Rezensionen: Krieg der Sterne

Rezensionen: Krieg der Sterne

Rezensionen Marketing
Ihr Lieben, heute komme ich mal mit einem Thema bei euch bei, das wahrscheinlich nur für Freaks, also Autoren, interessant ist, aber vielleicht auch nicht. Wir werden sehen. Ich hab nämlich vor ein paar Tagen einen Butterbrot-Artikel über Empfehlungsmarketing geschrieben und dachte mir so: Hm. Empfehlungen sind am Buchmarkt ja schlicht und ergreifend Rezensionen und dazu wollte ich schon lange was schreiben.

Mir sagen nämlich manchmal Leute: »Ach, du! Dir sind Rezensionen ja gar nicht so wichtig!« und das ist eine glatte Fehleinschätzung. Rezensionen sind mir sehr wichtig! Ich halte nur nichts von gezieltem Empfehlungsmarketing. Wenn ich einen Shop für Schuhe oder Strickwolle hätte, fände ich es bestimmt genial, aber bei Büchern ist das einfach was ganz anderes.

Die Wuchtbrumme, die auf ihre Kunden spuckte

Lasst das ein paar Monate her sein, da scrollte ich so über die Facebook-Timeline (alle paar Monate mache ich das mal, das merkt ihr dann daran, dass ich eure Beiträge like 😀 ) und blieb an einem Live-Video hängen. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass das geht, deswegen bin ich da hängengeblieben. Und da saß eine Autorin, die wirklich fett im Geschäft ist. Also, äh … nee. Gönne ich mir jetzt den Luxus, mit der Doppeldeutigkeit zu spielen? Gerade ich, die ich mich in den letzten Wochen fast ausschließlich von Mördermonsterkünstlerkuchen ernährt habe, weil ich ja für das eBook immer wieder probebacken musste … äh, ach, egal! Ihr wisst schon!

Also, die Dame gehörte zu der Liga, die eine viel gewichtigere Persönlichkeit ist, als die Muskelmilliardäre auf ihren Covern (was stimmt mit mir nicht, dass ich beim Wort Milliardär immer angewidert an Typen wie Trumbo denke, anstatt mir sinnlich über den Hals zu fahren und dann diskret zu sabbern?). Ja, also, sie passte kaum ins Bild, jetzt ist es raus. Man könnte jetzt meinen, dass die Information vollkommen irrelevant ist und Sookie nur doof ist und über Dicke lästert. Aber ich bin ja selber Typ Kuh, nicht Ziege. Jetzt kommt aber die Verknüpfung, die mich für eine Sekunde nachdenklich machte. Die Dame verdient sich eine güldene Nase damit, dass sie Männer als Lustobjekte ausbeutet. Was ja auch irgendwie legitim ist, auch wenn mir persönlich das einfach nicht schmeckt, aber der Buchmarkt ist für alle da.

Aber da sitzt diese Zweihundert-Kilo-Wuchtbrumme mit Platin-Porno-Frise und schreibt Sexbücher, in denen Männer durchtrainierte Fleischklumpen mit Dauerständer sind. Und irgendwie kommt mir so was immer vor wie das weibliche Äquivalent zu fetten alten Säcken, die in der Kneipe der jungen Kellnerin in den Popo kneifen und überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass die junge Frau dieses »Begehren« gar nicht erwidern könnte. Übergriffig. Ohne jede Empathie. Und genau so ging diese Dame eben auch mit ihren Rezensenten um, denn über die lästerte sie in ihrem Video einfach ab. Da fielen tatsächlich Sätze wie »Das geht mir am Arsch vorbei, die können mich mal!«

Und, ja, jetzt wartet! Das, meine Damen und Herren, war geniales zielgruppenorientiertes Empfehlungsmarketing, auch wenn die Dame das in ihrem Kopf bestimmt nicht so nennt. Aber so hat sie ihre Fanbase mobilisiert, selbst so eine »starke« Frau zu sein, der Kritik am Arsch vorbeigeht und das darüber zu äußern, dass sie aus Trotz erst recht richtig gute Rezensionen schreiben. Um es den Rezensenten, die solche Worte wie »Unterschichten-Literatur« fallen lassen, mal so richtig zu zeigen. Im Rudel. Das stärkt ungemein. Ja, da draußen herrscht Krieg. Krieg der Sterne, um genau zu sein.

Was wollte ich jetzt mit dieser Anekdote sagen?

Keine Ahnung, ich wollte das nur loswerden! 😀 Aber Fakt ist doch, dass jeder Autor mit Rezensionen anders umgeht, aber wir alle reagieren sehr emotional. Denn Bücher sind ja nicht einfach wie Autos, die man am Fließband herstellt. Da steckt eben Herzblut drin, das ist das, was die Kunst vom Handwerk unterscheidet. Ein Buch ist immer eine sehr persönliche Sache, mit der wir viel über uns selbst sagen. Wer ernsthaft schreibt und damit an die Öffentlichkeit geht, macht sich angreifbar und das müssen wir alle aushalten. Sichtbarkeit macht eben emotional. Ich zum Beispiel hab gerade einen Hüpfer gemacht, weil ich vor ein paar Minuten diese Rezension entdeckt habe. Wenn sie Telefone hätten, würde ich jetzt sofort meine Romanfiguren anrufen und ihnen erzählen, dass sie das Prädikat »verrückteste WG Deutschlands« bekommen haben.

Ein paar Tage vorher bekam ich aber diese Rezension. Und da hab ich ungelogen zehn Minuten lang geguckt wie eine Kuh im Regen, die am Weidetor steht und sich fragt, warum der Melker sie nicht endlich mal in den Stall holt. Ich hab – ohne Witz – diese zwei Sterne nicht verstanden, weil ich den Text so positiv fand. Ich konnte da nicht mit arbeiten. Und das bei einem fast noch nackten eBook, wo eine Zwei-Sterne-Rezension den Durchschnitt dramaaatisch nach unten zieht. Und was ist passiert? Kaum war diese Rezension online, rutschte das Buch rauf auf den Gesamtverkaufsrang 14! Am ganzen Amazonas gab es nur noch 13 Umsonst-eBooks, die sexier waren als meins. Das hab ich dann noch weniger verstanden. Aber diese Kritik hat mich komischerweise nicht wirklich auf emotionaler Ebene berührt, da haben mich viel bessere Rezensionen schon viel nachdenklicher gemacht! Also hab ich mich gefragt:

Wieso tut Kritik manchmal mehr weh und manchmal weniger?

Es kommt ja immer darauf an, wer uns kritisiert, wie und warum. Insofern kann ich die Dame, die so fett im Geschäft ist, schon verstehen, ich heiße nur ihren Umgang damit nicht gut. Sollte sie sich wirklich ganz bewusst aus Marketinggründen dafür entschieden haben, Milliardäre mit und von der Stange auf den Buchmarkt loszulassen, weil das Genre eben rennt wie kein anderes, kann ich auf intellektueller Ebene nachvollziehen, dass es sie nicht interessiert, wenn Rezensenten bemängeln, dass es sich bei ihren Büchern ja wohl nicht um Literatur handelt. Oder um Einhandliteratur. Denn dann ist ihr selbst völlig klar, dass sie da Massenware für den Markt verfasst, dann eben ohne Herzblut.

Trotzdem bewegen sich da Menschen aus ihrer Komfortzone, friemeln sich durch das Bewertungssystem und überlegen, wie sie jetzt sagen könnten, was sie beim Lesen des Buches gedacht haben. Das verdient immer Wertschätzung, immer! Auch dann, wenn Rezensionen uns Autoren nicht schmecken, trotzdem hat sich da jemand die Mühe gemacht, dem Buch Beachtung zu schenken. Aber manchmal nimmt man das eben eher mit intellektuellem Interesse auf und manchmal heult man wie ein Schlosshund.

Nämlich immer dann, wenn man selber das Gefühl hat, dass der kritische Rezensent Recht hat und dass man eben nachbessern muss. Dieses Aua ist dann immer groß, aber richtig groß. Manche gehen dann damit so um, dass sie ganz offen und ehrlich dazu stehen, dass sie traurig sind. Das erfordert viel Mut und ist eine sehr starke Reaktion. Andere schützen sich dann eben durch Zynismus und banalisieren ihre Rezensenten. Pah, die verstehen mein Buch eben nicht und haben keine Ahnung, diese sogenannten Rezensenten!

Nur lässt man sich dann eben auch die Chance entgehen, darüber nachzudenken, ob nicht ein Fünkchen Wahrheit an der Kritik sein könnte und ob man da nicht besser mal mit arbeiten sollte, wenn man sein gekränktes Ego ein bisschen gepflegt hat. Das ist wohl die schwierigste Arbeit für Autoren überhaupt. Aber Rezensenten haben gegenüber uns Autoren einen entscheidenden Vorteil: Sie sind nicht so nah dran, sie sind nicht betriebsblind. Deswegen können sie einem mit einem »Ich sehe was, was du nicht siehst« aus der Patsche helfen.

Rezensionen und Marketing: Vorsicht, Falle!

Wie gesagt: Empfehlungsmarketing brummt ja. Über sich selbst kann man viel erzählen, aber Kunden finden (vollkommen zu Recht) die Meinung anderer Kunden eben glaubwürdiger als jede Werbestrategie, isso. Und nichts wirkt so unsexy wie ein Buch ohne Rezensionen. Der Markt »Buch gegen Rezension« blüht ja auch überall. Leserunden, Rezensionsgruppen auf Facebook und was weiß ich. Und als ich mit den Beziehungsstatus-Romanen an den Markt gegangen bin, hab ich mich natürlich auch schlau gemacht, was denn beim Autorenmarketing gerade so geht, klar. Aber wegen irgendwas bin ich zurückgezuckt und dachte: »Nee, lass mal lieber. Erstmal still beobachten, was da los ist!«, und heute bin ich saufroh, dass ich das gemacht habe. Weil nämlich immer deutlicher wird, wo die Fallen lauern.

