Rezensionen: Wenn ein Romanheld was auf die Fresse kriegt

Rezensionen: Wenn ein Romanheld was auf die Fresse kriegt

Ui, autsch, klatsch! Habt ihr schon mal Rezensionen rezensiert? Nö? Ich auch nicht. Aber heute begeben wir uns mal auf diese Meta-Ebene und machen das einfach mal. Mir ist da nämlich eine fürchterlich komplexe Sache passiert, über die ich reden muss! 😀 Um ehrlich zu sein, das Ding hat mich so eiskalt erwischt, dass ich schon wieder emotionaaal war!

Ich hab dann auch noch mal im Polyamorie-Magazin nachgelesen, was da über mich steht und irgendwie hat mich das beruhigt. Wenn DAS Fachorgan der Polyamorie-Szene schon darüber berichtet, dass die Poly-Autorin Sookie Hell immer so herrlich emotional ist, dann darf ich das wohl. 😀

Aber, Mann! Diese Rezi hat mich echt so eiskalt erwischt, dass ich im ersten Moment neben mir gestanden habe wie früher die Hausfrauen in der Waschmittelwerbung, wenn sie sich gefragt haben, was sie denn bloß falsch gemacht haben. Und es geht, ja, meine Leser lachen jetzt, um wen sonst, natürlich um John. Aber fangen wir vorne an. Ich zeig euch erst mal die Rezension, über die ich jetzt seit Tagen nachgrüble.

Mein John und sein gnadenloser Verriss – vom Umgang mit Rezensionen

Äh, wenn ihr da eben draufklickt, wird das Bild groß und lesbarer!

Bämm! So. Das ist natürlich immer ganz kniffelig, auf sowas zu reagieren, ohne einfach als beleidigte Leberwurst dazustehen, aber ich traue uns allen zu, dass wir da differenzieren können! 😀 Meine Kolleginnen werden jetzt sofort wissen, wie ich mich gefühlt habe, nachdem ich das gelesen hatte. Ich war so verwirrt, ich hab den Papierkorb ausgekippt, auf meinen Kopf gestülpt und dann hab ich mich summend hin und her geschaukelt, bis ich mich halbwegs beruhigt hatte. Ihr kennt das, oder? Sagt mir bitte, dass ihr das kennt. Man fühlt sich wie eine Löwin, der ein Junges zerfleischt wird. Das ist übrigens der Grund, wieso ich nie Bücher meiner Kolleginnen rezensiere. Weil man nie wissen kann, wie viel Arbeit und Herzblut hinter so einer Figur stecken und wann man eine Löwin direkt ins Herz trifft.

Ja, gut, ob man jetzt Harry Potter einen Stern abzieht, weil man das Buch toll, aber Voldemort unsympathisch fand, ist eine Stilfrage, die jeder mit sich ausmachen muss, das ist klar. Und mein Umgang mit Kritik ist in der Regel meine Stärke. Ich schreibe schon seit so vielen Jahren für Geld, wenn ich mich jedes mal, wenn ein Auftraggeber was zu meckern hat, heulend aufs Bett werfen würde, hätte ich längst eine dieser lustigen Jacken an, bei denen man die Ärmel auf dem Rücken verknoten kann. Um es mit Lichtenberg zu sagen: »Das ist die Wetterseite meiner moralischen Konstitution«.

Trotzdem war ich so nachhaltig verstört, dass ich mir echt Gedanken machen musste. Und normalerweise sind kritische Rezensionen für mich auch kein Grund zum Heulen, sondern eine wichtige Motivation, um zu überarbeiten. So, wie bei der Rezension, in der es den Punktabzug gab, weil die Leserin fand, dass in Band 2 der Tango zu viel Raum in Anspruch nimmt, der den Nebencharakteren gutgetan hätte, das war sehr hilfreich und ich hatte das bei der Überarbeitung zur zweiten Auflage die ganze Zeit im Hinterkopf. Aber das jetzt … Hallo? John ist ein Held!

Boar, ist das wieder kompliziert …

… aber wir sind ja hier bei Sookie, da ist das eben so. Ich frag mich natürlich selbst, ob nicht ich die Drama-Queen bin, dass ich über eine Rezension so lange nachdenken muss, dass ich sogar extra einen Artikel darüber schreibe, aber: Nö.

