Splendor: Film über Liebe zu dritt

Splendor: Film über Liebe zu dritt


Heute ist mir ein interessantes Zeitreisephänomen passiert, das ich euch nicht vorenthalten möchte! Ich bin nämlich auf YouTube auf den Film „Splendor“ gestoßen, und dass ich einer Dreiecksgeschichte nicht widerstehen kann, ist ja looogisch. Bis jetzt hab ich mich durch das erste Drittel des gesamten Films geklickt und hebe mir den Rest für morgen und übermorgen auf, weil ich jetzt erst mal Popcorn essen und verwirrt sein muss.

Eine Zeitreise in die Neunziger

Zwei Dinge musste ich unbedingt erforschen: Von wann ist der Film und woher kommt die Darstellerin mir so bekannt vor? Geht euch das auch so, wenn ihr einen Film seht und kaputt geht an der Frage, woher ihr einen Darsteller kennt? Noch schlimmer ist das mit Synchronstimmen, die man mit einem anderen Gesicht verbindet, man verbringt da mehr Zeit in der IMDb und auf Wikipedia als mit dem Gucken des Films. Also, äh, mir jedenfalls geht das so, aber ich bin auch bekennender Zwangs-Nerd und muss immer forschen. Und woher kenne ich die Darstellerin? Na?

Kathleen Robertson, das ist die, die bei „Beverly Hills, 90210“ die Quotenpsychopathin gespielt hat, die so in Brandon Dingsda, na, Walsh verknallt war! Laut Wikipedia hieß sie in der Rolle Clare Arnold, aber mein Gehirn gibt mir die ganze Zeit was mit Emily Valentine, ich werde die Forschung also weiter ausdehnen müssen. Seufz. Hoffentlich muss ich dafür nicht Beverly Hills gucken. Einerlei! Jedenfalls ist Clare, Emily, Kathleen in Splendor sehr, sehr niedlich. Ich mochte die Darstellerin immer schon, vielleicht auch, weil ihr perfekt operiertes Puppengesicht von einem drolligen Silberblick in einer Harmonie gestört wird, die sonst wohl unerträglich langweilig wäre. Aber das Schielen reißt es echt raus! 😀

Und für Splendor ist Kathleen Roberston auch wirklich toll besetzt. Von den Beverly Hills Damen würde mir jedenfalls sonst keine einfallen, die in der Rolle glaubwürdig gewesen wäre, die biedere Brenda etwa? Oder Kelly, das arme reiche Mädchen, das doch immer nur Spießer sein wollte? Nönö, immerhin geht es bei Splendor um Liebe zu dritt und da ist für das amerikansiche Publikum die mit dem Stempel „Die spielt doch immer die Irre!“ wohl am glaubwürdigsten.

Immerhin enthält Splendor gerade noch so fernsehverträgliche „explizite Szenen“, auch, wenn bei denen, die ich bis jetzt gesehen habe, wahrlich kein Gefühl aufkommt. Die wirklich gefühlige Eingangssequenz wird leider durch sportliche Rammelszenen mit absurdem Gekreische ersetzt und ich würde sie irgendwo zwischen Bundesjugendspielen und Klimbim mit Ingrid Steeger ansiedeln, angereichert durch die Fantasien eines hormonüberfluteten pubertären Gehirns, aber wer weiß, vielleicht steigern sie sich noch und es kommt doch noch Gefühl auf, ich hab ja erst ein Drittel gesehen.

Splendor muss man nicht gucken, man kann aber

Gut, es ist ein Klamaukfilm, keine Frage. Tiefe kann man da nicht erwarten. Trotzdem fällt Splendor mir gerade deshalb angenehm auf. Die Archetypen sind so archetypisch, dass auch im Thema Dreiecksbeziehung „ungeübte“ Zuschauer sie gut einordnen können. Aber sie sind nicht so archetypisch, dass sie sich verhalten wie der heute wieder so übliche Grunz-Grunz-Macho, der sein Weibchen auch mit Waffengewalt verteidigt, ohne zu fragen, was SIE überhaupt will.

