Beziehungsstatus 3: Leseschnipsel

Beziehungsstatus 3: Leseschnipsel

Beziehungsstatus Romane Flüsternacht 1

Zwischen den Manuskripten: Heute baumeln wir irgendwo zwischen „Flüsternacht 1“ und „Beziehungsstatus 3“ in der Luft. Es wird also Zeit für einen Leseschnipsel!

Ihr Lieben! It’s done, die erotische Erzählung Flüsternacht 1 ist gerade irgendwo zwischen Distributor und Buchhandel unterwegs und traditionell landen meine Bücher am Amazonas grundsätzlich in der Kategorie „Zeitgenössische Literatur“, man darf also gespannt sein, wo das „Schmuddel-Spin-off“ landet! 😀

Jetzt, wo ich das geschafft habe, kann ich mich endlich wieder ganz auf das Chaos in den Manuskripten zu Beziehungsstatus 3 konzentrieren. Ich mache nämlich seit Tagen nichts anderes, als dieses Chaos zu sichten und es ist … jetzt hätte ich fast gesagt „kompliziert“, aber nein, es ist episch.

Also, von epischer Breite sozusagen. Ich hab nämlich vier oder fünf Versionen geschrieben und die heißen auf meiner Festplatte alle natürlich ähnlich, ihr kennt das. „BS3“, okay. „BS3Final“, „BS3EndgültigeFassung“, „BS3Diesmalaberwirklich“, ich gebe zu, bei Dateinamen bin ich sehr unkreativ. Also, insgesamt sind das ungefähr 1500 Romanseiten, die ich gerade alle irgendwie im Zwischenspeicher im Hirn hab. Und das Bad putze ich jetzt auch seit drei Tagen. Obwohl, das könnte ich eigentlich jetzt eben mal … Sookie! Sitz! Jetzt konzentrier dich!

Beziehungsstatus 3 wird „lebendig“, um nicht zu sagen wild! 😀

Coverentwurf Beziehungsstatus 3

Hier seht ihr den vorläufigen Cover-Entwurf zu Beziehungsstatus 3, aber wie ich mich kenne, werde ich da noch dran schrauben

Äh, also, die Sache ist die. Der dritte Band ist im Prinzip fertig, wenn ich es schaffe, aus allen Versionen eine zu bauen. Und vielleicht kennt ihr das selber, man schreibt was. Dann liest man es, wenn man es längst vergessen hat und denkt: „Hähähä!“

Eine dieser Szenen zeige ich euch jetzt als Leseschnipsel, weil ich da gerade selber so drüber gelacht habe. Naja, vielleicht muss man dabei gewesen sein. Ist ja auch egal. Ich kann euch nicht versprechen, ob die Szene es dann ins endgültige Manuskript schafft, aber noch nehme ich Leserwünsche entgegen! 😀

Also, wie gesagt, alles noch unter Vorbehalt und das ist keine endgültige Fassung, aber zur Not verbuchen wir es einfach als „deleted scene“. Trotzdem ist es wieder Zeit für eine Spoilerwarnung, wer es also gar nicht wissen will, hält sich jetzt einfach beim Lesen wieder die Augen zu.

Ich liebe Johns Nervenzusammenbrüche!

Anna neigte den Kopf und sah Steffi an, als würde sie ein abstraktes Gemälde betrachten, mit dem sie nichts anfangen kann. »Ihr spielt zwei gegen einen. Ihr baut euch zusammen als Mauer vor mir auf, um mir zu beichten, was ihr hinter meinem Rücken zusammen gemacht habt. Was ihr da macht, ist keine Polyamorie, das ist Einhornscheiße!«

John schloss für eine Sekunde die Augen, sah einen Haufen glitzernder, bunter Pferdeäpfel vor sich liegen und versuchte, nicht zu lachen, aber er konnte einfach nicht anders. Steffi schlug nach seinem Arm und zischte: »Das ist absolut nicht komisch, John! Wir haben richtig Mist gebaut!«

Steffi wandte sich wieder an Anna und sah hinter ihr die Scheunentür aufgehen. Sven kam in den Flur und sah sich fragend um. Steffi flüsterte angespannt: »Was meinst du damit?«

John sah die fröhlich bunten Glitzerpferdeäpfel über einen Regenbogen rutschen, presste sich die Hand vor den Mund und stützte sich hilflos mit einem halb verschluckten Kreischen an die Wand. Sven sah Anna ruhig an. »Habt ihr dem Maler was untergejubelt?«

Anna sah ihn empört an. »Was? Nein! Bist du bescheuert? Der ist naturstoned!«

Steffi zupfte Anna mit einer bittenden Geste bange am Ärmel. »Anna?«

Anna seufzte und wandte sich an Sven. »Würdest du Steffi bitte mal erklären, was Einhornscheiße ist?«

John kippte hilflos kreischend vor Lachen nach vorne und hielt sich den Bauch. Sven blieb vollkommen gelassen und sah Steffi freundlich an. »Einhornscheiße ist, wenn du Pferdeäpfel in Glitzer wälzt und …«

John kippte kreischend nach hinten und klappte dann wieder zusammen wie ein Taschenmesser. Anna stieß Sven an. »Ernsthaft!«

Sven strich sich die Haare aus der Stirn und holte tief Luft. »Ernsthaft! Okay. Also, Einhornscheiße ist, wenn zwei sich einen dritten Sexpartner ins Bett holen und den dann nicht liebevoll behandeln, sondern ihren Beziehungsstress in den Dritten auslagern, um ihr System zu erhalten. Ein gemeinsames Feindbild stärkt die Bindung und Eifersuchtsdramen lenken immer so schön davon ab, dass man sich nichts mehr zu sagen hat.«

Steffi kreischte entsetzt: »Was

John wurde schlagartig still und richtete sich atemlos auf. »Was

Anna rollte gereizt die Augen zur Decke. »Also, wenn zwei den Dritten immer spüren lassen, dass er nicht dazu gehört und sich wie ein Paar benehmen, zum Beispiel, weil sie immer dasselbe sagen.«

John keuchte wieder. »Was

Steffi japste: »Was

Sven sah Anna prüfend an. »Der Maler und die Maus da sind jetzt ein Paar? Hab ich was verpasst?«

John hob die Hand und schüttelte wild den Zeigefinger. »Oh, nein! Wenn hier einer Einhornscheiße macht, dann seid ihr das!«

Anna verschränkte die Arme und sah John ausdruckslos an. »Ich weiß nicht, ob du zählen kannst, aber jetzt gerade spielen wir zwei gegen zwei.«

Sven grinste breit. »Wir spielen nicht gegeneinander, wir spielen miteinander!«

Steffi stammelte verzweifelt: »Ich will doch gar nichts von John!«

Sven beugte sich über Anna und flüsterte: »Wollten wir den Pärchenabend nicht eigentlich mit der anderen machen?«

So, jetzt wisst ihr ungefähr, was auf euch zukommt! Sollte mich jemand beim Rumgammeln auf Facebook erwischen, mobbt mich weg und schickt mich an die Arbeit! 😀