Es gibt immer mehr Bücher, unter denen stehen zwanzig Fünf-Sterne-Rezensionen, die alle irgendwie homogen wirken. Da wird der Klappentext mehr oder weniger wiederholt, dann kommen Sätze wie »Ich fand das Buch flüssig zu lesen« oder »Die Autorin schreibt gut«. Das klingt so prickelnd wie ein Schulaufsatz. »Als wir den Ausflug gemacht haben, war das Wetter schön.« Hm. Wo sind da die Emotionen? Dafür wirft ein Blick auf den Verkaufsrang dann auch noch die Frage auf, ob das Buch im letzten Jahr überhaupt zwanzigmal verkauft wurde, denn ein Rang jenseits der 350.000 lässt nicht wirklich einen Bestseller vermuten. Ich weiß das, ich hab auch schon Ladenhüter-Zeiten erlebt! 😀

Und dann? Dann lässt der Autor oder die Autorin in seinem Rezensionsmarketing irgendwann nach und was passiert dann? Langsam tröpfeln organisch entstandene Rezensionen rein. Die fangen dann an mit Sätzen wie: »Ich hab mir das Buch aufgrund der vielen tollen Rezensionen gekauft und war sehr enttäuscht …« Autsch. Oder auf einem Portal, das der Autor marketingtechnisch nicht gepflegt hat (Social Selling etc.), weichen die Rezensionen krass von dem ab, was beim Riesen Amazon steht.

Und das ist genau die Falle beim Marketing mit Rezensionen, für Autoren wie Leser. Denn wir Menschen ticken ja so: Wenn wir was geschenkt kriegen, bedanken wir uns nicht mit einem Arschtritt. Noch nicht mal mit einer ehrlichen Meinung. Das ist nur menschlich, wir sind dann eben positiv voreingenommen. Das schmeichelt schließlich auch ungemein, wenn man um eine Meinung gebeten wird. Und so kommen, ob man das will oder nicht, Höflichkeitsrezensionen zustande, die uns Autoren nicht weiterhelfen und den Lesern auch nicht. Und wer einen Blick dafür hat, was zwischen den Zeilen los ist, der erkennt sowieso sofort, wann ein Buch Opfer einer übermotivierten Marketingstrategie ist, und wann Rezensionen organisch entstanden sind.

Tja. Das alles hab ich noch nicht so klar gesehen, als ich mich gegen aktives Marketing mit Rezensionen entschieden habe, ich wusste nur, dass ich ein Grummeln im Bauch hatte. Alles, was ich in der Richtung unternommen habe, ist die Bitte an meine Leser im Nachwort meiner Bücher, mir doch eine Rezension zu schenken, wenn sie das Buch gelesen haben. Aber ich bitte niemanden, meine Bücher zu lesen, um mich zu rezensieren. Für mein Gefühl würde ich damit den Gaul von hinten aufzäumen und mir selbst ins Knie schießen, weil ich immer das Gefühl hätte, das Ergebnis zu verfälschen und auf falsche Rezensionen reinzufallen.

Und auf meine ersten paar Rezis hab ich auch Wochen oder sogar Monate gewartet. Dafür steht aber auch in keiner meiner Rezensionen »Das Buch ist sehr flüssig zu lesen«. Bei mir stehen so Sachen wie »Soooookie, du coole Sau!«, »Diese Schweden Bande ist der Oberbrüller« oder ein stolzes: »Ich hab alle Bände gelesen!« Das ist alles so echt, lebendig und emotional, dass das Warten sich wirklich gelohnt hat. Ich bin einfach nur froh, dass ich der Versuchung, meine Rezensionen durch gezieltes Empfehlungsmarketing zu pushen, widerstanden habe.

Also, noch mal: Rezensionen sind dir ja wohl nicht so wichtig?

Nö! Rezensionen sind mir wahnsinnig wichtig. Wenn sie echt sind. Ich verschenke nur keine Bücher, um welche zu erhalten, weil ich dann immer im Hinterkopf hätte: »Das sagst du jetzt nur, weil ich dir das Buch geschenkt habe!« Das ist so ähnlich, wie wenn ich meiner Tochter sage: »Hach, du bist so klug und so hübsch und so einfach, rrrrra, ich bin so stolz auf dich!« Also eine Fünf-Sterne-Rezension. Dann lacht die und sagt: »Das sagst du nur, weil du meine Mutter bist!«

Natürlich bin ich als »Rezensentin« dann gekränkt, weil sie mich nicht ernst nimmt, aber ihr versteht, was ich meine. Irgendwie ist das ein Dilemma. Aber die Sache ist doch die: »Verschenke« ich Bücher für Leserunden auf dafür geschaffenen Portalen oder in Social Media Gruppen mit Gruppenregeln in der Art »14 Tage Zeit für eine Rezension«, gehen die Leser damit ein Commitment ein und müssen mein Buch jetzt lesen, ob sie da gerade Lust zu haben oder nicht. Und ich möchte gar nicht, dass mich jemand liest oder rezensiert, weil er sich verpflichtet fühlt.

Dann lieber weniger Rezensionen, aber dafür organische, die einfach zustande kommen, weil Leser aus ihrer Komfortzone kommen, weil sie denken: »Wenn ich das jetzt nicht irgendwem mitteile, platze ich!« Natürlich freue ich mich da auch viel mehr über fünf Sterne als über zwei, aber jede allein durchs Lesen motivierte Rezension ist auf ihre Art wertvoll, weil Leser damit ganz viel zurückgeben. Sie sagen nämlich damit: »Du hast mich emotional gepackt!«, und das ist schließlich das, was wir Autoren wollen. Oder? Wie seht ihr das?

P.S. DAS war jetzt echt schräg! Ein paar Stunden, nachdem dieser Artikel erschienen war, bekam ich folgende Rezension: „Habe das Buch aufgrund der positiven Bewertungen gekauft… leider, denn es ist das Geld nicht wert! Schwerfällige Versuche, komisch zu wirken. Das Werk einer Anfängerin?“, ein Stern. Offenbar bin ich irgendjemand ganz furchtbar auf den Schlips getreten, das tut mir sehr leid. Aber da kann man mal sehen, was Rezensionen für ein heißes Thema sind!

Bücherflashmob: Hasse ma’ne Mark?

Bücherflashmob: Hasse ma’ne Mark?

Ungelogen, ich bin jetzt total nervös! Dieser Bücherflashmob ist jetzt der Härtetest für meine Reichweite, also für euch! 😀 Weil – ich brauche mal eure Hilfe. Obwohl ich gerade neben mir stehe und eigentlich keine zusammenhängenden Sätze kann, also, schreiben. Sollte. Egal. Ich hab nämlich die ganze Nacht an einem epischen Trailer gebastelt und der geht so:

Bücherflashmob bei Sookie Hell!

Damit du weißt, worauf du dich da überhaupt einlässt …

Die Seite zum Buch findest du hier, aber die Startseite erzählt dir auch einiges über die Geschichte! Sieh dich ruhig erst in Ruhe um, bevor du den Mops unterstützt, ich freu mich ja immer über Besuch im Blog!

Öhm, ja. Was soll ich jetzt noch sagen? *tee schlürf* Äh, was ein Flashmob ist, wisst ihr alle. Alle kommen aus ihren Löchern, knubbeln sich kurz, haben Spaß, machen was Schräges und verschwinden wieder – in this case verschwinden sie im Idealfall, um „Beziehungsstatus 1“ zu lesen. Ein Bücherflashmob hat den Job, Algorithmen auszutricksen und alle Buchverkäufe, die sich sonst so auf den Monat verteilen, zu knubbeln, damit Amazon und Thalia denken: „Hö? Ist die berühmt oder was? Wieso hat uns das keiner gesagt?“ Und dann – flutsch! Rauscht der Mops in seiner Kategorie in die Top 100 und erlangt: Sichtbarkeit! Hach!

So weit der Plan. Aber natürlich kann ich einen Bücherflashmob nicht alleine durchführen, ist klar. Dass meine Stammleser das Buch schon haben, ist auch klar, sonst wären sie ja gar nicht in meinem Blog oder auf meinen Seiten, ist noch klarer. Ihr könnt mir aber trotzdem helfen! Also, äh, natürlich nur für den Fall, dass ihr der Meinung seid, dass meine Bücher cool sind und bekannter werden sollten. Teilt den Mops einfach wie die Wahnsinnigen, helft mir mit eurer Reichweite und dann gucken wir, was passiert! Das wird das geilste Mopsrennen des Jahres, ich schwör mit Blut!

Ja, gut, Möpse haben kurze Beine, aber so unrealistisch ist das gar nicht, dass er es in der Kategorie „eBooks Humor“ schafft, in die Top 100 zu kommen, der Wikinger hätte es nach seinem Erscheinen ganz ohne Bücherflashmob fast geschafft und die kostenlosen Sookies waren alle schon in der allgemeinen Top 100 für Noppes, vielleicht hat unser Mops ja tatsächlich eine Chance?

Ich stelle fest: Ein Bücherflashmob ist nichts für schwache Nerven!

