Die kostenlose XXL-Leseprobe

Die kostenlose XXL-Leseprobe

Der Klassiker: Die kostenlose XXL-Leseprobe zum Roman „Beziehungsstatus 1: Wer’s zuletzt macht, macht’s am besten!“

Die kostenlose XXL-Leseprobe bietet rund neunzig Seiten Lesestoff! Der Anfang des ersten Polyamorie-Romans, in dem du alle Figuren kennenlernst, mit ihnen in Eugens Künstler-WG ziehst und zum ersten Mal von Polyamorie hörst! Welche Romanfigur wird dein Lieblingsheld?

Klappentext zur XXL-Leseprobe

Wer eine offene Beziehung führen will, kann doch nicht ganz dicht sein, oder?

John O’Molloy schlägt sich als Einzelgänger durchs Leben. Der hochbegabte Maler hat sich längst damit abgefunden, dass er keinen wirklichen Kontakt zur Menschheit bekommt, er ist eben zu skurril und sprunghaft. An die Liebe glaubt John schon lange nicht mehr und seinen sinnlichen Hunger stillt er mit oberflächlichen Bettgeschichten.

Um niemanden zu verletzen, gibt er sich größte Mühe, seine Affären voreinander geheimzuhalten. Das würde sogar funktionieren, wenn er nicht immer die Namen verwechseln würde. Ausgebrannt kehrt John New York den Rücken und zieht im Garten einer ostfriesischen Künstler-WG in einen Bauwagen, um das einfache Leben zu suchen. Aber er findet Anna.

Die junge Autorin hat aus Berlin »rüberjemacht«, fragt sich, wieso Ostfriesland im Westen liegt und ist so rotzfrech und zart, dass sie garantiert von Elfen abstammt. Anna ist noch widersprüchlicher als er selbst und alle erprobten Mittel versagen. Weder Johns scheuer Verführerblick noch sein jungenhafter Charme verfangen bei dieser Frau und als er den Romantik-Joker ausspielt und sie malen möchte, lacht sie nur darüber.

Trotzdem spürt John, dass er eine tiefe, intuitive Verbindung zu Anna hat. Er will den Wildfang zähmen, liebevoll auf Händen tragen und leidenschaftlich unterwerfen. Völlig verwirrt von diesen widerstreitenden Gefühlen sieht John sich schon als Milliardär im Anzug die Peitsche schwingen, aber Anna lässt ihm keine Zeit, sich zu gruseln.

Denn sie stellt John vor ein ganz anderes Rätsel. Sie hat sich wirklich in ihn verliebt. Das allein ist unfassbar genug. Aber Anna ist polyamor und möchte zwei Männer lieben – ganz offen und am liebsten für den Rest ihres Lebens. Einen hat sie sogar schon.

Johns gesamtes Weltbild zerbröselt wie ein trockener Keks. Er kocht vor Eifersucht auf diesen anderen Mann und beschließt, Anna aus diesem »Polyamorie« genannten Liebeschaos zu retten. Ausgerechnet der chronische Streuner will die wilde Elfe zur Monogamie bekehren. Das leidenschaftliche Duell zweier liebestoller Dickköpfe beginnt …

Kostenlose XXL-Leseprobe zu Band 1 der Beziehungsstatus-Reihe, die mit Witz und viel Gefühl die große Liebesgeschichte von John und Anna erzählt und dabei ein brandaktuelles Thema aufgreift. »Polys«, also Menschen mit mehreren Partnern, sind die neuen Lieblingsfreaks der Medien. Aber wie lässt sich Polyamorie wirklich leben und warum sollte man das tun?

Du erhältst die kostenlose XXL-Leseprobe bei allen Shops, die kostenlose eBooks führen!

Bist Du Kunde bei Amazon oder bei Thalia? Dann klicke hier oder hier!

Und wenn die Geschichte dir gefallen hat, revanchiere dich doch für die kostenlose XXL-Leseprobe mit einer kleinen Rezension!

Flüsternacht 1: Kostenlos und heiß!

Flüsternacht 1: Kostenlos und heiß!

Flüsternacht 1: Die erste Liebesnacht von John und Anna unzensiert!

Die kostenlose Erzählung „Flüsternacht 1: Wie erzieht man seinen Dom?“ ist das Geschenk an alle Leser, die es nicht abwarten können oder es ganz genau wissen wollen!

