denn um von Lesern gefunden zu werden und sogar neue Leser über die Webseite zu gewinnen, müssen wir zuerst an Google vorbei. Und dazu müssen wir uns bei Tante Google ein bisschen einschleimen.

Woran erkennt Google guten Content?

Google ist ja gar nicht so schlau, wie man immer meint. Man muss mit Google am besten reden wie mit jemandem, der nur einen ganz rudimentären Wortschatz hat und dabei auch langsam und deutlich sprechen. Es gibt aber Faktoren, aus denen Google auf die Qualität deiner Inhalte schließt:

 

  • Eine geringe Absprungrate ist sexy. Wenn Suchmaschinen merken, dass Besucher einer Seite eine hohe Verweildauer haben und sich interessiert durch die Unterseiten klicken, lassen sie die Seite besser ranken.
  • Social Sharing, also Teilen von Artikeln, und Verlinkungen auf andere Blogs zeigen Suchmaschinen, dass dein Content wohl wertvollen Mehrwert stiften muss. Sonst würden andere Seiten ihren Content ja nicht damit aufwerten, dass sie auf deine tollen Inhalte verlinken. Für Google sind solche Sachen »externe Signale«. Dazu gehört übrigens bei Blogs auch die Frage, ob kommentiert wird, eine Tugend, die immer mehr aus der Mode kommt. Blogger geben sich tierisch viel Mühe, Artikel zu erstellen und diskutiert wird dann im Parallel-Internet, auf Facebook. Da hat niemand was von – außer dem Herrn Zuckerzwerg.
  • Suchmaschinen stehen auf Architektur. Allerdings meinen sie damit keine Häuser, sondern die Struktur der Inhalte. Sie stehen drauf, wenn die Inhalte einen schönen Content-Mix aus Text, Bildern oder Videos enthalten und wenn die Keywords klar strukturiert sind. An der Strukturierung der Keywords knobelt Google aus, welchen Inhalt ein Artikel überhaupt hat, für welche Suchanfrage der Text also relevant ist. Und für welche nicht.

 

Aus all diesen Faktoren versuchen Suchmaschinen herauszufiltern, welche Inhalte die Antwort auf die Fragen ihrer Nutzer enthalten. Denn es geht immer um den berühmten Mehrwert. Eine Seite, die Fragen beantwortet und Probleme löst, ist also mehr wert als andere, höhö.

SEO für Autoren – die Praxis

Wie kommst du jetzt da hin, dass deine Seite gut rankt und am besten noch Neuleser auf dich aufmerksam werden? Am Anfang steht natürlich der Mehrwert. Wenn du genau weißt, welche Inhalte du auf deiner Autorenseite bereitstellen willst, ist das super. Wenn du J.K. Rowling oder Stephen King bist, hast du Schwein, wirst aber diesen Artikel nicht lesen. Also gehe ich davon aus, dass du (noch) nicht zu den Autoren zählst, die gleich ein Erdbeben im Internet auslösen, wenn sie bloggen, was sie zum Mittagessen hatten.

Solange wir also nicht in der Liga spielen, wo Leser schon ausflippen, wenn wir husten, kann es nicht schaden, spannende oder hilfreiche Inhalte zur Verfügung zu stellen, die sich nicht nur um den eigenen Bauchnabel drehen. Das nennt man übrigens »Inbound Marketing«, wenn man über Inhalte und Fachwissen User begeistert. Diese User kommen, weil sie was wissen wollen und dann denken sie: »Hö? Was macht der Seitenbetreiber denn noch so? Ach, guck mal, der macht ja cooles Zeug, kann man das kaufen?«. Wenn ihr jetzt zum Beispiel denkt, »Och, der Artikel war ja so schnell alle wie eine Tüte Chips, die schreibt auch Bücher?«, dann hat mein Inbound Marketing funktioniert! 😀

Tob dich aus, begeistere Leser!

Da du Autor bist, wird es dir ja nicht schwerfallen, Artikel und Themen rund um die Interessen deiner Zielgruppe zu finden und dann spannend darüber zu schreiben. Wenn du historische Romane über die Kelten schreibst, könntest du ja zum Beispiel Artikel darüber veröffentlichen, dass ein neues Keltengrab ausgehoben wurde und was für fantastische Fundstücke die Forscher da ausgebuddelt haben. Zack, ziehst du Leser auf deine Seite, die auf Kelten stehen und gerne lesen. Sonst würden sie sich ja ein Video reinziehen, oder? Also: Stifte Mehrwert für Leute, die dieselben Interessen haben wie deine Leser!

