Was Marketing mit uns macht!

Was Marketing mit uns macht!

marketingbratzbirne

Ihr Lieben! Heute geht es um Marketing und den Verfall der Sitten. Und nur, um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Die Dame auf dem Bild – das bin nicht ich. Das ist eine kostenlose Dame von Pixabay, der ich eine Sprechblase gebastelt habe. Ich bin die hier:

Die olle Schrulle hier ist die Tante Sookie. Tante Sookie ist immer lieb. Manchmal.
Die olle Schrulle hier ist die Tante Sookie. Tante Sookie ist immer lieb. Manchmal.

So, jetzt haben wir alle mal gelacht und gut is‘! Warum ich heute hier bin! Erstmal natürlich, um mich heimlich hinterm Laptop mit Keksen vollzustopfen, denn ich brauche dringend Nervennahrung. Dann aber auch als euer Trendscout für Themen, die keinen interessieren! Und das Thema, das heute keine Sau interessiert, ist: Marketing! Nicht nur für Autoren. Marketing im Internet allgemein. Ich sehe da nämlich einen Trend, der mir so richtig im Auge weh tut. Und deswegen bin ich traurig. Schnief. Richtig niedergeschmettert. Und das Spiel heißt: „Ich weiß, dass du schlecht von mir denkst, aber ich denke noch viel schlechter von dir, ätsch!“ Immer zweimal mehr wie du. Leute, mal ehrlich, wo soll diese Abwärtsspirale hinführen? Ein paar praktische Beispiele? Yup!

Facebook = Autsch!

Man kann und muss es überall lesen, wirklich überall: Facebook ist eine Weltmacht, an Facebook kommst du nicht vorbei. Ich bin jetzt, nach langer Abstinenz, ja auch seit ein paar Wochen wieder bei Facebook und schleiche da manchmal als stiller Leser rum. Als stiller Leser deshalb, weil ich da – ernsthaft! – ständig Angst habe, ins Kreuzfeuer zu geraten. Was ich still beobachtet habe:

Der Rezi-Krieg

Rezensionen sind wichtig für Autoren, keine Frage. Rezensionen im Internet ersetzen heute das, was früher über den Gartenzaun kommuniziert wurde. Heute geht das nicht mehr, weil keiner mehr am Gartenzaun steht. Sitzen ja alle drinnen am Laptop. Und weil Rezensionen so ein wichtiges Marketing-Instrument sind, habe ich mich auch sehr gefreut, als ich von einer Autoren-Kollegin in eine Gruppe eingeladen wurde, in der man seine Werke Rezensenten zur Verfügung stellen kann. Jetzt bin ich aber ein Mensch, der immer erstmal abwartet und guckt, um das Terrain zu sondieren. Glück gehabt!

Denn die, wie heißt das, „Leiterin“ der Gruppe?, demontierte sich gewissermaßen vor laufenden Kameras im Facebook-Container selbst. Ich hab für jeden Menschen Verständnis, dem ein so großes Projekt mit tausenden von Menschen über den Kopf wächst, keine Frage. Aber ist es konstruktiv, nur noch alles und jeden anzugreifen? Immer mit dem Hinweis: „Ich bin ja zivilisiert, ich nenne keine Namen, aber die anderen, die sind sooo dooooof!“

Und dann wurde jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Rezensenten wurden öffentlich dafür niedergemacht, dass sie vorsichtig nachfragten, wo denn bei Amazon der spezielle Link ist, um kostenlose Rezensionsexemplare zu besprechen. Ich wusste noch nicht mal, dass es dafür einen speziellen Link gibt, aber ich bin froh, dass ich nicht gefragt habe!

Eine weitere Leserin, die sich per PN dafür entschuldigte, dass sie es im vorgegebenen Zeitraum nicht schafft, wurde öffentlich verrissen. Da kam kein „Kann ja mal passieren, sag Bescheid, wenn du so weit bist!“, nein, es kam ein meterlanger Shitstorm. Zahllose, sorry, wenn ich so unverblümt werde, Arschkriecher bestätigten „Wie kann man nur so blöd sein! Boar, ist das asozial …“ Hallooo? Die Rezensentin bekommt eBooks für 1,99 geschenkt, die Unkosten muss man als Autor natürlich erstmal wieder reinkriegen, haha!, aber da wurde ein Aufstand gemacht, als hätte sie tausend Euro im Voraus bekommen und würde jetzt nicht abliefern! Es geht hier nicht um die Deadline für ein bundesweit erscheinendes Magazin, sondern um eine Rezension irgendwo bei Amazon im Keller!

Und natürlich zelebrierte die Chefin der Gruppe einen dramatischen Nervenzusammenbruch nach dem anderen, weil sie sich ja nur für die Autoren aufopfert, weil sie weiß, wie wichtig ihre Arbeit ist, sie tut das alles ja nur aus Liebe zum Buch. Bis sie dann in die Gruppe trug, dass eine Autorin ihr per PN geschrieben hatte, sie hoffe, dass es ihr bald wieder besser gehe, weil ihr neues Buch bald erscheint. Zack! Wie kann diese Autorin nur so unverschämt sein, auf eine professionelle Ebene gehen und die Administratorin daran erinnern, was der Zweck der Gruppe ist! Und auch noch auf Besserung hoffen! 50 Kommentare darunter bestätigten: „Frechheit! Ist das asozial! Schmeißt die raus!“

Eine schrillere Realsatire zum Satz „Altruismus ist Egoismus“ hatte ich noch nie gesehen, und ihr ahnt, dass ich mich in dieser Gruppe als Autorin nicht „aufgedrängt“ habe, denn genau das Gefühl hatte ich. Was, du existierst? Batsch! Asozial! Aber ich hab doch gar nix gemacht! Batsch! Aua!

Der Profil-Krieg oder: Runter von meiner Seite!