Klappentext zu Flüsternacht 1:

Anna ist polyamor und liebt ihren Gefährten Sven. Beide haben auch andere Beziehungen und teilen alles miteinander, nur nicht Annas devote Neigung. Denn Anna hat die tiefe Sehnsucht, sich vollkommen fallenzulassen, wenn ein dominanter Mann im Bett sanft die Führung übernimmt.

Als sie John kennenlernt, spürt sie sofort, dass der sensible Künstler dieselbe Sehnsucht hat wie sie, diese aber noch nie ausgelebt hat. In dieser sinnlichen Geschichte erzählt Anna von ihrer ersten Nacht mit John, von gefühlvollen Küssen, heißem Geflüster und hartem Sex. John entdeckt den Dom in sich und führt Anna an die Grenzen einer wilden, stürmischen Lust, aber wird er Sven akzeptieren?

Das sinnliche Spin-off der Beziehungsstatus-Romane lässt die Leser intime Momente mit John und Anna erleben und erlaubt einen tiefen Einblick in das gefühlvolle Leben einer polyamoren Frau.

Du findest die Flüsternacht 1 in allen Shops, die kostenlose eBooks anbieten!

Versuche es bei Amazon oder Thalia!

Sookie und Erotik: Das Schweigen Dilemma! Hä?

Sookie und Erotik: Das Schweigen Dilemma! Hä?

Sieht das Cover im Artikelbild sehr bescheuert aus oder geht das?

Ihr Lieben! Jetzt gerade bin ich so verpeilt, wie ich immer wirke, weil! Ich war bei Amazon im Schmuddelregal und hab „Indusdriespionooosch“ betrieben, wie der Ostfriese sagt. Dann bin ich falsch abgebogen und hab mich da stundenlang verfahren. Jetzt hab ich zwar Tränen gelacht, bin aber vollkommen verwirrt. Und ratlos. Worum geht’s?

Tja. Sex zu haben ist toll. Über Sex zu lesen bestimmt auch. Obwohl ich da ehrlich gesagt nicht so mitreden kann. Die Autoren, die ich verschlinge, wenn ich überhaupt mal zum Lesen komme, sind Leute wie Balzac, Gogol, Hardy oder Gaskell, Flaubert, oder, oder. Und die hatten mit „expliziten Szenen“ einfach noch nix am Kopp.

Aber auch ich bin natürlich nicht drumherum gekommen, die eine oder andere Sexszene zu lesen und ich weiß, dass das sehr individuell ist. Als ich Teenager war, waren zum Beispiel gerade diese Steinzeitschmöker von Jean M. Auel omnipräsent, und ich hab die Teile verschlungen. Ich fand das unglaublich spannend, wie die Menschen damals ohne Strom, Kühlschrank und Supermarkt klargekommen sind. Und da gab es auch Sexszenen. Laaange Sexszenen. Um nicht zu sagen: langatmige Sexszenen. Also, für mein Empfinden. Ich fand die so spannend wie die Landschaftsbeschreibungen bei Tolkien. *überblätter*

Und Jaaahre später quatsche ich so mit einer Mitbewohnerin und wir kommen auf diese Bücher zu sprechen und sie erzählt mir, dass die Bücher an ihrem Gymnasium rumgingen wie heiße Ware, weil alle so scharf drauf waren, die Sexszenen zu lesen. Da ist mir beim Puhlen die Krabbe aus der Hand gefallen! Hä?

Erhellend. Was Leser als erotisch empfinden und was nicht ist eben genau so individuell wie die Frage, was sie als komisch oder spannend empfinden. Also, das Handwerk muss immer gut sein, klar, aber ihr versteht, was ich meine. Es will ja nicht jeder zu explizite Szenen lesen. Ich kann das gut verstehen, wenn man was nicht lesen will. Ich zum Beispiel fasse keine Thriller an über irgendwelche Psychopathen, die junge Frauen abschlachten. Andere verschlingen das und kauen sich die Nägel ab, ich mag solche Bücher noch nicht mal anfassen.

Wie viel Erotik verträgt ein Roman?