Was hab ich mir da bloß bei gedacht? Was ist, wenn alle mich aufdringlich und doof finden und keiner mitmacht? *heul* Ich kann das jetzt noch löschen … Obwohl, halt! Atmen, Sookie, aaaatmen! Mir fällt da gerade eine Mini-Anekdote ein, die mich motiviert, nicht den Schwanz einzukneifen. Gestern hat eine sehr nette Frau, mit der ich mich in Buchgruppen auf FB manchmal unterhalte, in einem Kommentar erzählt, dass sie bei einem Polytreffen war, die Sprache auf meine Bücher kam und sich herausstellte, dass da ein Riesenfan von mir saß. Ob das „Riesenfan“ sich jetzt darauf bezog, dass der Herr 1,99 m groß ist oder ob er zu denen gehört, die alle meine Bücher gelesen haben, hab ich nicht gefragt, aber ihr versteht, was ich meine.

Man denkt als kleine Nischenautorin immer so: „Buhu, keiner kennt mich!“ und dann unterhalten sich irgendwo am anderen Ende der Welt Leute und einer sagt: „Die kenn ich!“. Ja. Das sind die Momente, wo man als Autorin Herzklopfen hat, weil man das Gefühl bekommt, dass die ganzen durchgemachten Nächte am Laptop sich gelohnt haben und dass die ganze Liebe, die da drinsteckt, nicht versickert, sondern irgendwo ankommt und Menschen berührt und zum Lachen bringt oder was weiß ich. Hm. Jetzt bin ich ganz gefühlig, das wollte ich eigentlich gar nicht. Lösch ich das jetzt wieder?

Scheiß drauf, ich starte jetzt den Bücherflashmob für den 16. und 17. September, das Büffet ist eröffnet!

Wir konzentrieren uns auf AMAZON und THALIA! Und lasst mir gerne einen Kommentar da, falls ihr mitmacht und das hier teilt, ich brauch das heute irgendwie! 😀

Buchtrailer selber erstellen – ohne zu verzweifeln

Buchtrailer selber erstellen – ohne zu verzweifeln

Weltbeste Follower und Neuankömmlinge! Bevor wir zum Thema Buchtrailer kommen, muss ich mich eben kurz entschuldigen für den Fall, dass ich euch zugespamt haben sollte, als ich den Blog optimiert und die bisher geilste Startseite meines Lebens gebaut habe (die immer noch nicht fertig ist), die ihr jetzt bitte hier bewundern sollt, wenn ihr nicht wollt, dass ich in Tränen ausbreche.

Nein, das war jetzt emotionale Ausbeutung und voll gemein. Ich fürchte aber, dass mein Jetpack-Mopped euch jedes mal eine Mail geschickt hat, wenn ich dafür einen neuen Beitrag erstellen musste und das waren einige. Gefühlte tausend, um genau zu sein. Ich sag nur: Nachtschichten! Dass ihr über jedes Pipifax-Gimmick informiert werdet, war aber gar nicht geplant. Falls es aber doch passiert sein sollte, erklärt das, wieso mir kostbare Abonnenten abgesprungen sind, während das Bauarbeiten-Schild vorm Blog hing! Ich wär da auch genervt gewesen! 😀

Für alle, die noch da sind: Heute machen wir mal zur Entspannung was richtig geiles! Wir setzen uns bescheuerte Baskenmützen auf, lassen uns einen zutzeligen Bart stehen (ja, auch die Frauen!), quarzen europäische Zigaretten wie Sven und Anna in emotionalen Ausnahmesituationen (die Nichtraucher mögen hier bitte zu Kaugummi-Zigaretten greifen, denn das ist enorm wichtig für die Authentizität!), denn heute widmen wir uns dem Thema Literaturverfilmung!

Buchtrailer – brauche ich als Autor Hühneraugen nicht dringender?

Nö! Das war nämlich so! Im Sommerloch kam ich auf die Idee, mich mit dem Thema »Buchtrailer selber erstellen« zu befassen, fasste mir ein Herz, fuchste mich in die Technik ein (iiiih, Technik!), fing dann an, kleine Filme zu basteln und ballerte das Internet damit gnadenlos zu. Dann kam die Neuerscheinung, es passierten wieder tausend andere Sachen und ich vergaß meine Buchtrailer, bis ich dann Ende August die Abrechnung für meine Buchverkäufe aus dem Juli bekam. Exklusive Amazon-Autoren fragen sich jetzt: »Hö? Wieso muss die so lange warten?«, aber bei meinem Distributor ist das nun mal so. Ich erfahre immer als Letzte, ob Leute meine Bücher kaufen! 😀

Jedenfalls saß ich dann ganz andächtig da und fragte mich: »Hö? Was war denn im Juli los, dass das so abgegangen ist, was hab ich da angestellt?« Ich grübelte, schlürfte Tee und dann fielen mir die Buchtrailer wieder ein. Und siehe da – die Buchverkäufe hatten sich locker verdoppelt. Das hat mehr gebracht als jede Preisaktion, ich schwör mit Blut! Und außer Zeit und Spaß hat mich das nichts gekostet, geil, oder? Deswegen hab ich mich weiter eingefuchst und vielleicht ist das ja auch für euch interessant – für meine Kolleginnen, aber auch für die Leser, die gern solche Trailer anklicken, um zu sehen, ob sie Lust auf ein Buch haben. Und damit ich mich nicht wieder verzettel, machen wir das jetzt hier einfach mal so super strukturiert, wie ich sonst nur für Geld schreibe! 😀

Vorüberlegungen zum Buchtrailer

Was brauchst du? Erst mal natürlich ein Buch, höhö. Obwohl – gibt es eigentlich auch schon Fan-Art-Buchtrailer? Das wär doch mal geil, falls sich einer meiner Leser berufen fühlt, meine Bücher als Fan-Art zu verfilmen, lasst es fließen! Egal, wo war ich? Deine Vorüberlegungen! Du kennst dein Buch ja besser als jeder andere, aber mir persönlich geht das dann oft so, dass ich total betriebsblind bin und auf die Frage: »Worum geht’s denn da?« nur mit einem knackigen: »Äääääh …« antworte. Das kommt natürlich bei einem Buchtrailer nicht besonders gut, deswegen hangeln wir uns jetzt mal an den Kernfragen entlang.

Wer ist die Zielgruppe für deinen Buchtrailer?

Das mit der Zielgruppe kennst du mit Sicherheit schon von Coverdesign, Klappentext, etc. Wer ist dein Wunschleser? Wen willst du mit einem furiosen Kawämm erreichen? Und jetzt kommt das Schöne an Buchtrailern – bei Klappentext und Cover hast du nur eine Chance, du hast ja in den Shops nur eine Produktseite und bist dadurch kreativ eingeschränkt. Je fokussierter du da bist, umso besser klappt das ja (ich muss da auch noch optimieren *seufz*).

Bei Buchtrailern kannst du aber die Zielgruppen besser differenzieren und dein Buch ist ja mit Sicherheit komplex genug, um verschiedene Leser auf verschiedenen Ebenen anzusprechen. Also: Schüchterne Jungs mit Brille lesen Harry Potter anders als naseweise kleine Mädchen mit fluffigen Haaren, ihr versteht, was ich meine. Beide Lesertypen haben die Bücher geliebt, aber sie lesen aus unterschiedlichen Gründen, weil sie sich mit verschiedenen Charakteren identifizieren.

Versuch also nicht, mit einem Buchtrailer alle anzusprechen, das klappt sowieso nicht, denn dann wird dein Trailer aussehen wie von der Stange. Tob dich lieber kreativ aus und erstelle einfach mehrere Trailer! Ich zeig dir mal an einem Beispiel, wie ich versucht habe, das umzusetzen. Und, äh, für alle, die mir jetzt wieder vorwerfen wollen, dass ich meinen eigenen Blog benutzte, um meine eigenen Bücher zu promoten – äh – lassen wir das einfach. Ich zeig euch jetzt einfach Trailer und dann bilden wir einen Sitzkreis und sprechen darüber! 😀

Das war glaub ich sogar mein allererster Versuch, einen Trailer zu bauen. Der kommt mir jetzt zu behäbig und langsam vor, aber ich wollte sicher sein, dass auch Leute an kleinen Monitoren alles mitbekommen! 😀 Jedenfalls ist hier Eugen die Hauptfigur des Trailers und mein Plan war, Leser anzusprechen, die gerne mal ausbrechen und den Mut aufbringen würden, etwas Neues zu wagen – und da ist das Lesen eines Beziehungsstatus-Romans ja gar nicht so verkehrt!

Wie ihr seht, richtet sich dieser Trailer – für dieselbe Buchreihe – an eine völlig andere Zielgruppe. Er soll ganz gezielt intelligente Frauen ansprechen, die ein komplexes Gefühlsleben haben und bei denen auch nicht immer alles so läuft, wie die CDU sich das vorstellt. Und wenn ich mir meine Leserinnen so ansehe, dann hat das auch ganz gut geklappt! 😀

Trotzdem gibt es bei beiden Trailern noch viel Verbesserungsbedarf, aber da kommen wir gleich zu. Wichtig ist erst mal nur, dass du verschiedene Leser auch verschieden ansprechen kannst und sogar solltest. Achte nur darauf, dass du keine Versprechen machst, die du nicht einhalten kannst und dass dein Buchtrailer die Grundidee transportiert, die die Leser dann auch wirklich durch das Buch begleitet.

Braucht ein Buchtrailer ein Drehbuch?