Und ich frage mich, und euch, was ist da los? Wieso sind alle so tierisch aggressiv und unentspannt? Wieso wird man schon für ganz normale, berechtigte Fragen öffentlich bloßgestellt? Wo ist da der Lustgewinn? Ein anderes Beispiel von meiner Startseite bei FB. Ein riesen Post zum Thema: „Da hat ein anderer Autor einen Link auf meine Seite gesetzt! Frechheit! Den werd ich melden!“ Die Kommentare lesen sich dann meterlang wie die Kommentare unter einem „Wenn du die Regeln gelesen hast, bestätige mit: Frechheit!“-Post. „Einfühlsamere“ Kommentatoren erklären dann, dass man den Neid des Kollegen doch als Kompliment sehen soll, weil man ja offensichtlich mehr Likes hat als der. Und wieder frage ich mich: Wo kommen diese ganzen Aggressionen her? Soll ich euch ganz ehrlich sagen, was ich denke, wenn ein Kollege mir einen Link da lässt? Ich denke: „Oh, wie nett, da ist jemand auf meine Arbeit aufmerksam geworden und möchte sich mit mir austauschen! Da interessiert sich jemand für meine Meinung!“ Ich FREUE mich, ich Depp! Und ich klicke den Link auch noch AN! Aber ich hab die neuen Spielregeln offensichtlich eben noch nicht verstanden. Wenn jemand sich mit mir vernetzen möchte, muss ich diesen aufdringlichen Trittbrettfahrer unverschämt finden. Hmhm.

Stacheldrahtzäune im Bloggerland

Meinen ersten Blog hatte ich schon, als es Blogs noch gar nicht gab. Damals ging es darum, sich kreativ auszutoben, frei nach Schnauze zu schreiben, wonach einem ist und darüber witzige Kontakte zu knüpfen mit Leuten, die ähnlich ticken, und die man ohne dieses Medium nie getroffen hätte. Bloggen machte Spaß. Dann kam auch hier das Marketing.

Professionelle Blogger erklärten uns, dass wir uns mit Influencern verbinden müssen, um virale Effekte zu erzielen. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich: „Watt? Ich soll mich mit einer Influenza verbinden, um einen grippalen Infekt zu erzielen? Aber dann läuft mir doch die Naaase!“ Später verstand ich: Ach so, die großen „Influenza“ wollen, dass wir alle in ihren Blogs fleißig kommentieren. Dann sieht ihr Blog besser aus. Erfolgreicher. Ist ja auch gut für unseren Backlinkaufbau, man muss sich bei Google eben mit den richtigen Leuten sehen lassen. Der Grundgedanke der Vernetzung ist toll, ich liebe Vernetzung! Aber dann kam der Rollback.

Ich mag Blogs. Ich lese gerne Blogs. Ich klicke oft Blogs an, weil mich eine Headline interessiert. Ich kommentiere auch gern in Blogs, wenn der Artikel mich dazu inspiriert. Aus Spaß am Austausch und weil mich interessiert, was der betreffende Blogger mir antwortet. Ich mache aber immer öfter die Erfahrung, dass mir selbst unter Bloggern Misstrauen entgegen schlägt. „Die kommentiert doch nur bei mir, weil sie scharf ist auf einen Backlink! Eigentlich interessiert die doch überhaupt nicht, was ich schreibe! Die will sich doch nur bei mir einschleimen!“ Und ein Austausch zwischen Autoren und Buchbloggern geht gar nicht! Wir verschenken da eine riesige Möglichkeit. Noch nie konnten Autoren und Leser so leicht zusammen kommen. Aber als Autor hat man in Buchblogs nichts zu suchen, ist doch klar, dass man nur ein Marketing-Zombie ist, der kostenlose Aufmerksamkeit will! Wisst ihr, wie ich mich dabei fühle? SO, so fühle ich mich!

Mit Gorilla-Marketing zum Erfolg! Wie? Was steht da? Guerilla-Marketing? Ach so! Was ist das denn?
Mit Gorilla-Marketing zum Erfolg! Wie? Was steht da? Guerilla-Marketing! Ach so! Was ist das denn?

Leute, bitte! Zieht doch einfach mal in Erwägung, dass ich tatsächlich in euren Blogs unterwegs bin, weil mich euer Content interessiert und ich eure Gedanken interessant finde! Wir müssen auch nicht immer der gleichen Meinung sein, aber es geht nicht um Streit, es geht um Austausch! Um Vielfalt! Um Zuhören und Verstehen, Mann! Ich bin ein Dinosaurier, ich kann mich noch an das sprötzelnde Pfeifen eines dampfbetriebenen Modems erinnern, und damals ging es nicht um Marketing! Auf meinem Planeten geht es heute noch um den Austausch von Informationen und Gedanken, um kreatives Miteinander, mit, nicht gegen!

Paranoia ist keine Garantie dafür, dass niemand hinter dir her ist!

Ich merke gerade selbst, dass ich ziemlich paranoid klinge. Aber bei den Sachen, die ich in letzter Zeit beobachte, darf ich das. Noch ein Schlenker zu Facebook. Neulich bekam ich die Meldung „Frau XY hat ihre Beitrittsanfrage für die Gruppe YX bestätigt“. Na, fein. Ich klicke die Gruppe an und falle vom Stuhl. Der oberste Post ist die Meldung „Frau XY hat Sookie Hell hinzugefügt“. Und sofort darunter der Kommentar von eben derselben Frau XY: „Wenn Sie nicht endlich aufhören, mich zu belästigen, werde ich Sie melden!“ Und meinen Namen hatte sie markiert. Hä? Helft mir! Ich versteeeeeh das nicht! Ich hatte den Namen der Dame noch nie im Leben gesehen! Ich hab mich immer geweigert, Damen zu belästigen, selbst, wenn die das wollten!