Jetzt geht es ja in meinen Büchern um Gefühle. Natürlich auch um erotische, sinnliche Gefühle, aber der Sex steht nicht im Vordergrund der Story. Deswegen baue ich Sexszenen nur dann ein, wenn sie für die Entwicklung der Handlung und der Figuren wichtig sind. Und manchmal sind sie das, weil sich dabei Gefühle und Bewusstwerdungsprozesse entwickeln, die eine Verhaltensänderung der Figuren erklären und einleiten. Mein Gott, klingt das technisch, aber ihr seid meine Leser, ihr wisst ja, was ich meine! John ist eben manchmal verwirrt! 😀

Aber irgendwie steht der Sex eben doch im Vordergrund der Story, denn wenn es um Polyamorie geht, kann man Lust ja nicht aussparen. Kein Mensch reagiert total emotional mit Verlustangst, Eifersucht, Verunsicherung oder auch Wut, wenn er einen Schachpartner hat, der auch mit anderen Schach spielt. Insofern ist der körperliche Aspekt der Liebe ein ganz wichtiger Teil der Romane.

Und was da zwischen John und Anna emotional passiert, finde ich als Autorin einfach extrem spannend. Und ich schreibe auch gern darüber, weil sich zwischen den beiden in ihren intimen Momenten genau die tiefen Gefühle entwickeln, die die Story wie von selbst tragen. Und ich glaube, ich schaffe es auch, weder zu sehr ins Pathetische, noch ins Ordinäre abzurutschen. Obwohl ich schon dafür gerügt wurde, dass ich das Wort „Schwanz“ benutze. Ich meine, wir hatten sogar hier im Blog irgendwann mal eine Diskussion darüber.

Aber mal ehrlich, wir reden hier von Anna und John. Wenn ich John ein „Gemächt“ oder einen „Liebesspeer“ andichten würde, würde ich komplett die Chemie killen. Die müssten so lachen, dass John gar nicht mehr könnte und Anna würde sich wahrscheinlich Notizen machen und gleich die nächste Hochlandrammler-Schnulze plotten. Lothar würde dabei die Kamera draufhalten und Steffi hätte Schnappatmung vor Lachen, während Eugen Tee und Schnittchen serviert und einfach mal rot wird, ohne genau zu wissen, warum. In so einer wilden WG sind ungestörte Momente zu zweit eben eine kostbare Seltenheit.

Nichtsdestotrotz sind Anna und John ja sehr sinnliche, impulsive Charaktere und die erotische Spannung zwischen ihnen ist vielleicht das wichtigste Element der ganzen Geschichte. Denn die Kernfrage ist ja nun mal: Wie geht man damit um, einen Menschen zu lieben, der nicht im herkömmlichen Sinne treu ist? Wie vermeidet man es, den geliebten Menschen zu verletzen, wenn man ihm keine Treue geben kann, weil man dann den anderen geliebten Menschen verletzen würde? Eine kniffelige Sache das!

Und da gehören für mich als Autorin die großen, archaischen Gefühle Lust und Leidenschaft einfach zur Story. Aber wie gesagt, ich verstehe jeden Leser, der das gar nicht so genau wissen will, ich versteh aber auch jeden Leser, der es ganz genau wissen will. Deswegen werde ich jetzt, wo Anna und John es endlich geschafft haben, im Bett zu landen, sehr intensive, intime Szenen in kleine erotische Erzählungen auslagern, die zwar hoffentlich sehr schön und leidenschaftlich sind, aber die den Lesefluss der Romane nicht stören, wenn man sie nicht gelesen hat. Das war für mich von Anfang an klar.

Wie mach ich das denn nu?

Äh, was wollte ich jetzt sagen? Ah! Jetzt hab ich aber folgendes Problem! Ich bin zum ersten Mal, seit ich an dieser Romanreihe arbeite, unsicher und verwirrt. Normalerweise arbeite ich wie ein stures Maultier, das genau weiß, wo es lang will und bin in meiner Sturheit auch unbeirrbar. Keine Testleser und nichts, ich frag nicht „Hey, wie gefällt euch das Cover?“ oder sonstewatt, weil ich die Logik einfach so klar habe, dass ich noch so konstruktive Kritik mitten im Arbeitsprozess gar nicht haben kann. Wenn ich fertig bin, finde ich Kritik immer sehr hilfreich und bessere gerne nach. Aber an diesem Punkt war ich noch nie ratlos! Cover und Titel! Sonst das Sahnetörtchen, das ich mir verdient habe, wenn ich eine halbe Million Zeichen in den Rechner gehackt habe!