Welche Sorten von Content gibt es?

Content ist natürlich erst mal alles, was du auf deine Webseite klatscht, klar. Texte, Fotos, Video, Podcasts. Google hat aber vor einiger Zeit für Firmen, die auf Youtube unterwegs sind, einen Tipp ausgeworfen, der sich auch auf Webseiten wunderbar übertragen lässt. Du willst ja total spannend und attraktiv bleiben, nä? Kundenbindung ist ja wie eine gute Ehe! Sag ich jetzt mal so. Ich war nie verheiratet und kann da gar nicht mitreden, aber ist ja auch egal. Um spannend zu bleiben, empfiehlt Tante Google dir einen Content-Mix aus Hygiene-, Hub- und Hero-Content. Hä? Warte!

Was ist Hygiene-Content?

Hygiene Content (merkst du, dass ich gerade das Keyword variiere, einmal mit Bindestrich, einmal ohne?) ist, wenn alle Besucher im Blog eben mal die Füße hochnehmen müssen, damit du feucht durchwischen kannst. Das war voll gelogen. Hygiene-Content sind Inhalte, die dauerhaft (was ist im Internet schon dauerhaft?) gültig sind (wie dieser Artikel) und/oder Informationen rund um dein Produkt bereitstellen. Wenn du zum Beispiel eine Seite erstellst, auf der du alle Figuren aus deiner Romanwelt vorstellst, oder eine Liste deiner gesamten Titel, dann ist das Hygiene-Content. Der zieht immer wieder mal wieder Leser an, die nach diesen Informationen suchen und sich dann von dir gut gefüttert fühlen. Wenn ihr euch dann gegenseitig auch noch das Fell putzt, habt ihr schon viel für eure soziale Bindung getan!

Hub-Content geht immer!

Mit Hub Content bezeichnet der geneigte SEO Fachmann Inhalte, die sich auf aktuelle Ereignisse, Trends, eben Klatsch und Tratsch aus deiner Branche beziehen. Damit positionierst du dich als Experte, was ja extrem wichtig ist für deine Autorität, nä? Wenn du zum Beispiel Ratgeber über antiautoritäre Erziehung schreibst, müssen die Leute dich ja erst mal als Autorität auf deinem Gebiet wahrnehmen, um dir zu glauben, was in deinem Buch steht. Zugegeben, ein Paradoxon, aber das merken Suchmaschinen ja nicht. SEO für Autoren kannst du also dadurch betreiben, dass du immer wieder News-Content für deine Zielgruppe erschaffst. Wie hat dir als SciFi-Autor der neue Star Wars Film gefallen? Lass es sie wissen!

Hero-Content: Schildwall!

Yeah, Hero Content rockt! Jeder darf sich jetzt einen Schild nehmen und einen Helm aufsetzen und dann stürzen wir uns ins Getümmel und spielen die Schlacht der Bastarde nach oder sonst was, was so richtig zu deiner Zielgruppe passt. Es kann auch die Schlacht bei Hastings sein oder, wenn das Wetter mitspielt, Stalingrad. Hero Content ist jedenfalls immer was ganz besonderes und passiert eben nicht alle Tage. Die Brüder der Nachtwache kämpfen ja auch nicht jeden Tag gegen weiße Wanderer!

Das wäre ja auch zu anstrengend. Dein Hero Content als Autor könnte zum Beispiel sein: Yeay, meine Neuerscheinung ist da! Guckt mal, ich komm im Fernsehen! Oder, sehr geil: Übrigens, mein Buch wird verfilmt! Rrrrroarrrrr, der Tag, wo ich den Satz mal so ganz beiläufig fallenlassen kann, der wird grandios!

So, ja, äh, bevor ich sinniere, welche Darsteller ich besetzen würde: Achte einfach darauf einen Content-Mix zu erstellen, der die verschiedenen Bedürfnisse deiner Leser ganzheitlich abdeckt, von langfristig bis aktuell, dann passt das schon.

Spaß mit Keywords – ohne klappt SEO für Autoren nicht!