Und dann sind die Beziehungsstatus-Romane ja auch noch eine Komödie, das muss man doch alles gar nicht so ernst nehmen. Aber sie sind eben eine Komödie im klassischen Sinne. Ich bin nie so ernst, wie wenn ich lustig bin. Denn der Sinn einer Komödie ist es, ernste Inhalte so zu überspitzen, dass die Menschen angstfrei darüber lachen können und sich lösen, und wenn sie entspannt sind, fühlen sie sich wohl und können auch über kompliziertere Sachen mal nachdenken. Um den Che an seinen strubbeligen Haaren herbeizuziehen: »Wer herzhaft lacht, hat mich nicht richtig verstanden!«

Höhö, der Che und ich, alte Liebe rostet eben nicht. Aber der Punkt ist: Als ich meine gekränkte Eitelkeit und das Kämpferherz der angegriffenen Löwin mit genügend Schokolade besänftigt hatte, kam ich an den Kern der Sache. Der Punkt ist also: Man kann ja noch so ein alter Hase im tippenden Geschäft sein, aber bei den Herzblutbüchern kommt ja jede Figur aus einem selbst. Ja, ihr Lieben, selbst eine gewisse Portion Sonja steckt in mir, sonst hätte ich sie nicht schreiben können. Jetzt hat mich zwar keiner mehr lieb, aber da muss ich jetzt durch. Aber Fakt ist: Dieser Angriff gegen John und Anna hat mich tatsächlich richtig verletzt, weil ich an beiden Punkten in meinem Leben schon war und weiß, wie schwierig das ist.

Lebenserfahrung braucht eben ihre Zeit

Ich war schon der ängstliche Klammermensch, der irgendwie damit klarkommen musste, einen Menschen zu lieben, den er nicht für sich haben kann, und ich war auch schon die abgeklärtere Hälfte, die versucht hat, ihren Partnern die Verlustangst zu nehmen, trotz ihrer anderen Beziehung. Irgendwann hab ich mich zu einem Sven entwickelt, der seine Gelassenheit aus dem Wissen zieht, dass man sowieso nichts festhalten kann. Ja, jetzt wisst ihr’s, in echt bin ich ein zwei Meter großer, tätowierter Wikinger. Also, äh, mental. Wir reden hier nicht über meine Bauchmuskeln! *flöööt*

Nein, es geht um die Gefühlslage, und deswegen verletzt mich dieser Verriss so. Das tut mir nämlich so weh, weil ich bestimmt Leser habe, die mit John mitfühlen, mit Anna oder mit beiden, weil ihr auch irgendwo dazwischen hängt, zwischen Eifersucht und Freiheit, wie das jeder Mensch tut, monogam oder nicht. Und ich will für die LeserInnen, die sich mit John identifizieren und mit ihm mitfiebern und die seine Zerrissenheit selbst schon gespürt haben, auf keinen Fall unkommentiert stehenlassen, dass er eine Dramaqueen ist, die nicht über den Tellerrand sieht. Denn wenn er nicht über den Tellerrand sehen würde, hätte er diese ganzen inneren Kämpfe doch gar nicht!

Schildwall: Reden wir also über John!

Gut, John ist ein extrem verpeilter Chaot und man kann jetzt echt nicht sagen, dass er sich immer im Griff hat, aber er ist – wir erinnern uns – der Held einer ernsten Komödie. Und in meinen Augen ist er eine extrem starke Figur. Wie viele hochintelligente Menschen mit einer herausragenden Inselbegabung hat er an anderen Stellen einfach Defizite, isso. Er ist eben nicht der perfekte Mister Billionaire, sondern ein Held mit Schwächen.

Aber dieser Mann fängt gerade an, die Hollywoodgehirnwäsche, die er sein Leben lang erhalten hat, über den Haufen zu werfen. John hat gelernt, was wir alle gelernt haben. Liebe ist immer exklusiv, sonst ist sie eben keine. Logischerweise sagt sein Kopf, dass Annas Gefühl für ihn also unmöglich Liebe sein kann, sonst wäre sie ja treu. Und ein Mann beweist seine Liebe durch seine Eifersucht. Territorialverhalten und besitzergreifendes Denken sind die Grundsteine des Patriarchats, jeder Mann, der das infrage stellt, ist ein Held, egal, wie »suboptimal« er sich dabei anstellt und sich auch manchmal gnadenlos zum Trottel macht.