Also. Ich hab jetzt eine explizite Erotikerzählung über John und Anna hier liegen und dachte, och, hmm, ist ja kein Ding, da gehst du einfach mal bei Amazon im Erotikregal gucken, was da geht. Wie sehen die Cover aus, wie lauten die Titel, wie sind die Klappentexte? Und, ohne Witz, ich krieg das nicht zusammen. Ich hab nichts gegen Sankt Pauli, versteht mich jetzt bitte nicht falsch, es geht hier nicht um Moral, Schmuddel oder irgendwelchen elitären Dünkel („Meine Romanfiguren sind nicht so!“), nein, es geht darum, es passend zu machen, weil der Angler doch dem Fisch schmecken soll! 😀

Was für einen Titel soll ich bloß nehmen? Muahahahaaaa!

 

  1. „Zugeritten vom Maler“?
  2. „Wilde Spiele im Bauwagen“?
  3. „Die heiße Spritztour der Elfe“?
  4. „Der Konkubinator samt ab“? Ich geh kaputt vor Lachen!
  5. „Heiße Nächte in Ostfriesland“? Da denkt man doch an brünftige Ottifanten!
  6. „Gezüchtigt vom verpeilten Millionär“?

 

Och, Mensch, Kinnings, das geht doch alles nicht! Mir fallen nur so absurde Titel ein, die zu den Flying Kluntje passen! Aber das rutscht doch bei der Erotik-Konkurrenz sofort ins Nirvana!

 

  1. „Ich habe dir nie einen Neurosengarten versprochen“
  2. „Wackeln im Sturm – die polyamore Ostfriesland-Saga“
  3. Oder vielleicht mehr so in die künstlerische Richtung? „Flachgelegt mit dem Flachpinsel“?
  4. FIFTY SHADES OF SEAN???

Oh, neeee! Da fällt mir ein, kennt ihr noch diesen alten Witz, als Kohl noch im Amt war? Also! Helmut Kohl macht ein Kreuzworträtsel. Amtierender Bundeskanzler mit vier Buchstaben. Sagt er: „Ist doch klar: Ich!“ Ich passt nicht. Fragt er Hannelore. Lorchen sagt: „Ist doch klar: Du!“ Kohl zählt ab, passt nicht. Fragt er seinen Verteidigungsminister. „Wer ist denn der amtierende Bundeskanzler?“ Sagt der Minister: „Na, Sie!“ Passt auch nicht. Kohl geht nach Hause und kann die ganze Nacht nicht schlafen. Irgendwann weckt er Hannelore und ruft: „Jetzt weiß ich, wen die meinen! MICH!“

Ja, äh, und daran muss ich immer denken, wenn die Miss Steel den Mister Grey so neckisch fragt: „Und was hab ich davon, wenn ich mich von einem psychopathischen Großkotzkapitalisten mit seinen Spielsachen hauen lasse?“ Dann sagt er: „Mich!“ Und ich schrei jedes Mal: „Kohl, du Idiot! Vier Buchstaben! Rrrrrrra!“

Ähm, ja. Ich stelle fest, das vermittelt hier einen völlig falschen Eindruck. Als würde ich jedes Wochenende zur geistigen Erbauung Fifty Shades gucken, aber was ich davon halte, könnt ihr ja hier nachlesen. Ist ja auch egal. Jedenfalls … ach, Mensch. Ick liebe meine Romanfijuren. Ich will sie einfach nicht … billig machen, wenn ihr versteht, was ich meine. *seufz*

Vielleicht halten wir die Sache einfach ganz schlicht. Schwarz und schlicht. Ungefähr so wie die Beerdigung von Rudolph Valentino. Hundertausend Gäste, eine Wachspuppe im offenen Sarg und eine verzweifelte Pola Negri, die Traffic generiert, indem sie sich dramatisch schluchzend über die Wachspupppe wirft. Oder so.

Naja, irgendwie werden wir uns schon treu bleiben. Oder wie meine Kollegin Dana Brandt immer sagt: „Ich kann das!“

Ich bin fertig. Wann kommt eigentlich endlich die neue Game of Thrones Staffel? Ich brauch dringend mal ’ne Stunde Urlaub. Danke fürs Zuhören. Jetzt geht’s mir besser. Ich liebe euch.

