Was ist Polyamorie?

Polyamorie – was ist das eigentlich genau?

Schon wieder so ein Wort, das überall durch die Medien geistert, aber keiner weiß genau, was das eigentlich heißen soll. Selbst die Journalisten, die darüber berichten, werfen manchmal Polyamorie, offene Beziehungen, Beziehungsanarchie usw. in einen Topf. Es geht auf jeden Fall um Sex, oder? Das macht neugierig und das macht Angst, denn wer will schon, dass der eigene Partner mit fremden Leuten verkehrt! Nee, besser wir lassen die Finger davon! Oder?

Oder wir öffnen einfach mal unseren Geist und denken über ungewohnte Wege nach. Denn das ist die Polyamorie zweifellos – ungewohnt. Die Kurzdefinition lässt uns wissen, dass das sperrige Kunstwort sich aus »poly« (viele, mehrere) und »amorie«, also »Liebe« zusammensetzt. Polyamor zu sein, bedeutet als nichts anderes, als mehrere zu lieben. Für viele monogam erzogene Menschen ist das schon ein Widerspruch in sich, denn wenn man liebt, will man ja nur den oder keinen. Jedenfalls ist das in Hollywood so. Just married, Happy End, und wenn sie nicht gestorben sind, dann heißt das nicht, dass sie noch leben.

Wozu brauchen wir Polyamorie?

Viele Menschen verzweifeln einfach an dem hohen Anspruch, ihr Leben lang in einem Partner alles zu finden. Und wenn wir ganz ehrlich sind, will sich wohl auch keiner dem übermenschlichen Anspruch aussetzen, für einen anderen lebenslang alles sein zu müssen – aufregender Bettgefährte, bester Freund, vertrauter Partner. Schließlich sind wir keine Astronautenkost, die den gesamten Nährstoffbedarf eines komplexen Menschen abdecken kann.

Und einige der Ansprüche, die wir Dank der bürgerlichen Romantik an die Liebe stellen, sind schlichtweg nicht haltbar. Man kann gar nicht in den vertrauten Partner, den man in- und auswendig kennt, nach siebzehneinhalb Jahren noch verliebt sein wie am ersten Tag. Verliebtheit ist ein Ausnahmezustand, der biochemisch betrachtet eigentlich nur eins bedeutet, nämlich Stress. Und kein Körper ist daran interessiert, diesen Zustand lebenslang aufrecht zu erhalten. Aber manchmal zieht es uns in die Wildnis und wir brauchen diesen Stress. Oder er passiert uns einfach. Viele versuchen, diese Zwickmühle durch serielle Monogamie zu lösen.

Die Polyamorie denkt um und versucht, ein anderes Lebensmodell anzubieten, bei dem »alte« Partner eben nicht entsorgt werden. Dabei versucht sie, mit festen Regeln Sicherheit und Beständigkeit zu geben und gleichzeitig Freiheit zu ermöglichen. Eine kniffelige Gratwanderung, keine Frage. Niemand hat behauptet, dass Polyamorie einfach ist, oder dass es der ultimative Lebensentwurf ist, der ab jetzt alle glücklich macht.

Freiheit hätten viele gern, aber wie kann man die leben, ohne ständig andere zu verletzen oder selbst verletzt zu werden? Und Polyamorie scheint ein völliges Paradoxon zu sein, wenn man nur das Schlagwort kennt und nie eine Chance hatte, mal in Ruhe darüber nachzudenken. Für alle Leser, die offen und neugierig sind oder vielleicht sogar selbst nach einem alternativen Lebensmodell suchen, versuche ich jetzt also mal, das Paradoxon so aufzudröseln, damit es logisch und nachvollziehbar wird.

Schauen wir uns also die Regeln der Polyamorie einmal genauer an. Oder nein, Regeln klingt schon wieder so doof, nennen wir er Merkmale!

