Kaffeepause im Blog bei: Vera Nentwich

Kaffeepause im Blog bei: Vera Nentwich

Ich klick mich ja furchtbar gern für eine Tasse Kaffee auf Blogs, weil – man kann ja nicht immer nur Tee trinken! Und heute hat meine Kollegin Vera Nentwich mit einem kurzweiligen Beitrag mal wieder zu meiner Unterhaltung beigetragen. Übrigens habe ich Vera Nentwich natürlich längst auf Facebook gelikt und freue mich sehr, dass Google+ mir zuverlässig ihre geteilten Inhalte anzeigt! 😀 Ja, ich hör schon auf mit den Facebookwitzen, aber Vera stellt in ihrem Autorenblog die Frage: „Wie findest du deine Marke?“ Und da fiel mir mal so auf: Über mich als Marke hab ich mir nie Gedanken gemacht! Und dann fiel mir noch was viel seltsameres auf: Ich will gar keine Marke sein. Wollte ich noch nie.

Vera Nentwich ist auf jeden Fall eine Marke!

Und zwar eine sehr sympathische, wie ich finde, weil sie so echt ist und man einfach keine Schublade findet, in die man sie reinstecken kann. Und das macht sie fast automatisch zur Marke. Aber sollte das nicht bei jedem Autoren automatisch passieren und zwar durch seine Bücher? Ja, gut, die Bücher müssen natürlich erst mal Sichtbarkeit erlangen, um überhaupt gefunden zu werden, aber ich als Markenflagschiff vorne wech? Näääää. Ich will gar nicht! Ich finde es geil, dass meine Bücher immer mehr zur Marke werden und dass Leute mich begrüßen mit: „Ah, du bist doch die Poly-Autorin!“, aber ich als Person will gar keine Marke sein. Ich wüsste auch gar nicht, mit was.

Ich bin aber jetzt persönlich auch kein Fan von diesem Konzept „Autorin zum Anfassen“. Ey, hallo? Mein Kater, mein Privatleben und mein Mittagessen gehen niemanden was an. Wer was über mich wissen will, kann meine Bücher lesen, da steht alles Wichtige drin. Trotzdem ist diese Markenfrage interessant. Diese Frau Schöneberger, die Vera Nentwich da als Beispiel nimmt, zum Beispiel. Selbst ICH kenn die! Und ich lebe ohne Fernseher, schneide mir die Haare selber (lese also nie beim Friseur die Gala) und schmöker eher so in Medien, in denen solche Leute nie vorkommen. Und trotzdem weiß ich, wenn beim Edeka das Tonband dudelt: „Homannomannomann, ist der lecker!“, ah, das ist die Frau Schöneberger.

Möchte ich für meinen Salatkonsum bekannt sein? Ich sag mal vorsichtig: Nö.

Jetzt frag ich mich ernsthaft: Woher kenne ich die „Marke“ Frau Schöneberger? Über welche Kanäle ist die in mein Gehirn gesickert? Und das Schräge daran ist: Ich hab keine Ahnung, was die Frau beruflich macht! Ist die Schauspielerin, Moderatorin oder was? Ich weiß eigentlich nur, dass die dafür bezahlt wird, dass sie gern Feinkostsalate aus Plastikverpackungen isst, anstatt sich Salat selber zu machen … aber, hm, ja. Eine Marke ist sie wohl, sonst würde ich sie ja nicht kennen. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre so eine Marke … sagen wir mal, ich wäre bekannt als die Frau, die beim Edeka vom Band säuselt: „Drei Tassen sind Ostfriesenrecht! Hmmmm!“

Irgendwie … das würde sich schon komisch anfühlen. Nee, ich bleibe lieber markenlos. Sollen meine Bücher ihren Weg mal schön alleine gehen, die schaffen das! 😀 Aber danke, liebe Vera Nentwich, für diesen Denkanstoß, das hat Spaß gemacht, mir darüber mal Gedanken zu machen, die Kaffeepause hat sich gelohnt! Jetzt weiß ich jedenfalls, dass ich kein Marken-Korsett tragen will! 😀