Wieso mir von durchtrainierten, nackten Männern auf Buchcovern nur noch schlecht wird

Wieso mir von durchtrainierten, nackten Männern auf Buchcovern nur noch schlecht wird

Body

Heute in der Reihe „Sookie riskiert ein paar auf die Fresse“: Warum reduzieren wir am Buchmarkt eigentlich Männer auf stets verfügbare, willige Fleischklumpen?

Ja, ich bin es wieder, eure Sookie, der Scout für Trends, die keinen interessieren! Und heute regt mich was auf. Aber so richtig. Exemplarisch für den Grund meiner neusten verbalen Explosion habe ich euch wieder ein schönes Foto gebastelt und mache jetzt mit euch einen Test. Also, wir gucken jetzt alle auf das Foto des leicht bekleideten Herren und merken uns dann, was wir dabei gedacht haben.

Denkst du a)

„Boar, hat der einen geilen Body! *sabber* Und guck dir die fette Uhr an, das ist bestimmt eine Rolex, der hat Kohle! Und hat der da eine Krawatte um? Der ist bestimmt voll der Business-Hai, schade, dass der Hubschrauber nicht im Bild ist! Ich wünschte, mich würde so einer mal auspeitschen! Ist das eigentlich ein Buchcover? Wo krieg ich das denn?“

Wenn das Foto diese Assoziationskette bei dir freigesetzt hat, gehe zu Facebook und such dir ein einschlägiges Buch aus. Eine Assoziationskette ist übrigens, wenn man mehrere Gedanken nacheinander denkt.

Denkst du b)

„Hat der arme Kerl das nötig, für solche Bilder zu posieren? Wie viel Zeit verbringt der wohl in der Muckibude, anstatt Wale zu retten, Omas über die Straße zu helfen oder Bücher zu lesen? Und die dicke Klunkeruhr ist wahrscheinlich aus dem 1-Euro-Shop oder vom Laster gefallen, aber Hauptsache, einen auf dicke Hose machen …“

Herzlichen Glückwunsch, du bist auf dem richtigen Weg und könntest an diesem Artikel Spaß haben. Hol dir aber vorher noch einen Schokoriegel. Kohlenhydrate helfen dir, die kommenden Informationen zu verarbeiten!

Denkst du c)

„Wenn ich noch ein Buchcover mit Sixpack sehe, schreie ich! Sind die Sufragetten auf die Straße gegangen, damit wir jetzt den Spieß umdrehen und Männer zu Lustobjekten reduzieren? Wie primitiv kann die Menschheit eigentlich noch werden?“

Mach dir einen schönen Kräutertee, bevor du den Artikel liest und bring dir gleich Taschentücher mit, denn du wirst Tränen lachen und Tränen weinen!

Das ist so bescheuert, dass mir gerade gar keine Zwischenüberschrift einfällt, SO bescheuert ist das!

Also. Heute scrollte ich so über meine Facebook-Startseite und da passierte mir folgendes. Mein Auge blieb hängen an einem dieser ewigen „Ich wünsche euch allen einen wunderschönen guten Morgen, guden Middach, Kaffee mit Kuchen, Feierabend, gute Nacht, ich bin ja nicht so oft auf Facebook, aber ich schicke euch zu jeder Tages- und Nachtzeit Grüße, lasst mir ein Like da“-Posts hängen. Ihr kennt das, diese Leute, bei denen man sich fragt, ob die eigentlich Studenten dafür einstellen, dass sie rund um die Uhr das Profil bespielen. Autorenmarketing halt. Und normalerweise sind auf diesen Posts Bildchen von Cappuchino-Tassen mit draufgepuderten Kakaoherzchen, ganz zauberhaft arrangierte Kalorienbomben oder Glitzerkätzchen, die sich mit regenbogenfarbigen Einhörnern Zuckerwattebällchen zuwerfen. Aber jetzt geht der Trend zum … ich muss weiter ausholen.

Da werden Weiber zu Hyänen

Wie kritisch ich Facebook und dem dort praktizierten Autorenmarketing gegenüberstehe, wisst ihr. Ich investiere lieber Zeit und Energie in diesen Blog als „Marketinginstrument“, um vielleicht die Leser zu erreichen, die denken: „Endlich mal eine Gegenstimme!“. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich mit dem Gefühl, eine Gegenstimme sein zu wollen, nicht allein bin, wie eure vielen klugen Kommentare in diesem Blog immer wieder beweisen. Und gegen eine Sache muss ich jetzt mal richtig wettern!