Rrrrrrrra! Ich merke gerade, dass dieser Artikel keinen anderen Sinn hat, als Frust abzuladen. Tut mir leid. Aber alles, was ich will, ist doch nur, dass wir alle mal das scheiß Marketing vergessen und uns wieder lieb haben! Können wir Social Media und Blogging nicht einfach wieder als das begreifen, was es sein könnte und dem Namen nach auch ist? Können wir uns nicht einfach austauschen, uns zuhören, uns gegenseitig besuchen, Links tauschen und spartenübergreifend unsere Arbeit diskutieren, ohne immer gleich Angst haben zu müssen, dass wir durch einen „Frechheit!“-Shitstorm vertrieben werden? Können wir uns nicht einfach mal über andere Menschen freuen, anstatt sie gleich als potenzielle Feinde einzustufen?

Ich weiß, dass ich extrem sensibel bin, ist mir klar. Aber bei vielem, was ich im Internet beobachte, habe ich das Gefühl, wenn ich zaghaft sage „Hallo!“ bin ich entweder ein Neider, ein Schleimer, ein Traffic-Junkie oder ein Zombie, der andere ausnutzt für seine „Eigenwerbung“. Ich wünsche mir aber, dass wir uns hier im globalen Dorf gegenseitig supporten.

Es geht ja auch anders!

Mein einziger Lichtblick im Social Media Bereich sind die „Geisterstadt“ Google+ und die darüber entstehenden Mailkontakte. Bei Google+ unterwegs zu sein, hat ein bisschen was von einem dystopischen Roman. Bei Facebook findet die Zombie-Apokalypse statt, bei Google+ sind die angeschwemmten Sensibelchen unterwegs, die lieber Gemüsebeete anlegen und am Gartenzaun quatschen, als Massenvernichtungswaffen zu bauen. Bei Google+ aktiv zu sein, macht mir Spaß. Leute, ich muss euch ehrlich sagen: Ich bin froh, dass ich euch habe!

Und zum Abschluss – um mal ein Zeichen zu setzen – sollten Autoren, Buchblogger oder sonstwer aus der Branche über diesen Artikel stolpern: Ich freue mich, wenn ihr mir Kommentare da lasst, die auf eure Blogs verlinken. Fühlt euch eingeladen, Links zu euren Büchern da zu lassen, was auch immer. Ich steh nämlich auf Vernetzung, und ich werde nicht schlecht von euch denken, wenn ihr euch bemerkbar macht. Versprochen.

Merken

28 thoughts on “Was Marketing mit uns macht!

  1. Wow, danke! Ich habe herzlich gelacht und ein bisschen geweint!
    Ich wurde auch dazu gebracht, diversen Facebook Gruppen beizutreten, „um mehr Traffic zu bekommen“, sagten sie. Nun ja. Erklärte dass ich das noch nicht so lange mache und ob mir mal jemand ein bisschen Feedback geben würde, zu schreibstil, Aufbau, Fotos oder ähnlichem, was so auffällt. Um einfach mal eine andere Meinung als die von Mutti und 3 Freunden zu hören.
    Was dabei rauskam? Nichts. Zwischen 300 „SCHAUT MAL MEIN NEUER ARTIKEL IST GENAU DAS WAS DU SUCHST“ innerhalb der folgenden 5 Minuten, ging meine ernst gemeinte frage in einem Schwall von copy und Paste unter. Ich lass das jetzt wieder mit den Facebook Gruppen, dafür blogge ich zu gerne, um mir das versauen zu lassen 🙂

    1. Hallo Connie!
      Zum Weinen bringen wollte ich dich natürlich nicht, aber umso schöner ist es, dass du noch mehr gelacht hast. Sinngemäß hat Sigmund Freud mal gesagt, dass der Mensch nur zwei Motive kennt, um sich in Bewegung zu setzen: Geltungsbedürfnis und das andere. Das ist über hundert Jahre her und die „Bedürfnispyramide“ wurde ja auch längst verfeinert, aber in diesen Gruppen hab ich auch oft das Gefühl, dass ich eine der wenigen bin, die am Geltungsbedürfnis anderer vorbeiscrollen und tatsächlich gucken, was andere Blogger so schreiben. Ich glaub, man darf das noch nicht mal persönlich nehmen, wenn keiner guckt oder sogar auf Fragen reagiert. Viele teilen wahrscheinlich einfach direkt von ihrer Seite aus in die Gruppe und gehen in die eigentliche Gruppe noch nicht mal rein. Klar, dass man dann gar nicht wahrgenommen wird. Klar, aber auch sehr schade. Aber du machst das ja genau richtig: Dein Blog, dein Medium, dein Spaß!

  2. Einen Vorteil haben Bloggergruppen bei FB:
    Wenn man nur lange und geduldig genug über die ganzen „Heute zeige ich Euch mein neues …“ Posts wegscrollt, stolpert man ab und an tatsächlich über interessante Beiträge.
    So wie diesen.

    1. Hallo Schattentaucherin!
      Wie schön, dass du dir die Zeit zum Scrollen genommen hast, durch deinen Kommentar hier bin ich nämlich jetzt auf deinen sehr persönlichen und sehr wichtigen Blog aufmerksam geworden, durch den sicher viele Menschen aufatmen und sich endlich mal verstanden fühlen. So kann Social Media dann eben auch funktionieren, dafür sollten wir es viel öfter nutzen!
      LG, Sookie

  3. Das ist echt ein herrlicher Text und die witzigen Einschübe gefallen mir sehr! 😉 Dass oft die übelsten Marketinghacks als ganz innovativ verkauft werden, obwohl sie inzwischen jeder weiß und anwendet, nervt mich zumindest inzwischen auch ein wenig. Auf der anderen Seite, wenn man etwas Gutes anzubieten hat und sonst keiner darauf aufmerksam wird, ist halt auch schade.
    Ich lese andere Blogs auch sehr, sehr gern und finde, man muss nicht anfangen zu bloggen, wenn einem das Medium nicht selbst zusagt. 🙂
    Lieben Gruß, Anne