Keywords waren ja mal in der Steinzeit das A und O der Suchmaschinenoptimierung. Damals hatten wir auch alle noch Modems, die mit so einem Tretpedal betrieben werden mussten wie Ommas Nähmaschine und immer Geräusche gemacht haben, vor denen ich Angst hatte. Sprötzel. Pfeif. Heute ist Search Engine Optimization eine Raketenwissenschaft, aber Keywords sind immer noch die Basisnote deiner Onlineduftmarke. Denn das sind die Schlüsselwörter, die Menschen bei Suchmaschinen eingeben, wenn sie schlauer werden wollen.

Jetzt ist nur die Frage: Wo kriegst du die richtigen Keywords her? Als Schriftsteller stellen sich dir vielleicht die Nackenhaare auf beim Gedanken daran, deine Texte um bestimmte Wörter herumzubasteln. Ist ja ekelhaft, wo bleibt denn da die künstlerische Freiheit? Damit Leser deine künstlerischen Texte finden können, brauchst du aber ja nun mal SEO für Autoren, da sind wir uns ja längst einig. Keyword-Recherche ist also gar nicht so verkehrt.

Keyword-Recherche mit Tools oder Verstand

Versuch mal mit dem Keyword »Autor« bei Google auf die Startseite zu kommen. Haha, ich warte hier so lange und trink ein Tässchen Ostfriesentee. Drei sogar, denn drei Tassen sind Ostfriesenrecht. Jedes Keyword hat natürlich Konkurrenz, du wirst kaum ein Thema finden, um das sich nicht schon diverse Seiten drängeln. Je spezifischer du dein Keyword gestaltest und dann auch »holistischen« Content daraus baust, also dein Keyword immer wieder in einem ganzheitlichen Text variierst, umso überschaubarer wird das Gedränge.

Einen Artikel zum Thema SEO zu schreiben, ist toll, aber SEO für Autoren ist natürlich schon spezifischer. Mit dem Longtail-Keyword »SEO für Autoren und Selfpublisher mit Laktoseintoleranz« hätte ich die Nische natürlich garantiert noch viel spitzer gemacht, aber, äh, ja. Das Suchvolumen wäre jetzt wahrscheinlich nicht so hoch. Konkurrenzlos zu sein, wenn keiner guckt, ist nämlich auch irgendwie uncool.

Mit Tools spielen kann man, muss man aber nicht. Nicht als Autor.

Überleg dir also einfach, welche Wortkombinationen das Thema deines nächsten Artikels am klarsten ausdrücken und dann spiel damit. Die richtigen Freaks, also Affiliate-Marketing-Menschen und so, nutzen natürlich Tools, die dir genau verraten, welche Keywords welches Suchvolumen haben, welche Konkurrenz herrscht, welche Keyword-Variationen es gibt, in welchen Fragen das Keyword oft vorkommt und lauter so Gedöns. Falls ihr Lust habt, mal mit solchen Tools zu spielen, hab ich hier »eine kleine Liste« für euch rausgesucht, aber ich persönlich hab tierisch viel Zeit mit solchen Dingern verplempert und mich dann dagegen entschieden.

Was ganz witzig ist, ist »diese Seite«, aber irgendwie hab ich bei diesen Dingern immer das Gefühl, dass man sich das auch selber denken könnte, wenn man sich in die Situation eines Google-Nutzers versetzt und sind wir das nicht alle? Da es mir in diesem Blog auch tatsächlich mehr um Inhalte geht als um Suchvolumen, plane ich für Artikel wie diesen meine Keywords eher mit Menschenverstand, nicht nach statistischen Zahlen. Wichtig finde ich aber:

Die Formatierung und Struktur der Keywords

Ich sehe ganz oft Autorenblogs, wo ich denke: »Mensch, so ein kluger Artikel, den sollten mehr Menschen lesen!«, nur leider sind die kein bisschen optimiert. Man findet solche Artikel wirklich nur, wenn man den Autoren irgendwo folgt, sie also eh schon kennt. Und man findet sie nie über Suchmaschinen, weil sie Kraut & Rüben transportieren. Ich kann das auch gut, guckt euch hier nicht um, ich hab nicht aufgeräumt. Aber ich KANN auch anders!