Liebe Frauen!

Ich habe nun mal Social Media Profile, weil ich darüber auch seltene und total inspirierende Kontakte zu Autorinnen finde, die nicht den Mainstream bedienen (Mädels, ich liebe euch und bin froh, dass ihr da seid!). Aber ich sehe auch die andere Gruppe, die große Gruppe. Und wisst ihr, was da passiert? Da werden zum „Guten Morgen“, zum „Kaffee“ und zum „Gute Nacht!“ vollkommen sexistische, plakative Bildchen von nackten Männern gepostet, die nur noch aus Steroiden, Tattoos, Oberarmen wie LKW-Reifen und akribisch enthaarten Körpern bestehen. Diese Männer wälzen sich entweder mit „sinnlichem“ Gesichtsausdruck jederzeit verfügbar auf Betten oder die Köpfe sind einfach gleich abgeschnitten. Wer interessiert sich schon für das Gesicht! In dem könnte man ja vielleicht Gefühle oder Gedanken lesen, oder er könnte sogar was sagen, wenn er einen Kopf hat!

Und ganz ehrlich? Wenn ich sowas sehe, könnte ich kotzen. Vor gut hundert Jahren sind Frauen im Knast mit Schläuchen im Hals zwangsernährt worden, weil sie als letzten Ausweg in den Hungerstreik getreten sind, um das Wahlrecht zu erkämpfen. Wir haben gegen Diskriminierung, gegen Sexualisierung, gegen das Vorurteil gekämpft, dass Bildung an Frauen verschwendet ist, weil sie ja sowieso nur als Gebärmaschine und kostenlose Haushaltskraft zu gebrauchen sind. Wir wissen, wie beschissen sich das anfühlt, reduziert und sexualisiert zu werden. Und viele von uns haben Kopf und Kragen riskiert, um es für die kommenden Generationen besser zu machen. Auch für Männer!

Wir wollten Respekt und Gleichberechtigung. Und jede Wette: Jede der Autorinnen, die solche Bilder posten und jede der Leserinnen, die sabbernd darunter kommentieren „Oh, was für eine heiße Sahneschnitte, ich wünsch dir auch ganz süße Träumchen!“ („Wichsfantasien“ wäre in dem Zusammenhang wenigstens noch ehrlich!), würde sofort unterschreiben, dass Emanzipation ja „irgendwie“ auch wichtig ist. Sind ja alles selbstbewusste, emanzipierte Frauen, die Gleichberechtigung einfordern.

Frauen, die Männer reduzieren, reduzieren sich selbst

Und auch, wenn die Frauen, die solche Bilder kursieren lassen und solche Sprüche darunter setzen, diesen Artikel wohl nie lesen werden, es muss einfach mal raus: Auch, wenn sie ein bisschen anders aussehen und nicht ganz so viel reden, Männer gehören zur selben Spezies wie wir. Sie haben Gefühle, Gedanken, Ängste, Wünsche, Ziele, Visionen und wünschen sich genau so viel Respekt und Anerkennung wie jeder andere Mensch auch.

Männer und wir sind die Seiten derselben Münze. Glaubt ihr ERNSTHAFT, dass ihr emanzipiert seid, wenn ihr jetzt die armen Kerle auf ach so sexy definierte Bodys, aber leider ohne Kopf, reduziert? Wenn wir Frauen Männer zu ewig verfügbaren, immer willigen Fleischbrocken herabwürdigen? Wir sind alle Menschen, und dadurch, dass wir Männer auf hirnlose Sexmaschinen reduzieren, machen wir ein paar tausend Jahre Unterdrückung nicht ungeschehen, wir reduzieren nur uns selbst.

Ich will euch mal sehen, wenn Facebook nur noch von Bildern mit nackten, weiblichen Körperteilen überschwemmt wird und darunter haufenweise Männer kommentieren: „Geile Wichsvorlage! Die Sahneschnitte würde ich auch sofort knallen!“ Ohne jeden Gedanken daran, ob die „geile Wichsvorlage“ das vielleicht auch möchte. Denkt vielleicht einfach mal darüber nach, bevor ihr euch das nächste mal selbst feiert, weil ihr so „emanzipiert“ seid, Männer als wandelnde Dildos zu betrachten und demonstrativ öffentlich zu sabbern. Ein MANN dürfte sich das mit euch nicht erlauben! Und Gleichberechtigung kann nur für alle gelten, sonst ist sie keine.