    1. Hallo Anna!
      Ja, die witzigen Einschübe, da hast du mich eiskalt erwischt! 😀 (Ich könnte noch nicht mal eine Grabrede halten, ohne unpassende Witze zu streuen, um das zu kanalisieren, schreibe ich ja Romane, höhö!). Aber du hast vollkommen Recht, diese Marketinghacks werden nicht neuer. Für Angänger ist das auch wichtig und spannend, aber wenn du zum tausendsten mal den Listpost siehst „Sieben Schritte für mehr Traffic in deinem Blog“, kannst du irgendwann nur noch gähnen. Und der Umkehreffekt ist dann eben, dass andere Blogger sich nicht mehr über Kommentare freuen, sondern denken: „Pah, du willst nur, dass ich deinen Blog anklicke, ich hab den Listpost auch gelesen!“
      Für Autoren ist auch immer schön der Tipp: Cat-Content geht immer! Zeigen Sie sich auch mal persönlich, posten Sie ein Foto von Ihrer Katze! Ich hab mir jetzt überlegt: Eine Kampagne, um herrenlose Katzen und katzenlose Autoren zusammen zu bringen, das wäre doch mal ganz was neues! Eine win-win-Situation! Ich hab das dann aber mit meinem Kater besprochen, und der wollte sich nicht als Marketinginstrument benutzen lassen. Mistvieh! Jetzt muss ich es doch irgendwie anders versuchen … 😉
      LG, Sookie und der anonyme Kater

        1. Bestimmt, das ist ja sogar fast noch besser, Alleinstellungsmerkmal! Du musst das arme Schwein nur zielgruppengerecht ausschlachten! Außer, deine Zielgruppe sind Veganer, dann würde ich das mit dem Schlachten noch mal überdenken! 😀

  4. Wenn alles so unglaublich schlimm ist, weshalb deaktivierst du deinen FB Account nicht einfach wieder?
    Du kannst nicht erwarten das ein voyeuristisches Medium plötzlich Sinn entwickelt. Das ist unmöglich.
    Das Werkzeug FB steht für Konsum und nicht für Sinnhaftigkeit. Wenn du etwas anderes erwartest, hast du FB nicht verstanden.

    1. Ah, ein echter Männer-Kommentar, da weht gleich ein Hauch von Sarkasmus und Testosteron durch meinen Blog! 😀
      Ich würde mich gerne doof stellen und zugeben, dass ich FB wohl wirklich nicht verstanden habe, aber mir ist vollkommen klar, dass Herr Zuckerzwerg das Portal nicht aufgebaut hat, damit die Mitschüler, die ihn früher immer gemobbt haben, noch bequemer über ihn lästern können. Facebook ist die größte Werbeplattform der Welt, und ein voyeuristisches Medium kann nicht sinnfrei sein, da es den Sinn hat, Voyeurismus zu befriedigen.
      Meine Frage ist aber: Wenn wir das doch alle WISSEN, wieso können wir dann nicht damit umgehen? Wenn ich in AutorenHILFEgruppen sehe, dass Autoren für ihre „Werbung“ gesteinigt werden, weil sie ein Buchcover zeigen, um zu fragen, ob man die Schrift gut lesen kann, dann weiß ich nicht, was man überhaupt noch fragen kann, ohne in eine Tretmine zu stolpern.
      Und das nervt mich, dass wir SOCIAL Media benutzen, um uns gegenseitig die Augen auszustechen. Und ich deaktiviere meinen Account deshalb nicht, weil es mir viel zu gut tut, ganz selten selbst da Leute zu finden, die tatsächlich anders ticken.
      LG; Sookie

  5. Ich weiß schon, warum ich Facebook meide 🙂 Google+ und Twitter halte ich für wesentlich sinnvoller und nützlicher. Von dem ganzen Zickenterror abgesehen, passt es mir auch einfach nicht, dass Herr Zuckerhut bestimmen will, was in meiner Timeline erscheint und was nicht.
    LG Ann-Bettina

    1. Hallo, Ann-Bettina!
      „Herr Zuckerhut“! Auch schön, ich bin gespannt, wie viele Namen wir noch zusammenkriegen! 😀
      Wehrst du dich etwa dagegen, dass du durch gezielt gestreute Informationen manipuliert werden sollst? Erzähl das doch mal auf Facebook und lass den Post mit „Frechheit!“ bestätigen! 😉
      Auf youtube fällt mir das übrigens auch verstärkt auf! Ich hör da ganz gerne beim Arbeiten Musik. Früher bekam ich dann am Ende der Videos Coverversionen des gleichen Songs oder andere Songs des Interpreten. Heute bekomme ich „Empfohlene Videos“. Und, nein, ich möchte NICHT wissen, welche hygienischen Gummischlappen nackte Japanerinnen auf dem Klo tragen! DAFÜR IST MIR MEINE ZEIT ZU SCHADE! *brüll*
      Ah, das hat jetzt richtig gut getan. Das mal raus zu lassen! 😀
      LG, Sookie

  6. Sehr schöner Beitrag, auch wenn ich die Erfahrung nicht teilen kann. Ich verplemper meine Zeit vorrangig in DIY-Gruppen, da ist der Umgangston geprägt von rosanen Zuckerwatteeinhörner. Ganz friedlich das Ganze – zum Glück! Deine Erfahrung möcht ich an der Stelle nicht teilen, da würd ich mich ganz fix zurück ziehen.

    Aber ihr habt jetzt mehrmals google+ gelobt, das muss ich mir mal ansehen. Das ist an mir komplett vorbei gegangen.

    Ganz liebe Grüße,
    Mona

    1. Hallo Mona!

      Hihi, bei Zuckerwatteeinhörnern weiß ich direkt, welche Liga du meinst! Aber Pink ist einfach nicht so meine Farbe. Von Google+ hab ich auch lange gedacht: „Mah, voll die Geisterstadt, da passiert ja nie was!“, inzwischen weiß ich die Leute dort und die Gespräche aber wirklich zu schätzen. Es ist eben alles langsamer, übersichtlicher und frag mich nicht, woran das liegt, aber irgendwie hat man da mehr Ruhe. Man kann in ganzen Sätzen sprechen und bekommt auch noch konstruktive Antworten! Ich würde es auf jeden Fall mal ausprobieren, kostet ja nix! Und was besseres als Zuckerwatte finden wir überall! 😀

      LG, Sookie

  7. Ein ganz toller Beitrag, dem ich nur voll und ganz zustimme. Ich selber bin im englischen Sprachraum als Autorin tätig, und ich habe immer gedacht in Deutschland wäre es noch anders. Aber was du schreibst passt genau zu dem was ich auch gerade erlebe.