Yäp! Also, keine Panik, du musst jetzt nicht die ganze Story noch mal neu erfinden und einen Grafiker bezahlen, der dir ein Storyboard kritzelt, es geht nur um die Idee. Ich sehe immer wieder Buchtrailer, die mich leider nicht packen, weil sie viel zu global sind und alles und nichts sagen. Also, bei meinen Büchern wäre das zum Beispiel die Botschaft: »Anna und John verlieben sich ineinander, doch es kommt zu Problemen. Hat ihre Liebe trotzdem eine Chance?« Mööööp! Schon verloren! Da helfen auch keine Bilder von tollen Skylines und epische Musik – abgesehen davon, dass die Skylines in Ostfriesland eher von Wallhecken und Kühen gebildet werden, klingt das nach Groschenroman Nummer 4529584.

Wenn du als Autorin das Standing hast, dass deine Stammleser gerade das suchen und dir jede Neuerscheinung sofort in die Charts bringen, ist das natürlich geil, aber wenn du das nicht hast, musst du dich auf dein Alleinstellungsmerkmal konzentrieren und das dann auch rüberbringen – um die Leser zu erreichen, die genau deine Story wollen, weil sie anders ist! Wenn du das für dich klar hast, dann kommen der Elevator Pitch und der Hook! Iiiiih, das klingt nach Marketing! Yäp!

Elevator Flutsch? Was?

Pitch, es heißt Pitch! Ich konnte mit dem Wort auch nie was anfangen, bis ich irgendwo gelesen habe, dass Bill Gates angeblich tierisch gerne in seinen Firmenfahrstuhl steigt, um Leute zu piesacken und zwar mit der Frage: »Was tust du heute für mein Unternehmen?«

Tja. Wenn du jetzt rumstammelst und was von Nasebohren oder Bleistifte anspitzen erzählst, bist du weg vom Fenster. Wenn du aber flammend und punktgenau raus haust, wie sehr du gerade dafür brennst, Apple mal so richtig mit deiner Innovation in den Arsch zu treten, dann könnte es ja passieren, dass Mister Gates vergisst, an der Kantine auszusteigen, weil er mehr über deine Innovation hören will. Dann hast du es geschafft – du hast einen gelungenen Elevator Pitch abgeliefert! Mir persönlich gelingt das nie spontan, wenn ich bei Microsoft arbeiten würde, würde ich nie ohne Spickzettel in den Fahrstuhl steigen, aber Buchtrailer bastelt man ja zum Glück in Ruhe zu Hause.

Was ist also dein Elevator Pitch? Sollten Menschen dein Buch unbedingt lesen, weil du genau solche Vampir-Romane schreibst wie XY, die leider aber alle schon vor fünf Jahren gelesen haben und die jetzt total out sind? Oder handelt dein Vampir-Roman vielleicht mal von einem Vampir, der total geflasht ist von den Fähigkeiten einer Menschenfrau? Bei Sonne vor die Tür gehen? Gefühle haben? Einen Vampir total unsexy finden, weil er so immer so gefühlskalt ist? Oder müssen deine Vampire eine geheime Umweltorganisation gründen, um das verfickte Ozonloch dieser verantwortungslosen Menschen zu stopfen? Was? Hä? Lass deinen Trailer erzählen, wieso Vampir-Roman-Fans deinem Vampir eine Chance geben sollten!

Der Hook im Buchtrailer – du brauchst also einen Piratenkapitän mit Enterhaken-Klaue?

Yäp! Leg einen Köder aus, damit sie anbeißen. Tease sie, mach sie neugierig und verrate so viel, wie sie wissen müssen, aber nur so viel wie nötig, denn die wenigsten Leser stehen ja auf Spoiler. Wer will schon die letzte Seite zuerst lesen? Erzähl deine Story im Buchtrailer am besten so, dass die Stimmung rüberkommt und die Spannungspitzen angedeutet werden, aber auch so, dass es noch so oder so ausgehen könnte. Lass sie, yeah, mit einer offenen Frage in der Luft baumeln, hihi!

Ich hab das in diesem Beispiel so versucht: Buchtrailer zu Beziehungsstatus 3:

Tja. Watt issen nu eine Bromance? Klar, kann man googeln, aber kann man das beim Googeln erleben? Und was hat das mit Wikingern und Polyamorie zu tun? Ich hab den Buchtrailer zwar noch nicht getestet, aber ich bin gespannt, was passiert, wenn ich ihn ins Netz werfe. Diesen Trailer zu Beziehungsstatus 3 zu basteln hat übrigens tierischen Spaß gemacht (weil ich für die Technik nicht mehr nachdenken musste, höhö!) und mich gleichzeitig vor neue Herausforderungen gestellt. Bisher hatte ich nur Buchtrailer zum »Gesamtkunstwerk« erstellt, aber jetzt wollte ich die Geschichte eines bestimmten Bands mit einfließen lassen. Kniffelig, wenn man die Stimmung transportieren, aber Neulesern nicht den Spaß an Band 1 und 2 verderben will. Ich hoffe mal, das Teil floppt nicht. So, jetzt haben wir uns mit dem Inhalt befasst, jetzt kommt der langweilige Teil: Die Technik! 😀

Buchtrailer erstellen ohne Budget

Geht, ist überhaupt kein Ding, wenn du kreativ bist – was du als Autor sowieso bist – und ein bisschen Geduld hast zum Fummeln und Ausprobieren. Folgende Programme und Gimmicks hab ich benutzt:

Windows Movie Maker

Ich bin ja Volltrottel und Hobby-Buchtrailer-Erstellerin, also fand ich den Windows Movie Maker für die ersten Versuche völlig ausreichend. Wenn man damit arbeitet, fallen einem zwar immer mehr Funktionen ein, die man bei dem Programm gern noch hätte, aber einem geschenkten Barsch guckt man nicht hinter die Kiemen. Ich hab zwar überall gelesen, dass der Movie Maker auf sämtlichen Windows-Rechnern vorinstalliert ist, bei mir war er das aber gar nicht, also hab ich ihn hier runtergeladen. Wie das Ding funktioniert, hab ich mit ein paar einfachen Tutorials auf YouTube gelernt und dann einfach »Lörning bei Do-ing« gemacht. Es gibt für alles einen Back-Button!

Bild- und Videomaterial

Wenn ihr mal lizenzfreie Bilder googelt oder kostenlose Bilder, dann stellt ihr fest, dass sich schon viele Blogger die Mühe gemacht haben, Listen zusammenzustellen, durch die ihr euch durchklicken könnt, zum Beispiel hier und hier. Ich persönlich treibe mich meistens auf Pixabay rum, man darf nur nicht den Fehler machen, so grobe Suchbegriffe wie »Mann« oder »Frau« einzugeben – das tun nämlich verdammt viele Leute und dann nutzt du auch genau dasselbe Bildmaterial wie verdammt viele Leute. Diese junge Dame mit der Wunderkerze ist zum Beispiel so ein Fall. Jeder Blogger denkt da sofort an die Voreinstellungen eines WordPress-Themes.

Lizenzfreie Bilder für Buchtrailer

Natürlich besteht bei kostenlosen Stockfotos immer die Gefahr, dass man denkt: »Mist, da hat einer dasselbe Foto wie ich!«, aber wenn das mal passiert, ist das nicht so schlimm, wie wenn das Foto quasi schon selbst zu Marke geworden ist. Wenn man aber nicht ganz so offensichtliche Suchbegriffe eingibt, kann man Glück haben und Bilder finden, die man nicht schon tausendmal gesehen hat und die passen wie Arsch auf Eimer. Das Bild, das ich für Anna verwende, hab ich zum Beispiel unter dem Suchbegriff »Haare« gefunden. Ich persönlich finde es grundsätzlich immer cool, Bilder zu wählen, die noch Raum für die Fantasie lassen. Was mir gefällt, muss ja meinen Lesern noch lange nicht gefallen, vielleicht stellen die sich meine Hauptfiguren ja ganz anders vor als ich.

Das Sahnehäubchen – der Soundtrack des Buchtrailers!

Bilder auszusuchen macht schon tierisch viel Spaß, ich kann da stundenlang hängenbleiben und manchmal reift die Idee zum »Drehbuch« auch erst richtig aus, wenn ich Bilder sehe, die in meine Geschichte passen. Aber noch viel geiler finde ich es, mich durch Audiodateien zu klicken! Lizenzfreie Musik ist jetzt leider nicht immer sooo der Knaller, aber wenn man sich Zeit nimmt, findet auch bei den für kommerzielle Zwecke verwendbaren Stücken richtig cooles Zeug, das die Stimmung eines Buchtrailers transportiert. Ich suche immer zuerst hier, aber man kann auch bei YouTube im Video-Manager unter Video-Tools in der Audio-Bibliothek cooles Zeug finden. Musik bringt die Stimmung noch mal ganz anders rüber als pure Bilder, also nimm eine Datei erst, wenn du das sichere Gefühl hast: »Yeaaaaah! Geil!«

Der schwierigste Teil: Den Buchtrailer verbreiten

Ja, äh, jetzt könnte ich eine psychologische Abhandlung darüber schreiben, wie sehr uns das Sprichwort »Eigenlob stinkt!« geschadet hat, aber das wäre jetzt ja gar nicht ziiiielführend, nä? Fakt ist ja, dass Autoren einfach keine Rampensäue sind, sonst hätten sie sich für darstellende Künste entschieden, anstatt im stillen Kämmerlein zu arbeiten. Weil ich so harmoniesüchtig bin und immer will, dass alle sich lieb haben, hätte ich jetzt auch fast gesagt: »Lass dich von deinen Selbstzweifeln nicht ausbremsen!«, aber: Nö. Inzwischen sehe ich das anders.