Wer keine Angst hat, braucht auch keinen Mut, oder?

An der Stelle muss ich übrigens auch mal eben sagen: Ich hab männliche Leser. Für eine schreibende Frau, die im weiteren Sinne im Segment »Liebesroman« unterwegs ist, ist das markentingtechnisch ein Ding der Unmöglichkeit. Und trotzdem seid ihr da und ihr seid open-minded genug, um auf das Thema Polyamorie neugierig zu sein, das find ich extrem sexy, muss ich mal so sagen! Ihr seid meine Helden! 😀

So, zurück zu John. Ich hab diesen Mann erfunden, weil ich finde, dass wir solche Romanfiguren ganz dringend brauchen, um mal den Druck rauszunehmen, dass ein echter Kerl keine Schwächen zeigt. Es ist wahnsinnig schmerzhaft, sich mit der eigenen Eifersucht und Verlustangst auseinanderzusetzen und gerade Männern fällt das noch mal eine Schüppe schwerer, weil sie ja nicht schwach sein dürfen und dazu erzogen werden, solche Probleme dann eben mit Gewalt zu lösen, mit verbaler, manchmal sogar körperlicher Gewalt. Dann kriegt die Olle eben auffe Fresse, wenn die fremdgeht. Oder der Rivale. Oder beide.

Wenn ein impulsiver, leidenschaftlicher Gefühlsmensch wie John einfach sagen würde: »Hm, Polyamorie, hab ich noch nie gehört, da mach ich einfach mal mit!«, wäre das für mein Empfinden und nach meiner Lebenserfahrung total unrealistisch. Weil er sein Leben lang versucht hat, in der Welt der Monogamen mitzuspielen. Er ist völlig fokussiert darauf, da endlich mal alles richtig zu machen und soll jetzt plötzlich radikal umdenken.

Wieso John mein Liebling ist? Isser? Isser!

Jede Frau, die Polyamorie tatsächlich lebt, hat schon auf die eine oder andere Art die Erfahrung gemacht, dass schwer verliebte Männer genau in dem Moment zuklappen wie Austern, wo ihnen klar wird, dass es hier nicht um ein verletztes Hascherl geht, das »gerettet« werden muss, sondern um eine selbstbestimmte Frau, die tatsächlich sagt, was sie meint und meint, was sie sagt. Dass sie nämlich polyamor ist und das auch bleiben wird. Viele, viele Männer setzen sich damit nicht auseinander, sondern verlieren dann einfach eben den Respekt und damit ist der Keks für sie gelutscht.

Und ich saug mir das ja nicht aus den Fingern, ich hab’s selbst erlebt. 98 % der Mono-Männer drehen sich in dem Moment, wo ihnen klar wird, dass das nicht »heilbar« ist, um und fragen sich, was sie in der Schlampe gesehen haben. John tut das nicht. Klar, er ist verpeilt, er richtet Chaos an, er agiert aus Verletztheit heraus manchmal kopflos und destruktiv, aber er steht für die wenigen Helden da draußen, die den Mut haben, Unsicherheiten irgendwie auszuhalten und sich vorzutasten in eine andere Art der Liebe, auch, wenn’s weh tut, auch mit Rückschlägen und unreflektierten Reaktionen.

Und auch mit der nur natürlichen Reaktion, in so einer unsicheren Situation erst mal zu klammern und Sicherheit zu fordern. Und deswegen tut die Rezension mir so weh. Weil es hier um genau die Figur geht, die es wenigstens irgendwie versucht. Und Anna?

Anna und die Polyamorie

Die Rezensentin ärgert sich darüber, dass Anna für dieses verwöhnte Kind, diese Dramaqueen, ihren Weg in Zweifel zieht. Liebe Rezensentin, das ist natürlich dein gutes Recht. Ich vermute, du bist entweder eine radikale Beziehungsanarchistin oder eine glücklich verheiratete monogame Frau, die sich eher aus soziologischem Interesse für das Thema unlimitierte Liebe interessiert. Aber Anna ist weder das eine, noch das andere. Anna ist polyamor und sie weiß aus eigener Erfahrung, wie Verlustangst und Eifersucht sich anfühlen. Und das macht sie so mitfühlend.