Die Merkmale der Polyamorie

  1. Das erste Merkmal der Polyamorie ist Einvernehmlichkeit! Niemand wird also gegen seinen Willen »betrogen«.
  2. Das zweite Merkmal ist die Transparenz. Deswegen kann in einer polyamoren Beziehung ja auch niemand betrogen werden, da alle voneinander wissen.
  3. Das dritte Merkmal der Polyamorie ist Langfristigkeit. Es geht also darum, dauerhaft zwei oder mehr Liebesbeziehungen zu führen. Es geht nicht darum, für eine Übergangszeit zwischen zwei Stühlen zu sitzen und dann von einer monogamen Beziehung in die nächste zu wechseln, wenn man sich entschieden hat.

So weit, so gut. Weil ich jetzt aber Sookie bin und erst richtig warm laufe, wenn es kompliziert wird, schmeiße ich jetzt eben die Reihenfolge über den Haufen, und erkläre Polyamorie so, wie mein Gehirn das logisch findet!

Polyamorie als ganzheitliches Konzept

Polyamorie lebt von Offenheit: Die Transparenz

Uh, aua, nee, Offenheit tut weh. Niemand möchte von seinem Partner hören, dass der Lust hätte, mal mit jemand anderem zu schlafen, zu kuscheln, zu flüstern, sich zu küssen, endlose Mondscheingespräche über das Leben zu führen. Das ist zu gruselig. Besser, man hält sich Augen und Ohren zu und singt dabei laut »Lalala!«

Jetzt ist die Sache aber die! Jeder Mensch kennt sich ja selbst. Also wissen wir, dass wir ganz unten in uns vergraben manchmal selbst solche Wünsche haben. Weil wir unseren Ex zufällig in der Stadt gesehen haben und die alte Sehnsucht wieder hoch schwappt, oder weil jemand mit uns flirtet, bei dem wir denken: »Wenn ich keine Beziehung hätte …«

Der nagenden Sorge, dass er Partner ähnlich verborgene Gedanken haben könnte, begegnen viele Menschen mit Kontrolle. Wir sehen uns mit dem Schatz einen Film an und bohren: »Findest du die Hauptdarstellerin attraktiv? Attraktiver als mich?«

Schatzi ist gut dressiert, denn er ist in einer monogamen Welt aufgewachsen. Er sagt brav: »Keine ist so attraktiv wie du!« Wir seufzen beruhigt, kuscheln uns wieder an seine Schulter und genießen den Film. Jedenfalls versuchen wir das. Irgendwann heben wir wieder den Kopf und fragen: »Hast du das nur gesagt, weil du musst?«

Schatzi rollt mit den Augen und wir können die ganze Nacht wieder nicht schlafen. Das Augenrollen kann zwei, nein drei!, Gründe haben. Erstens: Er hatte es wirklich ernst gemeint und ist gekränkt, weil wir seine Liebeserklärung abtun. Zweitens: Er hat es tatsächlich nur gesagt, um seine Ruhe zu haben und keinen Streit zu riskieren. Drittens: Er würde sofort mit der Hauptdarstellerin mitgehen wie ein herrenloser Hund! Wahrscheinlich tut er das längst mit allen möglichen Frauen und lügt uns ins Gesicht! Das Schwein! Der lügt doch, wenn er nur den Mund aufmacht!

Plötzlich kriegt der ahnungslos schlafende Mann neben uns ein Kissen voll in die Fresse und weiß gar nicht, was er gemacht hat. Und genau das ist das Problem bei fehlender Offenheit. Männer sagen »Was die nicht weiß, macht die nicht heiß!«, Frauen sagen: »Männer dürfen alles essen, aber nicht alles wissen!«

Und beide fragen sich, was vor ihnen verheimlicht wird. Denn hinter dieser »Schutzwand« aus Teilwahrheiten, gut gemeinten Lügen und tief vergrabenen Geheimnissen ist open range, weites Land, das Outback der Gefühle unseres Partners. Und diese Twilightzone schürt unsere Eifersucht und Unsicherheit. In der Denkrichtung liegt der Wahnsinn. Weil wir gelernt haben, unsere monogame Beziehung dadurch zu schützen, dass wir selbst ja vieles für uns behalten. Und das schürt geradezu unser Misstrauen. Wir können da gar nicht anders. Wenn wir diesen geheimen Sektor im Kopf haben, dann hat der andere das garantiert auch! Wir werden quasi eifersüchtig auf Dinge, von denen wir uns ausdenken, dass sie passieren könnten.