Mir ging das zum Beispiel so mit der ersten Auflage der Beziehungsstatus-Romane. Ich hatte tierische Hemmungen, Werbung zu machen. Natürlich, weil meine Lehrer früher immer gemein zu mir waren und meine Mutter immer gesagt hat, ich muss mich mehr anstrengen, klar. *jammer* *wunden leck* *alle blöd find*

Tja. Dann wurde mir aber klar, dass meine Zweifel tatsächlich Gründe hatten, die auch in meiner Arbeit lagen. Die Zielrichtung war mir zu schwammig, die Aussage nicht klar genug, die Cover zu popelig, da waren einfach noch so ein paar Punkte, mit denen ich mich nicht ganz wohlgefühlt habe und die ich optimieren musste. Also hab ich so lange Arbeit in das Projekt gesteckt, bis ich das Gefühl hatte, ab jetzt ist es okay. Komplett neue Cover, umfassende Überarbeitung der Inhalte, das für mich ganz wichtige Prequel, neue Klappentexte. Das hab ich so lange gemacht, bis ich das Gefühl hatte: Jetzt ist es okay genug, um auch mal auf die Kacke zu hauen. Allen gefallen kann und will ich eh nicht, aber mir muss es gefallen, dann stehe ich auch voll dahinter. Ich sag jetzt nicht, dass es bei euch noch was zu optimieren gibt, aber für mich persönlich war das so.

Diese Fragen im Kopf! Was sollen meine Facebookfreunde denn von mir denken, wenn sie fünfmal angezeigt bekommen, dass ich was in einer Gruppe gepostet habe! Jetzt mal ohne Witz: Ich hab euch alle lieb, aber wer genervt ist, kann ja das Abo meiner Beiträge abstellen oder mich entfreunden, das ist doch völlig okay! Mir ist ehrlich gesagt inzwischen wichtiger, dass ich meine Leser erreiche, dafür mache ich das schließlich! Das wollte ich nur mal gesagt haben! 😀

Portale richtig bespielen und Buchtrailer hochladen

Also: Die Verbreitung des Buchtrailers solltest du doppelt aufstellen. Zum einen natürlich auf YouTube, denn von da aus kannst du ja ins gesamte Web verlinken, zum Beispiel auf deinen Blog, hehe! Facebook dagegen bespiele ich einzeln. Ich hatte mich total oft gewundert, wieso ich eine winzige Reichweite habe, wenn ich auf YouTube ein Video toll finde und das auf meiner Facebook-Seite teile. Dann wurde mir angezeigt, dass das fünfzehn Leute gesehen haben. Frustrierend.

Dann hab ich gelesen, dass Facebook »eigenen« Content, also direkt beim Herrn Zuckerzwerg hochgeladene Bilder und Videos, bevorzugt behandelt. Und siehe da, mit direkt bei FB hochgeladenen Buchtrailern erziele ich Reichweiten weit über tausend, wenn ich das Video auf meine Seite stelle und von da aus in ein paar Gruppen teile. Schräg, oder? Wollte ich nur mal erwähnt haben.

Ich weiß nicht, wie andere Portale das handhaben, aber grundsätzlich geht der Trend ja zum »User auf der Seite einsperren und Inhalte für sich behalten«, auf Google+ zum Beispiel ist die Funktion verschwunden, mit der man Inhalte mal eben seinen FB-Freunden zeigen kann. Also verteilt man seinen Content wohl besser direkt auf den Portalen. Tjaja, solche Sachen muss man wissen, wenn man sich im Internet wichtig machen will!

Ich persönlich hab mich jetzt für heute genug wichtig gemacht, ich hoffe, ihr konntet was mit meinen Erfahrungen anfangen und wenn ihr selbst jetzt sabbert und auch einen Buchtrailer basteln wollt, dann lasst mich wissen, was draus geworden ist! Fühlt euch frei, euren inneren Chabrol von der Leine zu lassen oder – wie Anna sagen würde – euren Fellatio Fellini. »Verfilmt« euer Buch, habt Spaß dabei und dann haut den Buchtrailer raus!

Die Buchblogger-Misere oder wie finden wir frische Inhalte?

Die Buchblogger-Misere oder wie finden wir frische Inhalte?

50 Shades of Langeweile?
50 Shades of Langeweile?

Es ist mal wieder Zeit, mit Anlauf in den Fettnapf zu springen und zu gucken, wer mitmacht. Mir läuft da nämlich seit Wochen ein Problem im Kopf rum, und das muss jetzt einfach mal raus! Ich sehe nämlich, dass viele andere dasselbe Problem haben und vielleicht schaffe ich es, eine kleine Diskussion auf „neutralem Boden“ anzustoßen. Und das Problem heißt: Frust bei Buchbloggern!

Einige misstrauische Geister werden mir natürlich unterstellen, dass ich keineswegs neutral bin, denn dies hier ist mein Autorenblog. Aber den Gedanken, everybodys Darling sein zu müssen, habe ich mir eh schon vor Jahren abgeschminkt, und wer sich in meinem Blog umsieht, stellt auch schnell fest, dass es mir hier nicht darum geht, mich selbst zu beweihräuchern, sondern um den Austausch mit euch. Ich bin nämlich im Netz als Autorin, als Leserin und als Bloggerin unterwegs und folgendes beschäftigt mich: Ich sehe immer mehr Artikel von Buchbloggern, die sich trauen, mal anzusprechen, dass sie mit dem derzeitigen Buchmarkt nicht mehr wirklich glücklich sind, zum Beispiel hier und hier. Da geht die Lust am Lesen verloren, die Bücher scheinen immer austauschbarer zu werden und irgendwann hat man das Gefühl „Kennst du eines, kennst du alle!“ Hat man die ersten drei Seiten gelesen, weiß man, wie es ausgeht.

Als Buchblogger auf dem Drahtseil

Buchblogger machen einen sehr schwierigen und inzwischen sehr wichtigen Job. Der Handel hat ja längst erkannt, dass Blogs, die Bücher besprechen, ein wichtiges Marketinginstrument geworden sind. Viele dieser Blogs werden mit wahnsinnig viel Liebe, Zeitaufwand und manchmal auch Kostenaufwand gepflegt, und wenn es für die Verlage gut läuft, kostet diese Werbung sie keinen Cent, nämlich dann, wenn Blogger ihre Blogs aus Liebe zur Sache pflegen. Solche Blogger sind für mich die Helden, denn sie sind „konzernfrei und unabhängig“. Trotzdem müssen auch diese Blogger sich an die Spielregeln halten, um sich eine Reichweite zu erarbeiten. Zielgruppenorientierter Content, eine klare Ausrichtung, Social Media Marketing, alles, was im Hinterzimmer passiert, SEO, Plug-ins, Backlinkaufbau, ihr kennt das.

Da ich selbst weiß, wie viel Arbeit in einem Blog steckt, kippe ich manchmal hinten über, wenn ich Buchblogs anklicke, die schon ein riesiges Archiv haben. Denn gerade bei Büchern ist so ein Artikel ja nie mal eben schnell geschrieben. Man muss eine Vorauswahl treffen, die Zeit zum vielen Lesen erst einmal finden und dann noch darüber reflektieren, bevor man schreibt. Und dann sind da ja auch noch die ganzen Fallstricke. Man möchte keinem Autoren schaden, aber man möchte seinen Lesern auch ehrliche Rezensionen bieten, und Lesen ist ja sehr individuell, was dem einen gefällt, findet der andere gruselig und umgekehrt. Da ist es kniffelig, den richtigen Ton zu treffen und keinen Leser zu verschrecken – denn darum geht es letztendlich ja, um die Leser.

Denn Leser wollen wir alle, sonst hätten wir als Medium ja ein altes Schulheft gewählt und würden unsere Gedanken einfach da rein schreiben. Aber trotz der vielen Arbeit bekommen viele Buchblogger einfach nicht die Reichweite, die sie verdienen. Und ich spreche jetzt einfach mal ganz klar aus Lesersicht. Ich folge auf Social Media Portalen oder direkt auf dem Blog vielen Buchbloggern und scrolle immer gern durch Gruppen, in denen Blogger ihre neuen Artikel posten. Das ist gewissermaßen meine individuelle Tageszeitung, und dafür nehme ich mir gerne Zeit. Aber diese Zeit ist einfach begrenzt.

Und wenn ich dann den zehnten Artikel über ein und dasselbe Buch sehe, dann muss ich den Blogger schon sehr mögen, um den Artikel auch anzuklicken. Natürlich ist es da schwer für Buchblogger, sich eine Reichweite zu erarbeiten, besonders dann, wenn man in den Strom gerät, Neuerscheinungen ganz schnell „durchackern“ zu müssen, um einer der ersten zu sein, die das Buch besprechen. Klar, dass da auch der ursprüngliche Spaß am Lesen zur Pflicht wird.

Ist Nummer sicher auch Nummer langweilig?

Natürlich erhofft man sich als Blogger immer eine große Reichweite. Man freut sich riesig, wenn Artikel geteilt werden, wenn Leser kommentieren und Leben in den Blog bringen. Und sich diese Anerkennung zu wünschen ist gut und berechtigt. Denn Buchblogs sind ein ganz wichtiger Beitrag zum bunten und demokratischen Medium Internet. Aber wie immer frisst die Revolution ihre Kinder.

Die großen Verlage mit einem entsprechenden Werbebudget haben Blogger längst instrumentalisiert. Der Effekt ist klar: Wenn alle dieselben Exemplare kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, besprechen auch alle dieselben Bücher. Da sind wir wieder bei der „Schwarmintelligenz“ und Bestseller werden immer noch genau so gemacht, wie vor der Digitalisierung des Buchmarktes. Wer seine Bücher am besten platziert und überall in die Kamera hält, bekommt auch die größten Verkaufszahlen.