    Alles ist nur noch Marketing. Am schlimmsten sind die Autoren, die massenhaft kostenlose Exemplare rausgeben im Austausch für eine Goodreads oder Amazon Review. Da ist neuerdings sogar der Trend aufgekommen, diejenigen Rezensenten niederzumachen, die keine 5 oder 4-Sterne Review hinterlassen. Einige dieser „Promoter“ strafen diese Rezensenten sogar ab.

    Da klickt man dann auf ein Buchprofil und in jeder Review steht so ein Satz wie „I received a free copy in exchange for an honest review“. Da weiß ich dann immer sofort, diese Autoren haben alles ‚gekauft‘. Ich bin mir fast sicher, dass so ein Vorgehen in Deutschland sogar gegen geltende Gesetze verstoßen würde. (So weit ich weiß, dürfen in Deutschland bei Produktproben im Austausch für eine Rezension keine Anforderungen an den Inhalt gestellt werden. Ich kann mich aber auch irren.)

    Naja, dass führt jedenfalls dazu, dass Hunderte von zweitklassigen Autoren jede Menge Reviews auf ihre Bücher bekommen, aber im Endeffekt nicht wirklich was verkaufen–gibt ja schließlich noch „Amazon – Look Inside“ wo man in das Buch reinlesen kann.

    Mehr und mehr Autoren (und auch Blogger übrigens) scheinen zu glauben, gutes Marketing könnte schlussendlich schlechten Content (oder ein schlechtes Produkt) ausgleichen. Also geht nur noch Quantität vor Qualität. Schade eigentlich, denn durch das Internet und die Möglichkeiten des Self-Publishing öffnen sich uns Autoren ja eine Menge zuvor nie gekannter Türen.

    1. Hallo Kimberley!

      Vielen Dank für diesen wundervollen, ausführlichen Kommentar, du sprichst nämlich ein Thema an, das mich auch sehr beschäftigt! Ich sehe auch immer öfter bei Amazon Rezensionen, die mit einem „Ich durfte dieses wundervolle Buch (von meiner besten Freundin? Meiner Cousine?) vorab als kostenloses Exemplar lesen und blabla …“ Dann klickt man auf den Blick ins Buch und denkt: „Oh. Mein. Gott.“

      Und ich sehe da bei den Rezensenten zwei Hauptgruppen. Diejenigen, die denken „Oh mein Gott, ein Schriftsteller bittet MICH um eine Rezension!“, die fühlen sich so geehrt, dass sie jedes Buch loben. Und diejenigen, die denken: „Endlich kann ich mal Rezensionen schreiben, ich bin wichtig, ich bin GOTT, harhar!“ Aber die Rezensionen, die entstehen, weil an Büchern interessierte Menschen, die den Autoren gar nicht persönlich kennen und das Buch einfach aus Interesse am Thema gekauft haben, werden immer weniger. Rezensionen sind ein Markt geworden wie alles andere auch.

      Wenn ich eBooks mit einem Verkaufsrang irgendwo im 400.000der-Bereich mit 100 Fünf-Sterne-Rezensionen sehe, kann ich daraus nur noch schließen, dass der Autor bei Facebook sehr aktiv ist, nicht darauf, dass das Buch gut ist. Das legt den bösen Gedanken nahe, dass die betreffenden Autoren viel mehr Zeit und Energie in ihr Marketing stecken als in ihren Schreibstil.

      Ich selbst hab mich dagegen entschieden, solchen Rezensionen hinterher zu jagen, egal, was alle Marketing-Experten mir raten (die ja auch nur an ihren Tipps verdienen wollen). Entweder, es kommen echte Rezensionen oder eben nicht. Mir ist sogar – wie absurd – aufgefallen, dass ich bei der in dem Artikel oben beschriebenen Gruppe dachte: „Hallo? Diese Rezensenten sind doch überhaupt nicht meine Zielgruppe!“ Die reißen sich um Millardäre und Rockstars zum Verlieben, träumen vom „schönsten Tag im Leben“ mit einem Glitzervampir, und dann grätsche ich da rein und sage: „Leute, die bürgerliche Romantik ist tot, ab jetzt haben wir Spaß!“ Die STEINIGEN mich doch! 😀

      Und natürlich ist da was dran, dass viele wohl denken, gutes Marketing gleicht schlechte Inhalte aus. Was mich daran erschreckt ist, dass es oft genug auch funktioniert! Und da wiederholt sich gerade im Selfpublishing das, was mich früher am konventionellen Buchmarkt so gestört hat. Beststeller macht der Buchhandel, nicht die Leser! Das beste Marketingmittel sind immer noch Vertrieb und Positionierung. Was wirklich in jeder noch so popeligen Bahnhofsbuchhandlung vorne auf dem Tisch liegt, wird zum Bestseller – einfach durch seine Verfügbarkeit. Poppy J. Anderson steht inzwischen bei meinem Dorf-Laden im Drehständer an der Kasse.

      Heute ist der Mechanismus ins Internet gewandert, Stichwort „Schwarmintelligenz“. Für mich schließen Schwarm und Intelligenz sich aus, aber ich bin eben auch eine olle Meckerkröte. Nein, im Ernst, ich beobachte auf Social Media Portalen (das in Blau), wie Autoren erst Gruppen bilden wie Gladiatoren in der Arena (wir kämpfen Rücken an Rücken, lassen aber keinen rein) und dann lustige virtuelle Sommer-Partys mit Eisrezepten feiern. Und natürlich haben solche Autoren eine große Reichweite und arbeiten mit dem Tool „Zeig dich persönlich und privat!“

      Den Mechanismus, Bücher über „Freundschaft“ zu verkaufen, finde ich interessant bis erschreckend. Noch nie waren Autoren so greifbar wie heute und noch nie waren Menschen so einsam wie heute, da passt was zusammen! Ich als Autorin würde gar nicht auf die Idee kommen, dass ich irgendjemandem die „Einladung“ zumuten kann, das ganze Wochenende am Rechner zu hocken und den Fotos, die ich von meinen selbstgebackenen Keksen poste, Aufmerksamkeit zu zollen. Wen interessiert das? Aber das Konzept dieser Schein-Nähe geht auf. Social? Media. Marketing.