Polyamorie ist im Spektrum der freien Liebe das »Spießermodell«. Es geht nicht darum, eine offene Beziehung in dem Sinne zu führen, dass rein sexuelle Seitensprünge erlaubt sind. Es geht auch nicht darum, wie es in der SM-Szene von einigen Paaren toleriert/akzeptiert wird, Spielpartner zu finden, die dieselbe Neigung haben, damit man diese trotz bestehender Beziehung ausleben kann. Es geht auch nicht darum, eine Nicht-Beziehung zu führen, um keine Verbindlichkeiten einzugehen.

Die Polyamorie hat ganz feste Regeln. Transparenz, Einvernehmlichkeit und Langfristigkeit. Diese Regeln geben allen beteiligten Partnern Sicherheit und wer sich nicht absolut verbindlich daran hält, der kann, nach meiner Erfahrung, dabei zugucken, wie die ganze Sache den Bach runtergeht und auf höchst schmerzhafte Weise an Verlustangst und Eifersucht zerbricht.

Die Regeln stehen also fest und wer sagt: »Ich bin polyamor« oder »Ich will eine polyamore Beziehung führen«, der verspricht (vorausgesetzt, er kennt sich selbst, kennt sich aus und plappert nicht nur irgendwas nach, was er in einem schlecht recherchierten Zeitungsartikel gelesen hat) ganz klar Verbindlichkeiten, an die das Gegenüber sich halten kann. Sich halten können muss. Und wenn Anna sich bemüht, einvernehmlich zu handeln, zieht sie nicht ihren Weg in Zweifel, sie geht ihn unbeirrt weiter.

Polyamorie heißt Verbindlichkeit!

Bei der Polyamorie geht es also um ernsthafte, langfristige Liebesbeziehungen. Und das wird nicht einfacher, wenn ein neuer Lieblingsmensch ins Polykül kommt, sondern bedeutet immer eine schwierige Phase der Unsicherheit für alle. Die Karten werden neu gemischt und dabei muss man höllisch aufpassen, dass keiner hintenüber kippt, weil er sich übergangen fühlt. So ein Polykül ist eine sehr sensible Angelegenheit und kann immer nur so glücklich sein wie sein schwächstes Mitglied. Denn alle sind emotional miteinander verbunden, auf die eine oder andere Art.

Wenn Anna jetzt sagen würde: »Tut mir ja leid, dass du eifersüchtig bist, aber ich lass mir nichts vorschreiben, ich mache, was ich will!«, dann wäre sie als Romanfigur unlogisch, verlogen und, äh, ein blödes Arschloch. Denn dann wäre ihr Verhalten nicht polyamor. Wenn sie gesagt hätte, dass sie keine Beziehung will und keinen Bock hat auf Verbindlichkeiten, dann hätte sie das sagen können, ohne unglaubwürdig zu sein, aber dann wäre sie auch nicht Anna. Denn Anna steht in der ganzen Welt der Beziehungsstatus-Romane eben für die Einhaltung der polyamoren Regeln, da ist sie der Sheriff und versteht auch keinen Spaß!

Und Anna mit dem großen Herzen liebt John auch mit diesem großen Herzen. Sie ist keine unverwundbare Übermenschin, sie leidet darunter, dass sie ihn verletzt und hat das Bedürfnis, dieses Leiden zu lindern und ihm Sicherheit zu geben und das tut sie konsequent, indem sie die Regeln einhält, auf denen sie ihr Leben aufgebaut hat. Sie zeigt ihm damit, dass er sich auf ihr Wort verlassen kann und dass Einvernehmlichkeit für sie nicht einfach nur ein Wort ist. Und sie denkt langfristig. Sie weiß genau, dass John es sein wird, der neu verhandeln will, wenn er merkt, dass er sich auf sie verlassen kann.