Bei meinen Kolleginnen sehe ich leider oft konsequent immer nur völlig unformatierten Fließtext, der Google komplett ratlos zurücklässt. Also, Mädels, wenn ihr euch schon die Mühe macht, eure Gedanken und Erfahrungen in lesenswerte Texte fließen zu lassen, dann tut mir doch den kleinen Gefallen, sie eben suchmaschinenfreundlich zu formatieren. Das macht fast keine Arbeit, zählt aber zu SEO für Autoren einfach dazu! Was Google möchte:

 

  • Das Keyword soll in der Überschrift und in den Zwischenüberschriften auftauchen, je weiter vorne, desto besser!
  • Suchmaschinen stehen auch voll drauf, wenn das Keyword im ersten Absatz und im letzten auftaucht, daraus schließen sie, dass es ja wohl wichtig sein muss, wenn Blogger es im ersten Absatz einleitend erklären und im Fazit erwähnen!
  • Bitte, bitte, bitte, SETZT Zwischenüberschriften in eure Texte! Und formatiert Absätze in angenehmen Abständen!
  • Yeay, du darfst auch mal Aufzählungen einbauen! Das hat nicht nur den Effekt, dass die Suchmaschinenoptimierung besser flutscht, sondern macht das Ballett auch für Leser viel angenehmer! Auch, wenn das Autorenherz bei dem Gedanken blutet, User haben nun mal nicht ewig Zeit und überfliegen gern das Wesentliche, bevor sie entscheiden, ob sie einen Artikel ganz lesen! Optische Hervorhebungen helfen dabei ungemein.
  • Ein nettes Gimmik bei der suchmaschinenfreundichen Formatierung sind auch fett formatierte Schlüsselwörter im Fließtext, ich mach das auch viel zu selten, aber kostet ja nix, nä? Google denkt: »Hm, fett, das ist wichtig!«, Leser denken »Hm, fett, das ist wichtig!«. Zwei Fliegen, eine Klappe!

 

Utility und Usability – SEO für Autoren und vor allem für ihre Leser!

Auch Utility und Usability einer Autorenwebseite sind wichtige SEO Faktoren, denn merke: Eine geile User Experience erhöht die Verweildauer! Weil Utility und Usability Wörter für Hipster sind, nennen wir die jetzt Nützlichkeit und Anwenderfreundlichkeit! Und, ohne Witz, manchmal komme ich auf Autorenblogs, die haben noch nicht mal eine Sidebar. Äh, die Sidebar ist das Dingen an der Seite, die schmalere Spalte, wo man wichtige Widgets unterbringen kann. Allen voran die Möglichkeit, ein Blog-Abo per eMail abzuschließen. Leute! Auch wenn ihr keine Marketingfuzzis seid, das Kapital steht im Bücherregal! Äh, liegt in der Liste!

Lasst euch das doch nicht entgehen, dass eure Leser ein Abo abschließen können! Bessere Follower könnt ihr gar nicht haben! Wie viele eurer Facebook-Fans kriegen denn eure Beiträge noch angezeigt? Mail-Abonnenten kriegen es mit, wenn ihr bloggt! Ich war schon auf so vielen coolen Autorenseiten, wo ich gern ein Abo abgeschlossen hätte, aber es gab keine Möglichkeit. Dann findet man den Blog nie mehr wieder und vergisst ihn irgendwann, was echt schade ist, oder? Genau!

Anwenderfreundlichkeit muss dir nicht peinlich sein!

Deine Seite ist ja für was gut, oder? Sie soll deine Zielgruppe so richtig lecker verwöhnen und deshalb dreht sie sich um ein ganz bestimmtes Thema. Aber ist das gesamte Universum deine Zielgruppe? Nö. Everbody’s Darling zu sein hast du gar nicht nötig. Klappt auch nicht. Mach also doch bitte deinen Besuchern kurz klar, wo sie sind und für was deine Seite gut ist. Lass sie selbst entscheiden, ob deine Seite für sie interessant ist.

Viele Besucher kommen nämlich gar nicht auf der Startseite an, wenn sie auf deine Webpräsenz stolpern, sondern landen sofort auf einer Unterseite oder einem Blogartikel. Dann ist da keine Sidebar, vielleicht ein Header mit einem hübschen Bildchen, aber steht da an exponierter Stelle irgendwo, worum es auf deiner Seite geht? Hm? Steht da zum Beispiel »Guten Tag! Hier bloggen die Kowalskis über den Umgang mit heiklen Themen in der Paarkommunikation!«? Du kennst deinen Blog auswendig, aber die armen Menschen wissen doch gar nicht, wo sie sind, wenn das nicht dran steht!