      Aber wenn das nicht mehr neu und aufregend ist, wird sich das totlaufen. So, wie die vor zwei Jahren so erfolgreichen Blogs, die über das Bloggen bloggen, sich auch totlaufen. Da haben manche großen Influencer inzwischen weniger Kommentare als ich Underdog hier mit diesem Artikel. Auch der Buchmarkt wird sich wieder ändern, und dann wird sich Qualität durchsetzen, da bin ich ganz sicher!

      LG, Sookie

      1. Hi Sookie,

        mit den zwei Hauptgruppen hast du absolut Recht. Es gibt sogar Rezensenten, die mit ihren Rezensionen ein regelrechtes Business aufziehen. Amateur-Autoren zahlen dann solchen Leuten sogar teilweise Geld, damit sie diverse Rezensionen u.a. auch auf ihren Blogs posten. Diese Blogs sind dann eine Ansammlung von Rezensionen unbekannter Amateur Autoren, und haben für gewöhnlich wenig bis keine Leserschaft.

        Das Problem was sich tatsächlich für die „echten“ (oder sollte ich lieber ernsthaften sagen?) Autoren auftut ist, dass sie auf diesem von Fake-Reviews überschwemmten Markt kaum eine Chance haben zu überleben–denn niemand interessiert sich für das Buch mit den vier echten 5-Sterne-Reviews. Unerfahrene Leser (und das ist leider der Durchschnitt) sind sich der Praxis des Rezensions-Kaufs leider viel zu wenig bewusst.

        Ich sehe aber auch gerade bei einer amerikanischen Bekannten, wie diese Marketing-Wut zurückschlagen kann. Ganz ähnlich wie beim Black Hat SEO sind nämlich konstante Marketing Bemühungen erforderlich, denn eine echte Plattform mit Fans wird ja nie aufgebaut. Wie du schon sagst: diese Fake-Reviewer sind nur selten das Zielpublikum.

        Und Bücher über „Freundschaften“ verkaufen stößt auch spätestens dann an seine Grenzen, wenn jeder Freund ein Exemplar gekauft hat. Nachhaltiges Marketing? Wohl eher nicht.

        Für gewöhnlich macht es Sinn, bei den ersten ein bis zwei Büchern extrem viel Zeit und Geld ins Marketing zu investieren. Aber durch das Marketing sollte sich dann eine kleine, langsam aber stetig wachsende Leserschaft aufgebaut haben, so dass man sich als Autor mehr und mehr auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren kann.

        Dies ist aber bei derart übertriebenem Marketing nur selten der Fall, was dazu führt, dass der Autor auf Dauer davon abhängig ist, diese Praktiken weiter zu führen ohne auf lange Sicht einen Nutzen davon zu haben.

        Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass es den meisten Anwendern dieser Marketing-Techniken auch nicht ums Schreiben geht. Was ich immer merkwürdig fand, denn mir ging es immer in erster Linie ums Schreiben. Veröffentlichen war und ist für mich zweitrangig.

        Bei diesen Kandidaten ist es aber umgekehrt. Da wird schlecht-lektorierte Story um schlecht-lektorierte Story auf Amazon geworfen, nur um ein paar Likes und Reviews zu bekommen, die, obgleich gekauft, doch irgendwie immer das Selbstwertgefühl des betreffenden Autoren heben.

        Der Autor war einmal der introvertierte Intellektuelle, der die soziale Interaktion gescheut hat. Heute ist es der ruhmsüchtige Narzisst, dem es egal ist, was er auf den Markt wirft, solange er nur ein paar Likes bekommt.

        Aber Social Media hat eben leider auch das geändert. Oder vielleicht hat es auch einfach nur viele Möchtegerns auf das Spielfeld gebracht, die das Schreiben lediglich als Instrument für ihre Selbstbestätigung nutzen, und in ein paar Jahren wieder verschwunden sind. Wer weiß.