Fernab vom Inhalt werden so die Lebensansichten geschiedener Fußballergattinnen (die sowieso von Ghostwritern geschrieben werden, also, die Lebensansichten, nicht die Exgattinnen) zum Bestseller. Einfach durch die Verfügbarkeit. Was in jeder noch so kleinen Buchhandlung direkt am Eingang liegt, wird gekauft. Und natürlich liegt für Blogger da der Gedanke nah, die großen Bestseller zu besprechen. Das Problem ist nur: Alle anderen Blogs bewerben ihre Artikel zum gleichen Buch! Und das macht es wirklich schwierig bis unmöglich, sich da ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten, dass eine nachhaltige Leserbindung schafft!

Wenn man ein bisschen drin herum porkelt, wird einem sogar klar, dass die Misere noch größer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Denn wenn man als Blogger selbst schon immer öfter das Gefühl hat: „Das Cover ist ja nett, und ich mag auch den Stil des Autors, aber irgendwie … kommt mir das alles zu den Ohren raus!“, wie soll man dann seine Leser begeistern? Aber – wo kriegt man jetzt frischen Wind her?

Ein Gedankenspiel

Stell dir vor, du bist Buchblogger. Da ich zu diesem Artikel ganz gezielt Buchblogger eingeladen habe, dürfte das einigen von euch gar nicht so schwer fallen! 😀 Also, du bist Buchblogger, und du kommst in einen Buchladen. Der Laden ist zwar groß, aber urgemütlich. So, wie ein schöner Buchladen eben aussieht – man fühlt sich sofort zu Hause. Aber irgendwas ist anders. Du stolperst am Eingang gar nicht über den Tisch mitten im Raum, auf dem sich die Spiegel-Bestseller stapeln. Stattdessen liegen da Buchtitel, von denen du noch nie gehört hast! Die Cover könnten kreativer und unterschiedlicher nicht sein, die Titel klingen ungewohnt, skurril, lustig, manchmal extrem klug, manchmal befremdlich bis strunzdoof. Wo bist du hier gelandet?

Du gehst weiter und stellst fest, dass die Erfolgstitel, die jeder liest und über die jeder bloggt, nirgendwo zu sehen sind. Die meisten Autorennamen hast du noch nie gehört! Du ziehst zaghaft ein paar Bücher aus den Regalen und überfliegst die Klappentexte. Manches klingt nach grottenschlechtem Schrott. Aber manches klingt auch nach so witzigen, originellen oder wichtigen Ideen, dass du dich fragst: „Wieso führen die anderen Buchläden das nicht?“ Bist du in einem Paralleluniversum gelandet? In einem mit einem vollkommen anderen Buchmarkt? Was machst du jetzt?

Du findest eine schrullige, bunte Verkäuferin mit Lesebrille und Staubfusseln in den Haaren. Vorsichtig fragst du: „Entschuldigung, haben Sie gar kein 50 Shades of Gähn oder ‚Biss zum Abwinken‘?“ Es wäre ja irgendwie beruhigend, die vertrauten Titel zu entdecken und zu wissen, dass du nicht in einem fremden Universum bist. Die Verkäuferin sieht dich kurz irritiert an, dann leuchtet ihr Gesicht auf. „Warten Sie, ich hab da einen sehr schönen Oscar Wilde Comic für Sie! 50 Shades of Dorian Grey, ich hab mich weggeschmissen vor Lachen! Oder hier, die Abwink-Trilogie, die Geschichte einer Frau, die Heiratsanträge von Milliardären ablehnt, weil sie lieber Meeresschildkröten rettet, das ist so romantisch!“ Du stehst jetzt vor der Wahl – entweder du gehst rückwärts wieder raus oder du fängst an zu stöbern und Bücher zu entdecken, die du niemals für möglich gehalten hättest.

Willkommen auf dem parallelen Buchmarkt!

Vielleicht denkst du jetzt: „Was für ein Saftladen, da würde ich sofort rückwärts wieder rausgehen!“ Und wer sollte sich auch dafür interessieren, wenn du Bücher besprichst, die niemand kennt? Da klickt doch kein Mensch! Vielleicht aber auch doch. Da wird zehnmal der neue Fitzek besprochen, was absolut toll ist für Herrn Fitzek, ich freue mich aufrichtig für ihn. Aber du besprichst den neuen Kokoschinsky. Denkst du, dass alle weiterscrollen, um die elfte Besprechung über Herrn Fitzek zu lesen? Oder bleiben einige hängen, weil sie denken: „Who the fuck is Kokoschinsky? Da klicke ich mal drauf!“ Herzlichen Glückwunsch, du hast neue Leser gewonnen und vielleicht sogar einen neuen Autoren entdeckt!

Die gute Nachricht ist: Es gibt diesen geheimen parallelen Buchmarkt längst. Die schlechte Nachricht ist: Kein Mensch hat Zeit, das alles zu sortieren! Und kein Blogger möchte nur Müll besprechen und seinen liebevoll gepflegten Blog in einen Linkfriedhof verwandeln. Ihr wollt schließlich lebendige Leser mit tollen Buchtipps versorgen, das ist ja der Sinn der Sache. Aber wo findet man die?

Der große Graben: Blogger und Selfpublisher

Oh, ja, autsch, jetzt wird eine heilige Kuh geschlachtet! Aber mit Anlauf in Fettnäpfe zu springen ist mein Hobby und für alle zaghaften Gemüter unter euch zeige ich euch jetzt kurz ein Bild meiner Blogstatistik nach dem letzten Meckerartikel über Marketing:

Das passiert, wenn man dem Internet mal die Meinung geigt!
Das passiert, wenn man dem Internet mal die Meinung geigt! 😀

Ihr seht also, manchmal trifft man auch einen Nerv und findet darüber tolle Leser, die einen durch kluge und durchdachte Kommentare unheimlich inspirieren können, weiter zu denken. Und der Nerv, an dem ich jetzt mal schmerzhaft zupfe, ist der zwischen dem „richtigen Buchmarkt“ und dem Garagenpunk-Buchmarkt. Selfpublishing hatte immer schon einen wahnsinnig schlechten Ruf. Vor der Geburt des Kindle galten Autoren, die ihre Bücher selbst drucken ließen, als selbstverliebte Dilettanten, die einfach nicht kapieren wollten, dass kein Verlag dieser Welt sie mit der Kneifzange anfassen würde.

Ein Buch selbst herauszubringen und zu vermarkten kam einem Selbstmord als Autor gleich. Wer das nötig hat … Auch der Handel nahm solche Bücher nur ins Sortiment auf, wenn der Autor ein Stammkunde war, der für seine Großfamilie in dem betreffenden Buchladen einkaufte und die nette Buchhändlerin einfach nicht wusste, wie sie „Nein!“ sagen sollte. Iiiiih, Selfpublishing, na, das wird ja schöner Schrott sein! Auf den Inhalt hat da niemand mehr geguckt.

Und dieser Graben hat sich nur ein kleines bisschen verschoben. Durch die Digitalierung sind einige Autoren groß geworden, indem sie sich ihr ganz eigenes Publikum erobert haben. Dann kam wieder die Revolution, happs-happs, und plötzlich lief es umgekehrt: Die Verlage traten an die Autoren heran, die sich bereits eine Fanbase aufgebaut hatten und wenig Arbeit, aber viel Kasse versprachen. Der Großteil der Autoren bleibt aber vom Mainstream unentdeckt (übrigens auch auf dem „ersten“ Buchmarkt). Und – Achtung: Nestbeschmutzer-Alarm! – es gibt auf dem Selfpublisher-Markt tatsächlich viel Schrott.

Wir hatten ja schon diverse Diskussionen, dass Autoren sich gar nicht über andere Autoren äußern dürfen. Da wird gleich Futterneid unterstellt und was weiß ich. Aber wo landen wir, wenn noch nicht mal die Leute, die wissen, wie es ist, ein Buch zu schreiben, sich untereinander austauschen dürfen? Ist das fruchtbar, so ein Tabu zu installieren? Kreative haben sich immer gefetzt, geliebt, gegenseitig verrissen, unterstützt, gezofft. Plötzlich gilt das als verpönt. Futterneid. Ich mache garantiert auch nicht alles richtig. Wer Lust hätte, einen bösen Verriss zu schreiben, würde sicher auch bei mir fündig, keine Frage. Wenn ich wollte, könnte ich mich sogar selbst verreißen, aber, hey, ich bin Autorin, schreiben kann ich, und Verrisse machen mehr Spaß! 😀

Aber irgendwie müssen wir ja mal anfangen, Dinge beim Namen zu nennen. Ich – als bewusste Selfpublisherin – verstehe jeden Blogger, der sofort dicht macht, wenn Selfpublisher ihre Exemplare anbieten. Oh, neeee, nicht schon wieder, der hunderste Aufguss eines Erfolgstitels (der innovativ war, als er erschien, nicht fünf Jahre später, als ihn schon alle abgeschrieben hatten), „Ommas Lebenserinnerungen“ (die wirklich nur die Familie interessieren) oder endlich mal ein „neuer“ Vampirroman, in dem der Vampir auch noch Rockstar ist – oh, süüüüß. Wenn ich Buchblogger wäre, würde ich da auch ganz schnell die Rollos runter machen und tun, als wäre im Blog keiner zu Hause. Aber!