Verweildauer und Verlinkung beeinflussen dein SEO positiv

Was ich leider auch ganz oft auf Autorenblogs vermisse, sind diese »Das könnte dich auch interessieren«-Widgets. Oder »Letzte Artikel« oder »Neuste Kommentare«. Die einzufügen ist eine Sache von einer Minute, erhöht aber extrem die Verweildauer deiner Besucher. Geile User Experience, oder? Wenn man Artikel so klasse findet, dass man noch mehr lesen will und dann auch direkt welche findet? Find ich auch! Das gehört zu SEO für Autoren einfach dazu, weil es Google gleich doppelt suggeriert, dass deine Seite sexy ist. Erstens, weil die Leute so lange bei dir rumgammeln, zweitens, weil du dadurch eine bloginterne Linkstruktur anlegst. Du betreibst damit also OnPage-Optimierung.

Übrigens gehören zu einer richtig coolen Linkstruktur auch eingehende und ausgehende Links. Ausgehende Links kannst du ganz einfach schaffen, indem du auf andere Seiten verlinkst, die für deine Leser das Thema deines Artikels noch vertiefen. Eingehende Links bekommst du mit Glück und gutem Content, wenn andere Blogger auf deine Seite verlinken. Du kannst aber auch klein anfangen und in anderen, themenrelevanten Blogs kommentieren, dadurch erzielst du auch Backlinks, wenn du deine URL angibst.

Besonders cool findet Google das, wenn du online mit Seiten gesehen wirst, die dem Thema deiner Webseite ähnlich sind, das lässt auf Relevanz schließen. Und auf Social Proof und so Sachen. Überlass dein Autorennetzwerk also nicht nur Facebook, bau ein Netzwerk mit anderen bloggenden Autoren auf, das ist nachhaltiger und macht auch mehr Spaß.

Social ist einfach social!

Der letzte kleine Zipfel zum Thema SEO für Autoren: Share Buttons! Baut bitte Share Buttons unter euren Beiträgen ein! Das ist ein Klick, das Plugin einzubauen, und jeder, dem ein Artikel gefallen hat, kann den dann sofort auf seinem Lieblingsportal mit seinen Freunden teilen. Ich persönlich bin da stur, wenn mich ein Artikel wirklich begeistert und die Usability ist aber nun mal so, äh, mangelhaft, dass keine Share Buttons da sind, dann kopiere ich auch knallhart die URL des Artikels und füge den Link per Hand auf Facebook ein, aber wie viel Leute machen das, hä? Hardcore-Blogger wie ich, die gerne teilen, aber ohne Share Buttons lässt du die Möglichkeit liegen, dass deine Leser für dich aktives Empfehlungsmarketing machen und das wäre schade, oder? Genau.

Fazit – SEO für Autoren tut nicht weh, kann aber klappen!

Wie ich eingangs schon erwähnte, hihi, bei mir ist auch noch längst nicht alles optimiert. Ich sag nur: Katze als Trennungsgrund! Gut, Cat-Content geht ja immer, aber optimal ist eben anders. Aber ich arbeite ja dran. Und obwohl mein Blog eine ewige Baustelle ist, haben darüber schon Leser meine Bücher entdeckt, die sonst nie auf die Idee gekommen wären, sie zu lesen. Aus dem einfachen Grund, dass sie gar nicht wussten, dass es sie gibt. Dann lesen sie einen meiner Artikel, gucken in die Sidebar, denken, nanu, klick!

Also, nutzt eure Chancen. Flirtet mit Google. Drückt auch eben auf meine Share Buttons, wenn euch der Artikel über SEO für Autoren gefallen hat, ihr wisst ja jetzt, wie wichtig das ist. Und falls ihr den Witz mit den Kowalskis verstanden habt, dürft ihr gerne mit »Ich!« kommentieren und euch einen Backlink verschaffen, gnihihihiii! Wenn ihr was anderes erzählen wollt, ist das auch okay. 😀

12 Gedanken zu „SEO für Autoren – zeige Suchmaschinen, wie sexy du bist!

  1. Ich! =) Von wegen Kommentare und so….

    Wie wäre es mit einer neuen Kategorie „Skurrile Suchanfragen, die auf dieser Seite enden“ ?