Die Polyamorie versucht, diesen Teufelskreis mit Offenheit zu durchbrechen. Oh, am Anfang ist das ungewohnt und tut weh. Lalala! Aber Offenheit hat einen entscheidenden Vorteil: Ohne sie macht man sich zu 98 % Sorgen um Dinge, die man nicht sicher weiß. Partner, die offen miteinander reden, schalten diese Gedankenfalle aus. Sie können an den Dingen arbeiten, die tatsächlich da sind. Und das schafft, unfassbar, dann tatsächlich Nähe mit einer völlig neuen Qualität.

Denn wenn man einen ehrlichen Partner hat, kann man sich sicher sein, dass er nie etwas tun würde, worüber die Nachbarn längst kichern und was man natürlich als Letzter erfährt. Und dreht den Spieß doch mal um: Wäre es nicht wundervoll, einen Partner zu haben, von dem man weiß, dass er einen als Ganzes liebt und nicht nur für die Gedankenzensur, die man sich um seinetwillen auferlegt?

Polyamorie ist IMMER einvernehmlich! Sonst ist sie keine.

So, von der Offenheit kommen wir direkt zur Einvernehmlichkeit. Monogame Menschen tippen sich da nur an den Kopf. »Hier, pock-pock! Einvernehmlichkeit, alles klar! Soll ich meinem Partner beim Fremdgehen noch viel Spaß wünschen oder was?«

Und da sind wir schon mitten in der Materie. Polyamore Partner gehen nicht »fremd«. Sie gehen auch nicht »bekannt«, wie es im Kegelclub-Jargon heißt. Sie lieben. Und weil sie das tun, möchten sie niemanden verletzen.

Deswegen ist Einvernehmlichkeit einer der Grundpfeiler der Polyamorie. Polyamorie funktioniert nicht ohne Einvernehmlichkeit. Das bedeutet natürlich, dass Paare reden müssen, immer wieder und ganz viel. Man muss die Wünsche und Bedürfnisse seines Partners ja kennen, um einvernehmlich handeln zu können.

Da der monogame Mensch (siehe Offenheit) gemeinhin darauf dressiert ist, sein Kopfkino und Bedürfnisse, die der Partner nicht befriedigen kann oder will, für sich zu behalten, ist das für viele ein erschreckender Gedanke. »Ich soll meinem Partner ins Gesicht sagen, dass ich mich in einen Arbeitskollegen verliebt habe? Dann macht der doch Schluss mit mir!«

Ja. In der monogamen Welt ist das so. Denn in der Monogamie wird Liebe als ein exklusives Gefühl definiert. Der logische Schluss lautet: »Wenn du einen anderen liebst, kannst du mich nicht lieben!«. Rummsknallebums, Schluss, Aus, Trennung. Jeder zieht sich verletzt zurück. JEDER. Der verlassene Partner sowieso, aber derjenige, der gegangen ist, um eine neue Beziehung aufzubauen, fühlt sich nicht minder scheiße.

Ein polyamores Paar muss sich aber einig sein, dass andere Beziehungen gestattet sind, und da muss man natürlich erst einmal hinkommen. In der polyamoren Welt kann man vorsichtig anfangen, darüber zu reden, warum man das überhaupt möchte, welche Bedürfnisse dahinter stehen oder warum man einen anderen Menschen anders liebt als den angestammten Partner. Und dann kann aus dem, was monogame Menschen sofort als ultimative Absage begreifen, sogar eine wunderschöne Liebeserklärung werden. »Ich liebe dich, weil du ein einzigartiger Mensch bist, weil du mein vertrauter Partner bist und wir uns blind verstehen. Ich liebe dich so sehr, dass ich sogar meine geheimsten Gefühle für einen anderen Menschen mit dir teilen will.«