Stille Denker – Die Randgruppe am Rande der Randgruppe

Es gibt nämlich auch gerade im Selfpublishingbereich AutorInnen, die unfassbar viel auf der Pfanne haben und sich ganz bewusst dagegen entscheiden, ihre Manuskripte Mainstream-Verlagen anzubieten. Diese AutorInnen sind eine Randgruppe, keine Frage. Oft sind sie schon etwas lebenserfahrener (nicht unbedingt älter) als die Facebook-Überflieger, die tausende von Fans sammeln, um dann ihre Groschenromane an sie zu verkaufen. Diese AutorInnen sind nicht unbedingt für das digitale Zeitalter geschaffen. Sie bevorzugen den Rückzug, lassen ihre Bücher in selbstgewählter Einsamkeit reifen, jonglieren unermüdlich mit Worten, weil sie gar nicht anders können und das sogar tun würden, wenn keiner guckt, einfach, weil sie das Schreiben im Blut haben.

Diese AutorInnen sind scheue Wesen, hochsensibel, und sie tun sich schwer damit, ohne jeden Selbstzweifel auf den Putz zu hauen. Solche AutorInnen sind tatsächlich SchriftstellerInnen. Und manchmal haben diese sensiblen Wesen nach fünf Minuten auf Facebook Kopfschmerzen und bleiben deshalb unentdeckt. Obwohl gerade sie es sind, die der Buchmarkt so dringend braucht. Denn sie sind keine oberflächlichen wandelnden Tagtraum-Fabriken, sondern die neuen Stimmen, die viele von uns gern mal lesen würden.

Diese scheuen Rehe des Buchmarktes stehen sich aber selber im Weg. Um wirklich gut zu schreiben, braucht man die Fähigkeit, vielschichtig auf vielen Ebenen gleichzeitig zu denken. Man muss ein guter analytischer Psychologe sein und gleichzeitig die Empathie einer lieben Mama haben, die jede Romanfigur versteht und liebt wie sie ist. Wirklich gut zu schreiben erfordert einfach Lebenserfahrung, Abstraktionsvermögen, sprunghaftes Denken auf vielen Ebenen, das zu logischen Handlungssträngen verknüpft wird. Und wer so tickt, hat ein Problem. Erstens: Es braucht viel Zeit und Energie, gut zu schreiben, da hat man den natürlichen Trieb, sich vor ständigen Ablenkungen zu schützen. Zweitens: Wer so komplex und vielschichtig denkt, leidet auch an komplexen und vielschichtigen Selbstzweifeln. Isso. Wissenschaftlich erwiesen.

Die Fähigkeiten, die man also zum Schreiben braucht, werden zum Stolperstein, wenn es darum geht, sich selbst zu vermarkten. Ich kenne Autorinnen, die arbeiten wirklich sehr hart an ihrem Marketing, fühlen sich dabei aber gar nicht wohl. Weil sie stille Denkerinnen sind, Schriftsteller sind schüchtern, sonst wären sie Rockstar geworden. Und solche Autorinnen finden es von ihrem Wesen her extrem unangenehm, im Mittelpunkt zu stehen. Sie finden ja schon den Gedanken schlimm, dass jemand denken könnte, dass sie im Mittelpunkt stehen wollen! Weil es einfach nicht wahr ist! Noch schwieriger ist es dann, sich selbst in den Mittelpunkt stellen zu müssen, damit endlich mal die Bücher irgendwann im Mittelpunkt ankommen.

Alle nicht-schreibenden unter euch können sich jetzt vielleicht eher ein Bild davon machen, warum es so schwierig ist, die „anderen“ Bücher (die es ja definitiv gibt!) zu finden. Weil die Schöpfer derselben sich eigentlich lieber mit ihrem Laptop unterm Tisch verstecken und ungestört schreiben würden, anstatt laut klappernd durchs globale Dorf Internet zu laufen und sich selbst zu loben. Das ist einfach verdammt schwer.

Wie schaffen wir jetzt eine Schnittstelle?

Ich freue mich riesig, wenn ihr als Buchblogger oder Leser (und natürlich auch die Autoren unter euch!), Ideen habt, wie man die vom Einheitsbrei gefrusteten Buchblogger und die stilleren Autoren mit den „anderen“ Büchern zusammenbringen kann. Vielleicht könnten Buchblogger sich für die Kategorie „Selfpublisher“ oder „Nischenautor des Monats“ öffnen oder ähnliches und damit auch ein alternativeres Lesepublikum anziehen. Vielleicht könnten die Buchblogger, die sich hierher verirren, uns Selfpublishern auch Anregungen geben, was euch helfen könnte, eine Auswahl zu treffen. Was braucht ihr von uns? Vielleicht kommen auch welche von den eher stillen AutorInnen hierher und erzählen kurz, wie sie sich mit ihrem Marketing fühlen und was sie gern anders hätten?

Und wo wir gerade dabei sind: So viel Eigenwerbung muss mir jetzt erlaubt sein! Falls du Buchblogger bist und Frischfutter suchst, sieh dich ruhig auf meinem Blog um, ich bin zu jeder Schandtat bereit! 😀

Und jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Meinungen, danke euch fürs Lesen dieses meterlangen Artikels und freue mich auf die Kooperationen, die vielleicht entstehen werden!

Eure Sookie

Was Marketing mit uns macht!

Was Marketing mit uns macht!

marketingbratzbirne

Ihr Lieben! Heute geht es um Marketing und den Verfall der Sitten. Und nur, um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Die Dame auf dem Bild – das bin nicht ich. Das ist eine kostenlose Dame von Pixabay, der ich eine Sprechblase gebastelt habe. Ich bin die hier:

Die olle Schrulle hier ist die Tante Sookie. Tante Sookie ist immer lieb. Manchmal.
Die olle Schrulle hier ist die Tante Sookie. Tante Sookie ist immer lieb. Manchmal.

So, jetzt haben wir alle mal gelacht und gut is‘! Warum ich heute hier bin! Erstmal natürlich, um mich heimlich hinterm Laptop mit Keksen vollzustopfen, denn ich brauche dringend Nervennahrung. Dann aber auch als euer Trendscout für Themen, die keinen interessieren! Und das Thema, das heute keine Sau interessiert, ist: Marketing! Nicht nur für Autoren. Marketing im Internet allgemein. Ich sehe da nämlich einen Trend, der mir so richtig im Auge weh tut. Und deswegen bin ich traurig. Schnief. Richtig niedergeschmettert. Und das Spiel heißt: „Ich weiß, dass du schlecht von mir denkst, aber ich denke noch viel schlechter von dir, ätsch!“ Immer zweimal mehr wie du. Leute, mal ehrlich, wo soll diese Abwärtsspirale hinführen? Ein paar praktische Beispiele? Yup!

Facebook = Autsch!

Man kann und muss es überall lesen, wirklich überall: Facebook ist eine Weltmacht, an Facebook kommst du nicht vorbei. Ich bin jetzt, nach langer Abstinenz, ja auch seit ein paar Wochen wieder bei Facebook und schleiche da manchmal als stiller Leser rum. Als stiller Leser deshalb, weil ich da – ernsthaft! – ständig Angst habe, ins Kreuzfeuer zu geraten. Was ich still beobachtet habe:

Der Rezi-Krieg

Rezensionen sind wichtig für Autoren, keine Frage. Rezensionen im Internet ersetzen heute das, was früher über den Gartenzaun kommuniziert wurde. Heute geht das nicht mehr, weil keiner mehr am Gartenzaun steht. Sitzen ja alle drinnen am Laptop. Und weil Rezensionen so ein wichtiges Marketing-Instrument sind, habe ich mich auch sehr gefreut, als ich von einer Autoren-Kollegin in eine Gruppe eingeladen wurde, in der man seine Werke Rezensenten zur Verfügung stellen kann. Jetzt bin ich aber ein Mensch, der immer erstmal abwartet und guckt, um das Terrain zu sondieren. Glück gehabt!

Denn die, wie heißt das, „Leiterin“ der Gruppe?, demontierte sich gewissermaßen vor laufenden Kameras im Facebook-Container selbst. Ich hab für jeden Menschen Verständnis, dem ein so großes Projekt mit tausenden von Menschen über den Kopf wächst, keine Frage. Aber ist es konstruktiv, nur noch alles und jeden anzugreifen? Immer mit dem Hinweis: „Ich bin ja zivilisiert, ich nenne keine Namen, aber die anderen, die sind sooo dooooof!“

Und dann wurde jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Rezensenten wurden öffentlich dafür niedergemacht, dass sie vorsichtig nachfragten, wo denn bei Amazon der spezielle Link ist, um kostenlose Rezensionsexemplare zu besprechen. Ich wusste noch nicht mal, dass es dafür einen speziellen Link gibt, aber ich bin froh, dass ich nicht gefragt habe!

Eine weitere Leserin, die sich per PN dafür entschuldigte, dass sie es im vorgegebenen Zeitraum nicht schafft, wurde öffentlich verrissen. Da kam kein „Kann ja mal passieren, sag Bescheid, wenn du so weit bist!“, nein, es kam ein meterlanger Shitstorm. Zahllose, sorry, wenn ich so unverblümt werde, Arschkriecher bestätigten „Wie kann man nur so blöd sein! Boar, ist das asozial …“ Hallooo? Die Rezensentin bekommt eBooks für 1,99 geschenkt, die Unkosten muss man als Autor natürlich erstmal wieder reinkriegen, haha!, aber da wurde ein Aufstand gemacht, als hätte sie tausend Euro im Voraus bekommen und würde jetzt nicht abliefern! Es geht hier nicht um die Deadline für ein bundesweit erscheinendes Magazin, sondern um eine Rezension irgendwo bei Amazon im Keller!