Gleichberechtigung ist nicht Gleichmachung

Karl Kraus hat gesagt: „Die Erotik des Mannes ist die Sexualität des Weibes.“ Über Karl Kraus kann man sagen, was man will, er war halt ein zynischer harter Knochen und man kann ihn für frauenfeindlich halten, wenn man noch nicht genug von ihm gelesen hat, um zu merken, dass er menschenfeindlich war, um das noch näher einzugrenzen: Er ertrug keine dummen Menschen. Es gibt Tage, da kann ich das nachvollziehen.

Aber mit obigem Zitat hat Karl, auch wenn ich mich bemühen würde, das differenzierter auszudrücken, Recht. Gleichberechtigung muss heißen, dass wir alle die gleichen Rechte haben. Jeder darf so sein, wie er möchte, solange er keinem anderen schadet. Schwule müssen schwul sein dürfen, asexuelle Menschen müssen glücklich damit sein dürfen, dass sie lieber Briefmarken sammeln oder Blumen pflanzen, als Paarungsritualen nachzujagen, ich bin sogar der Meinung, dass gläubige Menschen ihre Religion ausüben dürfen müssen, solange sie ihre Dogmen für sich behalten, auch wenn ich persönlich da ein echtes Problem mit habe. Aber Gleichberechtigung gilt wie gesagt für alle oder keinen. Und deswegen müssen Männer auch Männer sein dürfen und Frauen Frauen. Und wir sind nun mal verschieden.

Zurück zu Karl, der arme Kerl hängt da die ganze Zeit in der Warteschleife, weil ich hier wieder nicht zu Potte komme. Was Karl da etwas platt sagen wollte: An dem Punkt, wo (viele, nicht alle) Männer denken „Uh, jetzt wird das aber langsam kribbelig!“, denken (viele, nicht alle) Frauen: „Huch, das ist ja Sex!“ Und das ist völlig okay und hat einen ganz einfachen Grund. Frauen nehmen Sex anders wahr als Männer.

Egal, wie emanzipiert wir sind, was für große Trucks wir fahren, wie viel Kohle wir scheffeln oder ob wir Soldatinnen werden und unschuldige Zivilisten umnieten, beim Sex sind wir Frauen – rein biologisch betrachtet, ich rede jetzt vom körperlichen Aspekt! – der passive Part. Wir müssen uns öffnen und jemanden in uns eindringen lassen. Und das ist einfach was anderes, als selber einzudringen, das macht was mit uns.

Jemanden in seinen Körper zu lassen kann man ganz schwer davon trennen, jemanden in seine Seele zu lassen, und das ist ja auch gut so. Aber wenn wir das doch wissen, wenn wir wissen, dass die Männer, mit denen wir schlafen, auch in unseren Seelen Spuren hinterlassen, dann ist es doch gut, sich die Kerle vorher genauer anzusehen. Wenn wir dagegen versuchen, genau so – sorry, liebe Männer, ich meine das jetzt tatsächlich ironisch bis rhetorisch – sexbesessen und notgeil zu werden wie Männer, tun wir uns da selber keinen Gefallen mit.

Meine Damen, wo ist eure Wertschätzung für euch selbst?

Wir alle finden Kerle, die nur auf „Arsch & Titten“ gucken doof. Was muss das für ein primitiver Flachschädel sein! Oder? Da sind wir uns doch einig. Und dann gackern und sabbern wir los, wenn ein nackter Muskelprotz sich auf einem Foto wälzt. Ich gebe zu: Als ich das Foto gesehen habe, war mein erster Gedanke, wenn ich den in meinem Bett gefunden hätte, ich hätte als erste Reaktion so gelacht, dass ich quieke wie ein Meerschweinchen und Schnappatmung kriege.