Und daraus kann dann tatsächlich Einvernehmlichkeit wachsen. Denn Polyamorie ist keine Einbahnstraße, es gilt ja gleiches Recht für alle. Es geht schließlich nicht nur darum, dem Partner Freiheiten zu lassen und die gesamte Palette seiner Gefühle zu respektieren, sondern auch darum, selbst respektiert zu werden. Mit all den Gefühlen und Sehnsüchten, die man vielleicht hat. Es ist wahnsinnig befreiend, dem Partner offen erzählen zu dürfen, was man sonst noch fühlt und kein Veto zu bekommen. Oder nur ein kleines Veto für bestimmte Bereiche. Jedenfalls nicht dafür bestraft und verlassen zu werden, dass man schöne und liebevolle Gefühle hat.

Hat man die Vertrauensbasis erst einmal erreicht, wo Einvernehmlichkeit möglich wird, könnte sie theoretisch zum Selbstläufer werden. Im wahren Leben erfordert sie aber immer wieder achtsames Zuhören und vor allem ein Horchen auf die eigenen Gefühle. Denn der Partner kann nur Rücksicht auf Bedürfnisse nehmen, von denen er weiß.

Also, niemand hat behauptet, nee, ich behaupte nicht, dass es leicht ist, einvernehmlich polyamor zu leben. Aber es ist spannend und absolut notwendig, um Verletzungen zu vermeiden. Polyamorie heißt also nicht: Ab in den Süßwarenladen und sich vollstopfen! Es heißt: Rücksicht nehmen und zuverlässig sein.

Polyamorie ist beziehungsorientiert: Die Langfristigkeit

Es geht es also nicht darum, neben der eigentlichen Beziehung hin und wieder mal einen One-Night-Stand zu erleben oder ähnliches. Solche Arrangements gehören eher in den Bereich der offenen Beziehung oder – wenn man es heimlich tut – in den der guten alten bürgerlichen Affäre.

Bei der Polyamorie geht es tatsächlich um Liebe zu mehreren Menschen auf Dauer. Diese Liebe kann, muss aber gar nicht erotisch sein. Oft hören polyamor lebende Menschen den Vorwurf, dass es ihnen nur um Sex geht. Innerhalb der polyamoren Welt wird der Wert einer Liebesbeziehung aber nur von den wenigsten an der Frequenz sexueller Aktivität gemessen. Da sind die Polys toleranter als viele monogame Paare, die an ihrer Liebe zweifeln, weil sie vor zehn Jahren viel mehr Sex hatten! Auch asexuelle Menschen können jahrelange polyamore Beziehungen führen, denn der Schwerpunkt liegt wie gesagt auf der Liebe.

Mitfreude! Mitfreude???

Polyamorie und Mitfreude
Viele monogame Paare sind nicht wirklich aufgeschlossen!

Wo kommt das Wort denn jetzt her! Tja. Ein Auge zuzudrücken könnte man ja mit einem Zähneknirschen noch hinkriegen, aber Mitfreude? What the fucking hell ist das?

Mitfreude ist quasi das Gegenteil von Eifersucht. Das Wort geistert durch die Polyamorie-Szene und ist für manche umstritten. Manche setzen sich sogar unter Druck damit, dass sie es nicht hinkriegen, was schade ist, also der Druck, denn es nicht hinzukriegen, ist nur menschlich. Aber wenn es klappt, ist es toll!

Um die Mitfreude auch für monogame Menschen nachfühlbar zu machen: Wenn wir gute Freunde haben, die sich frisch verlieben, schweben die auf Wolke sieben, sehen plötzlich zehn Jahre jünger aus und sprühen nur so vor Freude und Lebenslust. Was machen wir dann? Wir freuen uns mit! Wir sagen so wundervolle Sachen wie: »Ich freu mich riesig für dich, du bist so ein wundervoller Mensch, niemand hat es mehr verdient als du!«