Und natürlich zelebrierte die Chefin der Gruppe einen dramatischen Nervenzusammenbruch nach dem anderen, weil sie sich ja nur für die Autoren aufopfert, weil sie weiß, wie wichtig ihre Arbeit ist, sie tut das alles ja nur aus Liebe zum Buch. Bis sie dann in die Gruppe trug, dass eine Autorin ihr per PN geschrieben hatte, sie hoffe, dass es ihr bald wieder besser gehe, weil ihr neues Buch bald erscheint. Zack! Wie kann diese Autorin nur so unverschämt sein, auf eine professionelle Ebene gehen und die Administratorin daran erinnern, was der Zweck der Gruppe ist! Und auch noch auf Besserung hoffen! 50 Kommentare darunter bestätigten: „Frechheit! Ist das asozial! Schmeißt die raus!“

Eine schrillere Realsatire zum Satz „Altruismus ist Egoismus“ hatte ich noch nie gesehen, und ihr ahnt, dass ich mich in dieser Gruppe als Autorin nicht „aufgedrängt“ habe, denn genau das Gefühl hatte ich. Was, du existierst? Batsch! Asozial! Aber ich hab doch gar nix gemacht! Batsch! Aua!

Der Profil-Krieg oder: Runter von meiner Seite!

Und ich frage mich, und euch, was ist da los? Wieso sind alle so tierisch aggressiv und unentspannt? Wieso wird man schon für ganz normale, berechtigte Fragen öffentlich bloßgestellt? Wo ist da der Lustgewinn? Ein anderes Beispiel von meiner Startseite bei FB. Ein riesen Post zum Thema: „Da hat ein anderer Autor einen Link auf meine Seite gesetzt! Frechheit! Den werd ich melden!“ Die Kommentare lesen sich dann meterlang wie die Kommentare unter einem „Wenn du die Regeln gelesen hast, bestätige mit: Frechheit!“-Post. „Einfühlsamere“ Kommentatoren erklären dann, dass man den Neid des Kollegen doch als Kompliment sehen soll, weil man ja offensichtlich mehr Likes hat als der. Und wieder frage ich mich: Wo kommen diese ganzen Aggressionen her? Soll ich euch ganz ehrlich sagen, was ich denke, wenn ein Kollege mir einen Link da lässt? Ich denke: „Oh, wie nett, da ist jemand auf meine Arbeit aufmerksam geworden und möchte sich mit mir austauschen! Da interessiert sich jemand für meine Meinung!“ Ich FREUE mich, ich Depp! Und ich klicke den Link auch noch AN! Aber ich hab die neuen Spielregeln offensichtlich eben noch nicht verstanden. Wenn jemand sich mit mir vernetzen möchte, muss ich diesen aufdringlichen Trittbrettfahrer unverschämt finden. Hmhm.

Stacheldrahtzäune im Bloggerland

Meinen ersten Blog hatte ich schon, als es Blogs noch gar nicht gab. Damals ging es darum, sich kreativ auszutoben, frei nach Schnauze zu schreiben, wonach einem ist und darüber witzige Kontakte zu knüpfen mit Leuten, die ähnlich ticken, und die man ohne dieses Medium nie getroffen hätte. Bloggen machte Spaß. Dann kam auch hier das Marketing.

Professionelle Blogger erklärten uns, dass wir uns mit Influencern verbinden müssen, um virale Effekte zu erzielen. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich: „Watt? Ich soll mich mit einer Influenza verbinden, um einen grippalen Infekt zu erzielen? Aber dann läuft mir doch die Naaase!“ Später verstand ich: Ach so, die großen „Influenza“ wollen, dass wir alle in ihren Blogs fleißig kommentieren. Dann sieht ihr Blog besser aus. Erfolgreicher. Ist ja auch gut für unseren Backlinkaufbau, man muss sich bei Google eben mit den richtigen Leuten sehen lassen. Der Grundgedanke der Vernetzung ist toll, ich liebe Vernetzung! Aber dann kam der Rollback.

Ich mag Blogs. Ich lese gerne Blogs. Ich klicke oft Blogs an, weil mich eine Headline interessiert. Ich kommentiere auch gern in Blogs, wenn der Artikel mich dazu inspiriert. Aus Spaß am Austausch und weil mich interessiert, was der betreffende Blogger mir antwortet. Ich mache aber immer öfter die Erfahrung, dass mir selbst unter Bloggern Misstrauen entgegen schlägt. „Die kommentiert doch nur bei mir, weil sie scharf ist auf einen Backlink! Eigentlich interessiert die doch überhaupt nicht, was ich schreibe! Die will sich doch nur bei mir einschleimen!“ Und ein Austausch zwischen Autoren und Buchbloggern geht gar nicht! Wir verschenken da eine riesige Möglichkeit. Noch nie konnten Autoren und Leser so leicht zusammen kommen. Aber als Autor hat man in Buchblogs nichts zu suchen, ist doch klar, dass man nur ein Marketing-Zombie ist, der kostenlose Aufmerksamkeit will! Wisst ihr, wie ich mich dabei fühle? SO, so fühle ich mich!

Mit Gorilla-Marketing zum Erfolg! Wie? Was steht da? Guerilla-Marketing? Ach so! Was ist das denn?
Mit Gorilla-Marketing zum Erfolg! Wie? Was steht da? Guerilla-Marketing! Ach so! Was ist das denn?

Leute, bitte! Zieht doch einfach mal in Erwägung, dass ich tatsächlich in euren Blogs unterwegs bin, weil mich euer Content interessiert und ich eure Gedanken interessant finde! Wir müssen auch nicht immer der gleichen Meinung sein, aber es geht nicht um Streit, es geht um Austausch! Um Vielfalt! Um Zuhören und Verstehen, Mann! Ich bin ein Dinosaurier, ich kann mich noch an das sprötzelnde Pfeifen eines dampfbetriebenen Modems erinnern, und damals ging es nicht um Marketing! Auf meinem Planeten geht es heute noch um den Austausch von Informationen und Gedanken, um kreatives Miteinander, mit, nicht gegen!

Paranoia ist keine Garantie dafür, dass niemand hinter dir her ist!

Ich merke gerade selbst, dass ich ziemlich paranoid klinge. Aber bei den Sachen, die ich in letzter Zeit beobachte, darf ich das. Noch ein Schlenker zu Facebook. Neulich bekam ich die Meldung „Frau XY hat ihre Beitrittsanfrage für die Gruppe YX bestätigt“. Na, fein. Ich klicke die Gruppe an und falle vom Stuhl. Der oberste Post ist die Meldung „Frau XY hat Sookie Hell hinzugefügt“. Und sofort darunter der Kommentar von eben derselben Frau XY: „Wenn Sie nicht endlich aufhören, mich zu belästigen, werde ich Sie melden!“ Und meinen Namen hatte sie markiert. Hä? Helft mir! Ich versteeeeeh das nicht! Ich hatte den Namen der Dame noch nie im Leben gesehen! Ich hab mich immer geweigert, Damen zu belästigen, selbst, wenn die das wollten!

Rrrrrrrra! Ich merke gerade, dass dieser Artikel keinen anderen Sinn hat, als Frust abzuladen. Tut mir leid. Aber alles, was ich will, ist doch nur, dass wir alle mal das scheiß Marketing vergessen und uns wieder lieb haben! Können wir Social Media und Blogging nicht einfach wieder als das begreifen, was es sein könnte und dem Namen nach auch ist? Können wir uns nicht einfach austauschen, uns zuhören, uns gegenseitig besuchen, Links tauschen und spartenübergreifend unsere Arbeit diskutieren, ohne immer gleich Angst haben zu müssen, dass wir durch einen „Frechheit!“-Shitstorm vertrieben werden? Können wir uns nicht einfach mal über andere Menschen freuen, anstatt sie gleich als potenzielle Feinde einzustufen?

Ich weiß, dass ich extrem sensibel bin, ist mir klar. Aber bei vielem, was ich im Internet beobachte, habe ich das Gefühl, wenn ich zaghaft sage „Hallo!“ bin ich entweder ein Neider, ein Schleimer, ein Traffic-Junkie oder ein Zombie, der andere ausnutzt für seine „Eigenwerbung“. Ich wünsche mir aber, dass wir uns hier im globalen Dorf gegenseitig supporten.

Es geht ja auch anders!

Mein einziger Lichtblick im Social Media Bereich sind die „Geisterstadt“ Google+ und die darüber entstehenden Mailkontakte. Bei Google+ unterwegs zu sein, hat ein bisschen was von einem dystopischen Roman. Bei Facebook findet die Zombie-Apokalypse statt, bei Google+ sind die angeschwemmten Sensibelchen unterwegs, die lieber Gemüsebeete anlegen und am Gartenzaun quatschen, als Massenvernichtungswaffen zu bauen. Bei Google+ aktiv zu sein, macht mir Spaß. Leute, ich muss euch ehrlich sagen: Ich bin froh, dass ich euch habe!

Und zum Abschluss – um mal ein Zeichen zu setzen – sollten Autoren, Buchblogger oder sonstwer aus der Branche über diesen Artikel stolpern: Ich freue mich, wenn ihr mir Kommentare da lasst, die auf eure Blogs verlinken. Fühlt euch eingeladen, Links zu euren Büchern da zu lassen, was auch immer. Ich steh nämlich auf Vernetzung, und ich werde nicht schlecht von euch denken, wenn ihr euch bemerkbar macht. Versprochen.

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