Sie handelt einvernehmlich mit Sven, weil sie mit ihm über alles gesprochen hat, immer wieder, und sie weiß, wie er dazu steht. Sven bleibt ja jetzt wahrlich nicht als der unterversorgte Trottel zurück und das Team Svanna definiert Liebe schon lange nicht mehr über Sex, eigentlich haben sie das noch nie getan. Aber Sven, der auch ein großes Herz hat, weiß, dass John das (noch) tut und darauf nimmt er als alter Poly-Hase eben Rücksicht. Ihm ist Mitfreude, weil Anna so verliebt ist, wichtiger als sein Revier zu verteidigen, und er hat ja auch echt genug zu tun.

Achtung, jetzt kommt die Botschaft!

So. Und diese flammende Rede ist jetzt aus mir rausgeblubbert, weil ich meinen LeserInnen sagen will: Wenn ihr solche Schwierigkeiten habt wie John, mit Eifersucht und Verlustangst umzugehen und vielleicht auch nicht immer die beste Figur macht, wenn ihr euch in die Ecke gedrängt fühlt, seid ihr keine Dramaqueens.

Ihr seid tapfere Menschen, die versuchen, ihre Ängste in den Griff zu kriegen und da ist man nun mal nicht immer abgeklärt und konstruktiv. Selbst Romanfiguren müssen keine Übermenschen sein, und wir echten Menschen schon mal gar nicht. Und wenn ihr Kompromisse macht, um die Menschen, die ihr liebt, so wenig wie möglich zu verletzen, stellt ihr auch nicht euren Weg infrage, ihr seid dann viel mehr verantwortungsvoll und empathisch.

Da könnt ihr mal sehen, was Rezensionen für Gedankengänge auslösen können!

Und das war für mich der Kern der Sache, das wollte ich klarstellen. Wem welche Figur sympathisch ist und wem nicht, bleibt ja jedem selbst überlassen, ich kann auch so manchen Publikumsliebling in Büchern oder Serien nicht leiden und hab auch überhaupt nicht den Anspruch, süße Bücher voller Lieblingscharaktere zu schreiben, dann würde ich Drehbücher für »My little Pony« schreiben. Ich freu mich ja, wenn meine Figuren auch polarisieren, insofern war das natürlich eine sehr wertvolle Rezension. Der eigentliche Wert der Rezi lag für mich aber wohl eher darin, dass mich das in meiner eigenen Position noch mal bestärkt hat.

Ich schreibe Romane über Polyamorie, weil mir die Vielfalt und Toleranz in der Liebe extrem wichtig sind. Steffi, die lieber Single ist, als einen nicht-monogamen Partner zu haben, ist zum Beispiel eine meiner Lieblingsfiguren. Jeder Mensch empfindet Liebe anders und sollte auch die Freiheit haben, sie in seiner Weise zu leben. Und ich will nicht, dass John in seinem Recht auf zutiefst menschliches Gefühlschaos beschnitten wird, ich will, dass er Zeit und Raum bekommt, wirklich von innen heraus zu reifen und sich auch damit auseinanderzusetzen, was eigentlich in ihm vorgeht, wenn er nicht treu ist. Im Moment arbeiten er und ich an Band 4 und die Frage beschäftigt ihn sehr! 😀

Ich will auch nicht, dass Anna ihr Mitgefühl über Bord wirft, nur, um auf Biegen und Brechen eine »starke Heldin« zu sein. Denn für mein Gefühl wäre sie gar keine starke Heldin, wenn sie nicht bereit wäre, auch immer wieder Kompromisse zu machen und wenn sie nicht auch Interessenkonflikte hätte, die ihr viel abverlangen. Ihre Stärke liegt gerade in ihrer Empathie und in ihrer Bereitschaft, ihre Partner auch mit deren Schwächen und Ängsten zu lieben.

So. Jetzt hab ich das blöde Gefühl, meine eigenen Bücher erklärt zu haben und wenn Romane nicht selbsterklärend sind, hat man beim Schreiben wohl was falsch gemacht. Aber bei so einem vielschichtigen und komplexen Thema wie Polyamorie kann das wohl mal passieren. In diesem Sinne: Seid keine Übermenschen, habt euch lieb für eure Gefühle und verzeiht euch, wenn ihr mal einen John-Moment habt, denn dafür ist John da. Dramaqueen hin oder her. Wir alle sind manchmal eine Dramaqueen.