    1. Hihi, das erzähl ich den Kowalskis! 😀 Meine Dauerfavoriten bei den skurrilen Suchanfragen sind ja „Ulle ins Jenseits schicken“ und das mysteriöse Wort „erotikdas“. Seit ich die Wörter gebloggt habe, kommen noch viel mehr User, die ein Erotikdas suchen! Offenbar ist das Suchvolumen so gering, dass es einfach ist, mit dem Wort fantastisch zu ranken! 😀

  2. Sehr cooler Artikel, liebe Sookie. Ich mach das auch viel zu selten. Und jetzt haste mich mal wieder mit der Nase auf was gestoßen, von dem ich doch eigentlich weiß, dass es wichtig ist. Ich kann also nur bestätigen: Macht SEO, Leute. Sookie hat vollkommen recht, das Thema endlich mal unterm Tisch hervorzuholen 🙂

    1. Das freut mich sehr, dass ich dich angeschubst hab, je mehr Leser dich finden, umso besser! Ich jongliere auch jeden Tag mit SEO und optimiere Content, aber für die eigene Seite? Man hat immer so im Kopf, dass die ja ein kreativer Spielplatz ist, ein Autorenblog eben, aber da verschenkt man auch einfach viel.

  3. Hmjatjaneeweißnich :-\

    Gibt es einen richtigen Zeitpunkt, wann man überhaupt erst damit anfangen sollte? Ich geh ja gerade eher den umgekehrten Weg, weil mir meine Posts zuletzt eher um die Ohren geflogen sind. Da gab es so einige Lieblings-Posts, die immer wieder aufgerufen wurden wie Schreibtipps oder Wie-formatiere-ich-ein-eBook oder ein Interview, bei dem ich mal eine Journalistin zu Wort kommen ließ. Aber leider hat diese Besucher der Rest meines Blogs wenig interessiert. Und dann kamen mir, wie gesagt, einzelne meiner Schreiberfahrungen verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen als negative Rezensionen wieder entgegen. Da ich auch mal gerne selbst Bücher besprochen habe oder Autoren zu Lesungen eingeladen, sind Suchwörter denn auch konsequenterweise gerne andere Namen. Kommentare? Was das?
    Nicht zu bloggen ist auf Dauer auch nicht wahnsinnig befriedigend, aber im Moment bin ich eher so ‚dumbfounded‘ (tolles Wort, da spielt in meinem Kopf ein ganzes Film-Festival zu XD )
    Aber da hilft dann SEO auch nicht weiter.

    1. Hm, ja, das klingt alles eher nach Blogger-Blues, als nach einem SEO-Problem. Wie sagt man in Deutsch? Weltschmerz! 😀 Ich hatte mir schon gedacht, dass du mit deinem Blog innere Einkehr hältst, weil mein Broken-Link-Checker mir gesagt hatte, dass deine Seite down ist. Aber jetzt bist du ja mit einem furiosen Comeback wieder da! Damit auch meine Leser was von dir haben:

      http://sabine-schaefers.de/der-blog-bin-ich/

      Ich hab auch Artikel und Seiten, die immer wieder aufgerufen werden, meistens tatsächlich die Dinger mit praktischem Mehrwert über „Buchtrailer bauen“ etc. (Obwohl der Artikel gar nicht optimiert ist, wie mir gerade auffällt, hmmm, aber der wurde tierisch viel verlinkt.) Aber ich bin dann immer ganz stolz, wenn jemand guckt, dafür ist mein Hygiene-Content ja da. Ich glaub, das Geheimnis liegt wirklich in der richtigen Mehrwert-Mischung, Bücher-„Schtoff“ für die Stammleser und Artikel, die gut ranken. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Blogs sind zwar totgesagt, aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger, das Netz wird uns nicht los! 😀

  4. Stimmt schon, das mit dem Blogger-Blues 🙂

    Aber die Schreibtipps und die eBook-Baukasten-Seite werde ich demnächst auch wieder flottmachen. Geben und nehmen — ich bin ja auch immer froh, wenn ich meine Fragen in anderen Blogs beantwortet finde.

    1. Yo, seh ich auch so. Was ich schon alles von Bloggern gelernt habe, hätte ich als Fachbücher gar nicht bezahlen können! 😀 Eigentlich finde ich freies, demokratisches Internet ziemlich geil! 😉

  5. Geiler Artikel! So trocken das Thema eigentlich auch ist – und zahlreich gefunden werden kann: Hat mächtig Spaß gemacht, es hier bei dir zu lesen.
    Vielen Dank! 👍

    1. Ich werd ja ganz rot! 🙂 Aber ich gebe zu, trockenes Gedöns in Storytelling zu verpacken, ist meine Lieblingsbeschäftigung! 😀

Und was ist deine Meinung?