        1. Hallo Kimberley!

          Kawämm! Was für ein Kommentar, ich bin völlig geflasht! Du legst den Finger genau in die Wunde. Denn auch bei den Autoren gibt es zwei große Gruppen. Die, die einfach schreiben, weil sie gar nicht anders können, deren ganzes Leben aus erleben, erfahren, reflektieren, transformieren, schreiben besteht. Und diese ernsthaften Autoren ziehen sich naturgemäß oft von der Welt zurück, um in ihrer selbstgewählten Einsamkeit geradezu manisch zu arbeiten. (Du merkst schon, ich gehöre dazu! 😀 )
          Je komplexer der Mensch denkt, umso größer sind auch Selbstzweifel und Perfektionismus, und man geht im Niveau eher runter, um auch Leser zu erreichen, die vielleicht nicht als Teenager Dostojewski und Balzac verschlungen haben.
          Die andere Gruppe denkt sich „Ach, so ein paar Groschenromane umzuschreiben, kann ja nicht so schwer sein!“ und dilettieren dann eben fröhlich vor sich hin. Ich klinge jetzt verbitterter, als ich bin, auch Trivialliteratur (jetzt, wo ich das Wort schreibe merke ich, dass ich es ewig nicht gehört habe, heute heißt das Chick-Lit, Adult Irgendwas, Gay Romance oder schlichtweg Liebesroman), hat ihre Berechtigung, keine Frage. Aber du hast vollkommen Recht, Autoren, die so gestrickt sind, geht es nicht darum, wie Flaubert nächtelang immer wieder einen einzigen Satz zu überarbeiten, weil der Lustgewinn darin liegt, dass die Worte an ihren Platz fallen. Es geht darum, Aufmerksamkeit zu bekommen, gesehen zu werden, sich als Schriftsteller zu feiern und jedem davon zu erzählen.
          Menschen, die ernsthaft schreiben, haben Probleme damit, so auf den Putz zu hauen und sagen lieber vorsichtig: „Ich versuche, zu schreiben.“ 😀
          Und wer seine ganze Energie in die eigentliche Schreibarbeit wirft, tut sich schwer damit, Rezis zu sammeln und hunderte von oberflächlichen „Freundschaften“ zu pflegen. Neulich habe ich übrigens in einem Blog für Autoren in den Kommentaren eine junge Frau gesehen, die „ehrliche“ Rezensionen für zehn Euro anbietet, ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte!
          Ich habe jetzt aber festgestellt, dass Marketing auch anders gehen kann, und ich hatte das kein bisschen geplant. Der erste Band meiner Reihe ist, natürlich passend zu den Romanfiguren, mit etwas spezielleren Keywords getaggt. Heute habe ich meinen Titel, der erst seit vier Wochen auf dem Markt ist, gegoogelt und festgestellt, dass er auf Webseiten, mit denen ich nie gerechnet hätte, schon als Lesetipp in die Sidebar eingebunden wurde. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe. Ich habe keine Minute Zeit und keinen Cent Geld investiert und werde auf Seiten, die direkt meine Zielgruppe ansprechen, empfohlen. Geiler kann Marketing eigentlich gar nicht laufen.
          Auf der anderen Seite sehe ich, dass immer mehr Buchblogger Artikel darüber veröffentliichen, wie satt sie den Einheitsbrei haben und nach neuen Büchern mit frischen Ideen rufen. Aber als Autor darfst du dann nicht sagen: „Hier, ich hab eins!“ Weil Eigenlob stinkt, und weil vor dir schon fünfhundert Groschenheft-Umschreiber das gleiche behauptet haben. Die Frage, wie man Autoren und Blogger besser zusammenbringen kann, wird dann wohl das Thema meines nächsten Artikels hier im Blog! 😀

          Liebe Grüße, Sookie

      2. Huhu,
        Ich habe mich noch nie so geehrt gefühlt dadurch das mir ein Rezensionsexemplar angeboten wurde das ich dem Buch 5 ❤ gegeben habe. Das größere Problem ist meiner Meinung nach eher, das ich oft dadurch dass ich mit dem Autor schreibe beginne eine „Beziehung“ zu ihm aufzubauen. Dadurch fällt es mir viel schwer eine schlechte Rezension zu schreiben wenn das Buch schlecht ist, als wenn ich mir das Buch selber gekauft habe oder es von einem Verlag bekommen habe.
        Natürlich schreibe ich so ehrlich wir möglich die Rezension, aber ob nicht letztendlich (fast) jede Rezension über ein Rezensionsexemplar leicht beschönigt ist, und sei es auch nur Ausversehen?

  8. Dem Post kann ich nur teilweise zustimmen. Ich habe mich lange schwer getan mit dem Gedanken, bei FB auch beruflich tätig zu werden. Schlussendlich hab ich es aber doch gewagt und bereue den Schritt keine Sekunde.
    Mir persönlich hat FB sehr viel gebracht. Allerdings muss man kräftig filtern. Auch ich war schon in einigen bashing-Gruppen wo es nur ums Profilieren und andere klein-machen ging. In der Regel ist es aber sehr schnell ersichtlich, wie der Gruppenton ist. Zum Glück kann man aus einer Gruppe genauso schnell austreten, wie man eintreten kann.
    Aber es gibt sie wirklich: Gruppen mit anständigem Umgangston, gegenseitigem Interesse und Wertschätzung! Und die sind wirklich Gold wert, sowohl fürs Persönliche wie auch für die berufliche Seite.
    Mit Google+ hingegen komme ich nicht sonderlich gut zurecht. Ich bin wohl noch in der „das ist doch wie ne Geisterstadt“-Phase 🙂
    Im Übrigen habe ich auch im Kollegenkreis Leute, die aus Angst vor Konkurrenz keine Links teilen usw. Auch dort wird gesiebt und gut ist…

    1. Hallo Margot!

      Ich freue mich ja, auch mal von jemandem zu hören, der andere Erfahrungen gemacht hat, vielen Dank dafür! Wie ich an deiner sehr schönen und ausführlichen Seite sehe, bist du im Bereich Naturheilkunde unterwegs, und vielleicht legen im Bereich der heilenden und therapeutischen Berufe die Menschen bei ihrem Marketing den Schwerpunkt auch anders als Autoren, die von Natur aus ziemliche Einzelkämpfer sind. Ein Heilpraktiker, der sich online nicht empathisch und wertschätzend verhält, wird kaum positiv auf sich aufmerksam machen, wenn es darum geht, potenziellen Patienten Vertrauen einzuflößen. Natürlich sollte so eine Sozialkompetenz im Internet für jeden selbstverständlich sein, leider ist sie das aber oft nicht.
      Und sicher gibt es auch unter den Autoren auf Facebook wundervolle, liebenswürdige Menschen, aber die gehen eben leider oft unter im vorherrschenden Krawall und mir persönlich fehlt da einfach die Zeit, lange zu sieben.
      Ich persönlich finde bei Google+ gerade diese Geisterstadt-Stimmung sehr angenehm. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich hochbegabt und hochsensibel bin (als Heilpraktikerin weißt du, welche „Probleme“ das mit sich bringen kann), aber auf Facebook stürzen so viele Reize auf mich ein, dass ich alles als oberflächlich empfinde, weil es einfach alles zu viel ist.
      Ich unterstelle nicht den Menschen dort, dass sie oberflächlich sind, absolut nicht, der Aufbau der Seiten, das ganze System zielt aber auf Breite ab, möglichst viele oberflächliche Informationen in möglichst wenig Zeit zu konsumieren. Mir persönlich gehen da manchmal sogar Kontakte unter, die ich gern pflegen würde, aber alles ist auch so schnell weitergescrollt, dass keine Zeit bleibt, mehr in die Tiefe zu gehen. Dagegen empfinde ich Google+ mit seinem vielen Whitespace richtig erholsam und behäbig! 😉