Und noch eine Bitte!

Ich weiß, Kommentare in Blogs sind total out und ich finde es toll, wenn wir immer auf Facebbok quatschen, aber falls ihr das hier wirklich bis zum Ende gelesen habt und mir ein John-pro-oder-contra-Feedback geben wollt, dann wäre es sehr lieb, wenn ihr hier die Kommentarfunktion nutzen könntet, wir können ja trotzdem auf Facebook rumalbern, aber so finden dann auch die Blogleser eure Meinung, und die ist ja wichtig, nä? Hab euch lieb! 🙂

Übrigens: P.S.

Die Rezensentin und ich stehen per PN in Kontakt und sind sehr lieb zueinander! Nur, dass hier kein falscher Eindruck entsteht! Das ist wirklich eine spannende Sache! 😀

Die kostenlose XXL-Leseprobe

Die kostenlose XXL-Leseprobe

Der Klassiker: Die kostenlose XXL-Leseprobe zum Roman „Beziehungsstatus 1: Wer’s zuletzt macht, macht’s am besten!“

Die kostenlose XXL-Leseprobe bietet rund neunzig Seiten Lesestoff! Der Anfang des ersten Polyamorie-Romans, in dem du alle Figuren kennenlernst, mit ihnen in Eugens Künstler-WG ziehst und zum ersten Mal von Polyamorie hörst! Welche Romanfigur wird dein Lieblingsheld?

Klappentext zur XXL-Leseprobe

Wer eine offene Beziehung führen will, kann doch nicht ganz dicht sein, oder?

John O’Molloy schlägt sich als Einzelgänger durchs Leben. Der hochbegabte Maler hat sich längst damit abgefunden, dass er keinen wirklichen Kontakt zur Menschheit bekommt, er ist eben zu skurril und sprunghaft. An die Liebe glaubt John schon lange nicht mehr und seinen sinnlichen Hunger stillt er mit oberflächlichen Bettgeschichten.

Um niemanden zu verletzen, gibt er sich größte Mühe, seine Affären voreinander geheimzuhalten. Das würde sogar funktionieren, wenn er nicht immer die Namen verwechseln würde. Ausgebrannt kehrt John New York den Rücken und zieht im Garten einer ostfriesischen Künstler-WG in einen Bauwagen, um das einfache Leben zu suchen. Aber er findet Anna.

Die junge Autorin hat aus Berlin »rüberjemacht«, fragt sich, wieso Ostfriesland im Westen liegt und ist so rotzfrech und zart, dass sie garantiert von Elfen abstammt. Anna ist noch widersprüchlicher als er selbst und alle erprobten Mittel versagen. Weder Johns scheuer Verführerblick noch sein jungenhafter Charme verfangen bei dieser Frau und als er den Romantik-Joker ausspielt und sie malen möchte, lacht sie nur darüber.

Trotzdem spürt John, dass er eine tiefe, intuitive Verbindung zu Anna hat. Er will den Wildfang zähmen, liebevoll auf Händen tragen und leidenschaftlich unterwerfen. Völlig verwirrt von diesen widerstreitenden Gefühlen sieht John sich schon als Milliardär im Anzug die Peitsche schwingen, aber Anna lässt ihm keine Zeit, sich zu gruseln.

Denn sie stellt John vor ein ganz anderes Rätsel. Sie hat sich wirklich in ihn verliebt. Das allein ist unfassbar genug. Aber Anna ist polyamor und möchte zwei Männer lieben – ganz offen und am liebsten für den Rest ihres Lebens. Einen hat sie sogar schon.

Johns gesamtes Weltbild zerbröselt wie ein trockener Keks. Er kocht vor Eifersucht auf diesen anderen Mann und beschließt, Anna aus diesem »Polyamorie« genannten Liebeschaos zu retten. Ausgerechnet der chronische Streuner will die wilde Elfe zur Monogamie bekehren. Das leidenschaftliche Duell zweier liebestoller Dickköpfe beginnt …

Kostenlose XXL-Leseprobe zu Band 1 der Beziehungsstatus-Reihe, die mit Witz und viel Gefühl die große Liebesgeschichte von John und Anna erzählt und dabei ein brandaktuelles Thema aufgreift. »Polys«, also Menschen mit mehreren Partnern, sind die neuen Lieblingsfreaks der Medien. Aber wie lässt sich Polyamorie wirklich leben und warum sollte man das tun?