Die Frauenfigur ordnet sich auch nicht brav unter, sondern regelt mit einer Mischung aus erfrischender Naivität und Kindergartentanten-Versuchen, ihre Jungs zu „fördern“, ihre Triade. Fetter Punkt dafür. Offene Männer und eine selbstbestimmte Frau. Nur die beste Freundin als Korrektiv geht mir als komplett abgegriffen auf den Knörzel, aber da kann das arme Mädchen ja auch nichts für, ist ja nur eine Rolle, höhö. Aber die lustige, ausgefliptte Lesbe mit der lockeren Moral war einfach schon zu oft der Sideshow-Bob, um nicht zu nerven.

Charmant finde ich Splendor trotzdem, weil dieser Film von 1999 defintiv ein Kind der Neunziger ist und das Thema Liebe zu dritt völlig locker und unbeschwert handhabt, ohne mit der Moralkeule zu hauen. Heute, im Zeitalter des Rollbacks, wo psychopathische Milliardäre im Body eines Unterwäschemodels wieder das Beutestück schlechthin sind und romantische Jungfrauen sich für „den Richtigen“ aufsparen, würde dieser Film wahrscheinlich einen Shitstorm auslösen, der sich gewaschen hat.

Aufbruchstimmung und Polyamorie

In den Neunzigern aber nahm die Polyamorie-Bewegung in Amerika gerade richtig Fahrt auf und entwickelte sich tatsächlich zum „Spießer-Modell“ der Freien Liebe. Transparenz, Verbindlichkeit und Liebe lösten damals wieder das Hippie-Klischee „Wer zweimal mit derselben pennt“ ab und die Auswahl an Schubladen, in die man sich selbst reinsetzen kann, wurde endlich größer. Man musste nicht mehr nur zwischen Jesuslatschen und Krawatte wählen.

Und diese Aufbruchstimmung, es mal mit völlig neuen Beziehungsmodellen zu versuchen, bringt Splendor wirklich nett rüber. Auch, wenn ein bisschen weniger Klamauk dem Film wirklich gut getan hätte. Leichtigkeit geht auch ohne Klimbim. Aber Figuren, die versuchen, ihre Beziehungen an ihre Liebe anzupassen, nicht an Konventionen, haben bei mir eh immer einen fetten Stein im Brett. Ich klicke mich also weiter durch Splendor und bin gespannt auf den Rest!

Ein Einhorn auf der Flucht!

Ein Einhorn auf der Flucht!

<h2>Polyamorie-Lesehappen 1: Ein Einhorn auf der Flucht!</h2>

<p>Das „Einhorn auf der Flucht“ ist der Auftakt der „kleinen“ Reihe, die bereits abgeschlossen ist und die Vorgeschichte von Sven und Anna erzählt! Für eingeschweißte Fans des Liebesclans Sven – Anna – John ein absolutes Muss!</p>

<h3>Klappentext zu „Ein Einhorn auf der Flucht“:</h3>

<p>Anna und Sven leben seit Jahren in einer polyamoren Beziehung – sie haben beide auch andere Partner und reden offen über alles. Svens neue Freundin bei einem netten Essen näher kennenzulernen, ist für Anna also eine ihrer leichtesten Übungen – schließlich mag sie Katja und freut sich für Sven, dass er so eine liebenswerte weitere Gefährtin gefunden hat.
Doch dann entwickelt sich der Abend ganz anders als erwartet, denn anscheinend haben Sven und Katja einen gemeinsamen Wunsch, von dem Anna nichts geahnt hat. Denn beide wünschen sich ein „Einhorn“, also eine gemeinsame Geliebte …</p>

<p>Die Polyamorie-Lesehappen erzählen die Vorgeschichte der »Beziehungsstatus-Romane« und lassen die Leser tiefer in die Welt der Hauptfigur Anna eintauchen. Wie ist das Leben einer Frau, die sich traut, mehrere Männer zu lieben?</p>

<h3>Der Polyamorie-Lesehappen „Ein Einhorn auf der Flucht“ ist überall zu haben, wo es kostenlose eBooks gibt!</h3>

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