Autorenporträt: Sabine Joey Schäfers

Autorenporträt: Sabine Joey Schäfers

Autorenporträt

Heute kommt meine wunderbare erste Gastautorin Sabine Joey Schäfers zu Wort!

Spannung, Spaß und doppelter Boden

Sookie hat hier so einen kuscheligen Blog, da fühlte ich mich vom ersten Moment wohl. Und dann auch noch ihre geniale Idee mit der Vernetzung von Autoren und Bloggern … Da mach ich mit!, hab ich mir gesagt — und jetzt steh ich da.

Weia. Hier soll ich mich also vorstellen, und Sookie hat schon so fulminant vorgelegt. Das wird jetzt ganz schwierig, denn einiges könnte ich so fast wörtlich übernehmen. Bis auf die lila Latzhose, die hatte ich nicht. Dafür eine schwarz/weiß-getigerte Röhrenjeans, als alle anderen die mit den Blockstreifen hatten. Schon damals war ich mittendrin und hatte doch irgendwie mein eigenes Ding. Das zieht sich so durch meinen Lebenslauf. [→ Link: http://sabine-schaefers.de/stille/]

Manchmal tanze ich einfach — weil es Spaß macht! –, aber dann kommt so ein Gedanke daher, und da muss ich dann erst mal drüber nachdenken. So von allen Seiten. Und irgendwann wird das so viel Gedachtes, dass ich das aufschreiben muss, damit ich klarer sehe und vielleicht du auch.

Jetzt denkst du bestimmt, ich bin so die Grüblerin, die in ihrer Kammer hockt, Tee trinkt und geistesabwesend die Katze streichelt, während sie versucht, die Wurzeln des Universums zu ergründen. Nur, dass ich es nicht so mit der Esoterik habe. An Magie glaube ich nicht, aber daran, dass wir die Physik noch lange nicht ausgereizt haben. Und in meinen Romanen lasse ich es auch schon mal krachen, so ab und an.

»Du bist, was du liest!«

Was lese ich? Ich habe mal behauptet, ich lese alles, querbeet. Durch ein bisschen Nachdenken 😉 komme ich zu dem Schluss, das stimmt so (zur Zeit) nicht (mehr). Heute mag ich vor allem Speculative Fiction, Mystery, Cosy-Krimis und sogenannte Gegenwartsliteratur. Und wenn du dich wunderst über diese Mischung aus Spekulativem, »Seichtem« und Nachdenklichem – das bin ich. Man reiche mir das Beste aus allen Welten. Ich schreibe Mystery ohne Romance, dafür mit Raffinesse. Thriller ohne Splatter, aber mit Action und Spannung. Jugendbücher mit Tiefgang und Abenteuerromantik.

Her mit den Emotionen!

Ich steh auf Popcorn-Kino, gerne auch in Buchform! Gib mir Gefühle, gib mir Action, gib mir Humor und schöne Bilder. Gib mir Musik! Na gut, in Büchern nicht – noch nicht. Und komm mir nicht damit, das sei zu flach, zu eindimensional, zu kommerziell. Blockbuster reißen uns mit, weil sie uns super unterhalten und eine oder mehrere weitere Ebenen transportieren, wo wir das bewusst vielleicht nicht gleich merken. Aber weil das so ist, sind sie gut. Oder andersrum: Wenn es uns mit dem Zaunpfahl über den Kopf gezogen wird, ist es nicht gut gemacht. Unterschätze nie einen pfiffigen Unterhaltungsstoff!

Und schon stecken wir mit Anlauf mitten in einer meiner Lieblings-Debatten: Anspruch vs. Trivialität, E- Literatur gegen U-Literatur. Als müsste ich mich für eine Seite entscheiden. Ich will das nicht, ich sagte es schon! Ich werde immer Pop mit Jazz verknüpfen und auch ein paar Takte Zwölftonmusik einstreuen, falls es gerade passt. Daran habe ich meinen Spaß und nur so wird daraus ein Roman, den ich guten Gewissens in deine Hände legen kann.

Shakespeare oder Mark Twain, Daphne du Maurier oder Batya Gur hätten sicher gelacht, wenn man ihnen gesagt hätte, gute Literatur dürfe nicht unterhalten. Oder sag das mal einem Homer mit seiner Odyssee – Popcorn, anyone? Romane ohne Handlung sind Dadaismus. Das hat seine Berechtigung, aber es ist die Nische, nicht umgekehrt.

Es gibt immer mehrere Ebenen.

Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen, außer, sie sind es doch. Allzu sicher sein solltest du dir nie, und der Mörder ist vielleicht immer der Gärtner, aber falls es so ist, erfahren es meine Leser als Letzte. Die interessantesten Wege führen von A nach B nur über C, D und F, weil E eine ganz üble Gegend ist, die wir meiden werden … Verdammt, wie sind wir denn jetzt hier gelandet?! Pssst, dreh dich nicht um, schau niemandem direkt in die Augen, wir tasten uns jetzt gaaanz vorsichtig wieder zurück und … Ich hab doch gesagt nicht rennen! Pass auf, da kommt ein …!
Oha.

Starke Frauen und Männer, mehrdimensionale Figuren, das Aufbrechen von Klischees, neue Ideen und Lebensmodelle, Empathie und Solidarität sind Themen in meinen Romanen. Du wirst sie finden, wenn und falls du sie suchst, falls nicht – macht nichts, dann einfach viel Spaß beim Lesen 😀

Du findest mich im Internetz unter:

http://sabine-schaefers.de
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Komm doch mal vorbei gesurft und sag Hallo!

Liebe Grüße
Sabine (Joey) Schäfers