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Und wenn die Geschichte dir gefallen hat, revanchiere dich doch für die kostenlose XXL-Leseprobe mit einer kleinen Rezension!

Ein Einhorn auf der Flucht!

Ein Einhorn auf der Flucht!

<h2>Polyamorie-Lesehappen 1: Ein Einhorn auf der Flucht!</h2>

<p>Das „Einhorn auf der Flucht“ ist der Auftakt der „kleinen“ Reihe, die bereits abgeschlossen ist und die Vorgeschichte von Sven und Anna erzählt! Für eingeschweißte Fans des Liebesclans Sven – Anna – John ein absolutes Muss!</p>

<h3>Klappentext zu „Ein Einhorn auf der Flucht“:</h3>

<p>Anna und Sven leben seit Jahren in einer polyamoren Beziehung – sie haben beide auch andere Partner und reden offen über alles. Svens neue Freundin bei einem netten Essen näher kennenzulernen, ist für Anna also eine ihrer leichtesten Übungen – schließlich mag sie Katja und freut sich für Sven, dass er so eine liebenswerte weitere Gefährtin gefunden hat.
Doch dann entwickelt sich der Abend ganz anders als erwartet, denn anscheinend haben Sven und Katja einen gemeinsamen Wunsch, von dem Anna nichts geahnt hat. Denn beide wünschen sich ein „Einhorn“, also eine gemeinsame Geliebte …</p>

<p>Die Polyamorie-Lesehappen erzählen die Vorgeschichte der »Beziehungsstatus-Romane« und lassen die Leser tiefer in die Welt der Hauptfigur Anna eintauchen. Wie ist das Leben einer Frau, die sich traut, mehrere Männer zu lieben?</p>

<h3>Der Polyamorie-Lesehappen „Ein Einhorn auf der Flucht“ ist überall zu haben, wo es kostenlose eBooks gibt!</h3>

<p>Hier findest du die direkten Links zu Amazon und Thalia!</p>

 

 

Flüsternacht 1: Kostenlos und heiß!

Flüsternacht 1: Kostenlos und heiß!

Flüsternacht 1: Die erste Liebesnacht von John und Anna unzensiert!

Die kostenlose Erzählung „Flüsternacht 1: Wie erzieht man seinen Dom?“ ist das Geschenk an alle Leser, die es nicht abwarten können oder es ganz genau wissen wollen!

Klappentext zu Flüsternacht 1:

Anna ist polyamor und liebt ihren Gefährten Sven. Beide haben auch andere Beziehungen und teilen alles miteinander, nur nicht Annas devote Neigung. Denn Anna hat die tiefe Sehnsucht, sich vollkommen fallenzulassen, wenn ein dominanter Mann im Bett sanft die Führung übernimmt.

Als sie John kennenlernt, spürt sie sofort, dass der sensible Künstler dieselbe Sehnsucht hat wie sie, diese aber noch nie ausgelebt hat. In dieser sinnlichen Geschichte erzählt Anna von ihrer ersten Nacht mit John, von gefühlvollen Küssen, heißem Geflüster und hartem Sex. John entdeckt den Dom in sich und führt Anna an die Grenzen einer wilden, stürmischen Lust, aber wird er Sven akzeptieren?

Das sinnliche Spin-off der Beziehungsstatus-Romane lässt die Leser intime Momente mit John und Anna erleben und erlaubt einen tiefen Einblick in das gefühlvolle Leben einer polyamoren Frau.

Du findest die Flüsternacht 1 in allen Shops, die kostenlose eBooks anbieten!

Versuche es bei Amazon oder Thalia!