So. Jetzt nähern wir uns dem Gedanken mal aus der Perspektive der Paarbeziehung. Stellen wir uns vor, ein monogamer Ehemann kommt nach Hause und erzählt mit diesen magisch glühenden Öhrchen, dass er sich verliebt hat. In einem Fernsehzeitschriften-Cartoon würde die Ehefrau den Konflikt kurzerhand mit einem Nudelholz lösen. Kawämm! Das ist das Gegenteil von: »Ich freu mich riesig für dich, du bist so ein wundervoller Mensch, niemand hat es mehr verdient als du!«

Und das Flittchen, das da seine Krallen nach ihm ausstreckt, muss natürlich eine ausgemachte Schlampe sein. Klar. Und all diesem Denken liegt die Verlustangst zugrunde. Verlustangst ist ein böses Gefühl und kann sich unerträglich anfühlen, das rutscht in emotional angespannten Situationen schon ganz schnell in die Ecke der nackten Existenzangst.

In einer polyamoren Beziehung sind aber nicht sofort der Mann, das Haus, das Auto, der Lebensstandard und noch diverse andere Sachen weg, wenn der Partner sich verliebt. Er darf das ja, das ist kein Trennungsgrund. In einer polyamoren Beziehung kann man versuchen zu denken: »Was für einen wundervollen Mann ich habe! Er ist ehrlich zu mir und teilt alles mit mir und wie schön, dass andere Frauen auch erkennen, was für ein Juwel er ist, das tut ihm so gut! Und da er auf so tolle Frauen wie mich steht, ist seine Freundin bestimmt auch umwerfend liebenswert, ich lade sie am besten mal zum Kaffee ein!«

Ich weiß, für ihr Leben lang monogam geprägte Menschen klingt das völlig absurd. Wenn man genauer drüber nachdenkt, hat man aber tatsächlich die Wahl: Böse Gefühle, die einen von innen auffressen und die Beziehung zerstören, oder liebevolle und schöne Gefühle, mit denen man sich selbst wohler fühlt. Also ist Mitfreude gar keine schlechte Alternative!

Fazit?

Polyamorie wird oft mit Beziehungschaos ohne irgendwelche Richtlinien gleichgesetzt. Offene Beziehungen, freie Liebe, Fremdgehen, Beziehungsanarchie, Seitensprünge, das ist doch alles dasselbe! Wenn man noch nie davon gehört hat, ist es auch nur natürlich, so zu denken. Man denkt: »Ach, ich dachte, die Hippies wären ausgestorben!« oder »Na, die machen sich das vielleicht einfach! Erst fremdgehen und das dann schönlabern kann ich auch!«

Das ist aber bei der Polyamorie einfach nicht der Fall. Polyamorie ist ein inzwischen ganz genau abgestecktes und verbindliches Lebensmodell mit festen Regeln. Dieser Kodex bedeutet natürlich auch, dass man mit dem Begriff sorgsam umgehen muss, denn wer sagt »Ich lebe polyamor« sagt damit seinem Gegenüber: »Ich liebe mehrere Menschen, und zwar transparent, einvernehmlich und langfristig.«

Das heißt:

  1. Ich werde dich nie anlügen
  2. Ich bin nicht an kurzfristigen Geschichten interessiert
  3. Ich möchte Liebesbeziehungen, keine Bettgeschichten
  4. Ich suche keine Exklusivität, sondern Menschen
  5. Meine anderen Liebespartner wissen von dir

Wer das nicht ernst meint, sollte einfach nach einer anderen Möglichkeit im Spektrum der offenen Beziehungen suchen, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

Spätestens jetzt ahnt ihr: Polyamorie ist nichts, was man mal eben so nebenbei macht und hat absolut nichts mit Promiskuität oder Betrügen zu tun. Sie erfordert viel Selbstreflektion, Offenheit, Mut und immer wieder Kommunikation. Kein Leben für Dünnbrettbohrer. 😀

Polyamorie ist auch ganz bestimmt nicht für jeden geeignet und macht auch garantiert nicht dauerhaft jeden Tag penetrant glücklich. Aber das schafft kein Lebensstil. Aber je mehr Lebensstile wir friedlich nebeneinander existieren lassen, umso größer sind die Chancen, dass jeder Mensch eine Nische findet, in der er sich wirklich wohl fühlt.