Sven – der Wikinger

Sven – der Wikinger

Sven ist Annas „Liebesfreund“ für immer. Der Musiker ist das krasse Gegenteil von John. Der große Nordmann ist Kampfsportler, braucht immer Rummel und dreht durch, wenn er drei Tage an einem Ort ist. Sein Job führt ihn durch ganz Europa und „verheiratet“ ist er mit seiner Gitarre „Frau Fender“. Vom Strickmuster her ist Sven Beziehungsanarchist und im Bett bezeichnet er sich selbst als überzeugten Demokraten. Annas Sehnsucht nach einem dominanten Mann kann er nicht nachvollziehen. Trotzdem sind Anna und er unzertrennlich, sie respektiert seine Macken ja schließlich auch. Und die beiden hießen in der Schule schon einfach „Svanna“ – weil man sie sowieso nie allein antraf.

Svens Eltern sind nach der Wende mit einem vollbepackten Bus aus Schweden nach Berlin gekommen. Sie wollten immer ein kleines Mädchen haben und haben sieben stramme Söhne bekommen, bis das achte Kind endlich ein Mädchen wurde. Als Lotta dann genau so ein riesiger, blonder Räuber war wie ihre Brüder, haben sie es aufgegeben. Sven ist der Jüngste der sieben Brüder und wird in seiner wilden Musikerfamilie heute noch „Lillebror“ genannt. Als Sven bei seiner Einschulung die Liebe seines Lebens traf – Anna – brachte er endlich das ersehnte kleine Mädchen in die Familie. Seitdem läuft Anna eben so mit und ist Teil der Familie.

In seinen Beziehungen ist Sven völlig frei von Konventionen oder Vorstellungen, wie es zu laufen hat. Lernt er eine Frau kennen, erzählt er immer erst von Anna, danach ist er für einen One-Night-Stand genau so offen wie für eine Nebenbeziehung. Mit Anna hält er sich eisern an die Regeln ihrer Kernbeziehung – denn seine Annika ist der Mittelpunkt seiner Welt. Und oft genug wechseln die beiden von Liebenden zu Freunden, um sich bei Liebeskummer gegenseitig aus der Patsche zu helfen. Dabei hat Sven ein extrem sensibles Gespür für Zwischentöne und wird für Anna schon bald zum Übersetzer für Johns nonverbale Kommunikation …

One thought on “Sven – der Wikinger

Und was ist deine Meinung?