Denn ganz abgesehen davon, dass ich diesem allzeit willigen und verfügbaren Alphamännchen nicht unterstellen würde, dass er Interesse daran hätte, eine intellektuelle olle Schrulle wie mich zu „beglücken“, wäre das für mich auch gar keine Beglückung! Ey, hallo? Ein Mann muss Grips haben, Witz haben, menschliche Wärme, Intellekt, wenn die Intelligenz aus seinen Augen sprüht, wird der von ganz alleine schön, aber das? Ich bin echt kein Moralapostel, nonono, tobt euch aus und genießt eure Sinnlichkeit in vollen Zügen, aber in Sinnlichkeit steckt die Silbe „Sinn“! Aber wenn ich den „Sinn“ eines Mannes darauf reduziere, dass er dekorativ ist, wenn er nackt auf dem Rücken liegt, dann kann ich auch gleich so konsequent sein zu sagen: „Ich nehm den Neger, der passt besser zur Bettwäsche!“

Und nur so als kleiner Einschub: Klar bedienen Bücher Träume. Aber jede Frau weiß, wie es ist, mit dem Schönheitswahn leben zu müssen. Jetzt überlegt mal, wie ganz normale, liebenswerte, echte Männer sich fühlen, wenn wir sie zuballern mit omnipräsenten Fotos von den Zuchtbullen, von denen wir ja wohl alle angeblich träumen? Was soll das werden: Wie du mir, so ich dir?

Und muss ich als Frau mich so abwerten, dass ich, vorsicht, unverblümt, sofort feucht werde, weil sich der heißeste Quaterback der Schule vor mir räkelt und meint, das reicht, um mich rumzukriegen? Sorry, aber da hab ich einfach andere Präferenzen! Jeder darf natürlich die Präferenzen haben, die er haben will, aber … Oh, Gott! Wisst ihr, was mir gerade auffällt? Gibt es wirklich Frauen die so primitiv, zynisch und gefühllos sind, dass sie sagen: „Scheiß drauf was der Kerl fühlt und denkt, ich nehm den eh ja nur zum Ficken!“?

Wird der Buchmarkt deshalb überschwemmt mit Covern, auf denen groteske Sixpacks ohne Köpfe zu sehen sind? Frauen sind es, die Bücher schreiben über die Gefangene des „fesselnden“ Millardärs, der sie so lange vergewaltigt und ankettet, bis sie ein Stockholm-Syndrom entwickelt und sich eingesteht, dass sie diesen faszinierenden Schuft ja doch liebt. Das wird dann öffentlich als „Happy End“ wahrgenommen. Frauen schreiben Bücher über andere Frauen, die entführt und von Sklavenhändlern zur Sexsklavin abgerichtet werden, damit sie auf dem Sklavenmarkt mehr Geld bringen. Aber solange das vor der wilden Kulisse Tortugas spielt und die Vergewaltiger muskulös und tätowiert sind, ist das ja traumhaft schön! Und solche Bücher entdecke ich nicht etwa, weil ich im Sexshop frage, was die denn Pikantes unterm Ladentisch haben, sondern weil das auf Facebook ganz stolz offen gepostet und bejubelt wird, oder weil ich auf Amazon unter MEINEN Büchern anklicke: „Kunden, die dieses Buch kauften, kauften auch …“

Da wird das gewaltsame Brechen von Opfern romantisch verklärt. Und, sorry, Mädels, diese Bücher werden nicht geschrieben von Triebtätern, die während ihrer Haft den Schriftsteller in sich entdecken. Diese frauen- UND männerverachtende Scheiße wird von Frauen auf den Markt geworfen. Und das haufenweise. Oh, jetzt hab ich wieder was gegen andere Autorinnen gesagt, ich Nestbeschmutzerin. Da spricht wieder der Futterneid aus mir. Ganz ehrlich? Jetzt gerade würde ich wer weiß was drum geben, einfach nur primitiven Futterneid zu haben, anstatt das gesamtgesellschaftliche Problem zu sehen. Das Problem einer Gesellschaft, in der meine Töchter aufwachsen.

Eigentlich wollte ich mit diesem Artikel nur eine lustige und vielleicht etwas bissige Satire darüber schreiben, wie absurd ich es finde, wenn Frauen versuchen, die schlimmeren Männer zu sein und Männer auf das Prädikat „willige Sahneschnitte“ reduzieren. Aber manchmal bleibt selbst mir das Lachen im Hals stecken. Jetzt gerade steckt mein Tunnelblick ziemlich fest und mir wird ein bisschen schlecht. Wenn ihr eine Chance seht, mir zu sagen, dass es noch andere Menschen gibt als schreibende Triebtäterinnen, dann tut das bitte, Männer wie Frauen. Jetzt gerade könnte ich ein bisschen Seelennahrung wirklich brauchen.

Eure Sookie, die wohl mal wieder polarisiert, weil sie gar nicht anders kann