      LG, Sookie

      1. Vielen Dank für Deine lieben Worte. Dass in meinem Beruf Leute mit mehr Sozialkompetenz unterwegs sind als anderswo, dachte ich früher auch. Ich habe selten so viele Egomaniker und Dummschwätzer erlebt wie (leider) im Gesundheitsbereich…
        Ich versuche mit gutem Beispiel voranzugehen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg 😉
        Bei Facebook liegt der Schnitt etwa bei einer von fünf Gruppen, bei denen ein sinnvoller Austausch entsteht. Durchaus auch mit tiefer gehenden Kontakten. Die anderen Gruppen habe ich anfangs zu Marketingzwecken offen gelassen, mittlerweile bin ich dort raus. Verschwendete Energie und wie Du sagst: zu viele Reize.
        Bei Google+ stelle ich alle neuen Artikel rein, die ich schreibe. Ich habe aber das Gefühl, das liest keine Sau. Wie stellst Du fest, dass Du Dir die Mühe dort nicht umsonst machst?

        1. Hallo Margot,
          wenn du dich bei bitly anmeldest und die Links zu deinen Artikeln dort kürzt und diese gekürzten URLs für die Posts nutzt, kannst du ganz genau sehen, wann deine Artikel wie oft angeklickt wurden.
          Viele Grüße
          Ann-Bettina

  9. Moin Sookie,

    wegen eines anderen deiner Blogbeiträge bin ich heute Morgen über deine Seite gestolpert und muss jetzt schnell noch sagen, wie leid es mir tut, dass du auf eine soo doofe Rezensionsgruppe bei FB gestoßen bist. Es gibt da auch ganz andere 😉 (siehe PN)

    Ganz frisch ist mein Blog und irgendwie sehe ich mich nicht im Mainstream der Blogger (liegt vielleicht an meinem Alter) und wem er nicht gefällt, der soll es bleiben lassen, mir ist wichtig Spaß an Büchern zu haben, Spaß am Austausch mit Autoren und anderen Lesern und vielleicht den einen oder anderen Autoren bekannter zu machen, als er/ sie es bisher mit Eigenwerbung geschafft hat.

    Wollte jetzt an sich nicht für mich werben, sondern eher dir zustimmen, denn so wie viele Blogger inzwischen nach Perlen unter Büchern suchen, suchen Autoren anscheinend nach Perlenunter den Bloggern *grübel* und Selbstvermarktung ist für den einen DAS Ding und der andere mag und kann es gar nicht.

    Ich schweife schon wieder ab … Dabei wollte ich dir nur sagen, dass ich dir in vielem, was ich im Laufe des Vormittages von dir hier gelesen habe – ja ich bin versumpft bei dir und noch lange nicht fertig mit dir *lach – zustimme und über so manches andere gerne mit dir reden möchte. Vielleicht finden wir da einen Weg, würde mich freuen.

    Liebe Grüße,
    Gabi, die Chaotin

  10. Ich habe glaube ich, jetzt den dritten Artikel in Folge von dir gelesen, weil ich gar nicht anders konnte!
    Als Autor kenne ich diese Gruppe und besagte „Chefin“, und ich sage da auch nichts mehr zu. Gerade weil man wirklich oft das Gefühl hat, als wäre man nur auf Gegenlikes aus und auf der anderen Seite erwarten das diejenigen, die deine Seite liken, kommentieren, empfehlen ja auch – nämlich dass du sie empfiehlst, egal ob du sie kennst oder gar magst.
    Aber egal, ich werde mich jetzt mal noch durch ein paar deiner Artikel lesen und bestimmt den ein oder anderen Kommentar da lassen – aber auf alle Fälle zu deinem Mainstream Artikel!

    Liebste Grüße,
    Faye

  11. Man kann es auch in einem Satz sagen: Egal wohin du gehst, du nimmst dich selbst immer mit. Daran ändern auch die sogenannten sozialen Netzwerke nichts.

    Das auf Google+ die Sensibelchen hausen, kann ich nicht bestätigen, und der Zomie-Apokalypse bin ich bisher einigermaßen entkommen. Mag daran liegen, dass ich Facebook nicht ganz verstanden habe und mich zu wenig aktiv um „neue Freunde“ bemühe 😉 – ich nehme gelegentlich Freundschaftsanfragen an, das wars.

    Nein, ich verlinke hier weder auf meinen WP Blog, noch sonst wohin. Wer sich dafür interessiert, was ich mache, kann mich ganz leicht finden.

    Sehr guter Beitrag, mir gefällt der Stil.

    LG

    Ryek

  12. Dein Artikel ist einfach wunderbar und hat mir gerade den Abend versüßt, den uich ganz entspannt mit schreiben verbracht habe. Nur zwecks Prokrastination habe ich mich rausgewagt ins Netz und finde da sowas witziges!
    Absolut klasse – weiter so!
    Zum Rest:
    Grüße aus der Zombieapokalypse! Noch hält mein recht gemütliche Fan-Seiten Festung zu meinem Roman stand – Könnte aber auch daran liegen, dass sie schlicht so wenig Besucher hat, dass es noch niemand wirklich agressivem aufgefallen ist, dass sie da ist. – Ich muss zugeben, ich habe von Google plus bisher noch nichts gehört – werde ich mir aber mal für den Zeitpunkt merken, wenn ich frustriert aufgebe.
    Marketing? Öhm… ja 🙂 Ich hab da keine Ahnung von und mache das, was ich (und die wenigen Leser meiner Seite) lustig finden 🙂
    Verkäufe .. öhm… hab ich erwähnt, dass Schreiben ein Hobby ist?

Und was ist deine Meinung?