John – der schüchterne Bad Boy

John – der schüchterne Bad Boy

John O’Molloy, „das Malerchen“. John ist einer dieser auffallend hübschen Kerle, von denen weder Männer noch Frauen die Augen wirklich abwenden können, aber es bedeutet ihm nichts. Er hasst Friseure und zieht seinen Maßanzug nur an, wenn er auf seinen Vernissagen mit Kunstsammlern Champagner schlürfen muss. Gruselig. Er hasst es, über seine Bilder zu reden. Die Leute sollen gefälligst selber gucken und ihn in Ruhe lassen. Er hasst es, wenn Menschen es interessant finden, mit einem Künstler gesehen zu werden. Denn John fühlt sich nicht interessant, er fühlt sich einsam.

John ist ein wurzelloser Streuner und hat seinen Weg am internationalen Kunstmarkt gemacht. Der hochbegabte Träumer ist aufgewachsen zwischen Dublin und Ostfriesland, fühlt sich in mehreren Sprachen zu Hause und auch in mehreren Betten. Seine Schüchternheit hat John längst perfektioniert – er ist der geborene passive Aufreißer und weiß genau, wie er Frauen um den Finger wickeln kann.

Aber was nützt das alles? John fühlt sich wie ein Außerirdischer, der seinen Heimatplaneten nicht findet. Er ist ein Gefangener seines skurrilen Humors, seiner absurden Gedankensprünge und des sinnlichen Hungers, der sein Bedürfnis nach Liebe nie stillt. Enttäuscht von der Welt zieht John sich zurück nach Ostfriesland, um in einem ausgebauten Bauwagen zu wohnen und wenigstens das einfache Leben zu suchen. Aber er findet Anna.

John kennt sich selbst nicht mehr wieder. Die gläsernde Wand, die ihn sonst von anderen Menschen trennt, scheint bei Anna einfach nicht da zu sein. Sie versteht ihn intuitiv. Aber sie weckt auch eine wilde Leidenschaft in ihm, die ihm Angst macht. Er will sie auf Händen tragen, unterwerfen, ihre ganze Lust beherrschen und ihre Hingabe wecken. John besteht nur noch aus wilden, pulsierenden Gefühlen. Aber Leidenschaft ist kein guter Berater, wenn Mann sich damit anfreunden muss, dass er die Frau seiner Träume nicht für sich haben kann …

Anna – die rotzfreche Elfe

Anna – die rotzfreche Elfe

Woher sie den Spitznamen „die wilde Annika“ hat, ist Anna selbst nicht ganz klar. Sie lebt gern zurückgezogen und verbringt den Tag mit ihrem Brotjob – sie schreibt unter dem Pseudonym „Viktoria Nisch“ mittelalterliche Erotikschnulzen über schottische „Hochlandrammler“ nach Schema F. Starker Nackenbeißer erhebt unerfahrene Jungfrau durch seine Liebe und rettet sie vor was auch immer, Hauptsache, am Ende wird geheiratet. Annas Leserinnen lieben das. Annas eigenes Leben verläuft aber so gar nicht nach Schema F …

Denn Anna ist polyamor – sie kann zwei Männer lieben. Sie kann nicht nur, sie will sogar, und das am liebsten für immer und natürlich ganz offen. Denn so funktioniert Polyamorie eben. Transparent, dauerhaft und einvernehmlich. Am glücklichsten ist Anna, wenn ihre Männer sich mögen. Und wenn sie deren Frauen auch mag. Aber so ein Liebesclan ist eine verdammt komplizierte Angelegenheit und an manchen Tagen hat Anna das Gefühl, mehr in die Kissen zu heulen, als einfach zu leben.

Als Annas Beziehung zu ihrem lebenslangen Gefährten Sven dringend eine Pause braucht, flüchtet sie nach Ostfriesland in die Künstler-WG und verliebt sich unsterblich in John. Sie spürt, dass der liebeshungrige, sinnliche Maler ein Seelenverwandter ist, der ihre geheimsten Sehnsüchte teilt. Johns ungestüme Liebesüberfälle wecken in Anna den Wunsch, sich einfach nur fallenzulassen und sich seiner leidenschaftlichen Strenge zu unterwerfen.

Nur eine Sehnsucht scheint John absolut nicht verstehen zu können – die nach einer polyamoren Beziehung zu zwei Männern, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Anna wird verdammt viele Taschentücher brauchen, bis John den Schock überwunden hat, dass eine Beziehung mit ihr nicht so funktioniert, wie er sich das vorstellt …